25.07.2006 · Zwei Jahre keine Neuinszenierungen in Bayreuth, fünf Jahre kein "Tristan" und dann dies: Wolfgang Wagner hatte es geschafft, den Dramatiker Heiner Müller für einen "Tristan" zu verpflichten, seine erste Operninszenierung überhaupt.
Zwei Jahre keine Neuinszenierungen in Bayreuth, fünf Jahre kein „Tristan“ und dann dies: Wolfgang Wagner hatte es geschafft, den Dramatiker Heiner Müller für einen „Tristan“ zu verpflichten, seine erste Operninszenierung überhaupt. Schuld war allerdings der Dirigent Daniel Barenboim, der das Angebot überbrachte und zur Antwort bekam: „Das ist so absurd und verblüffend, das muß ich probieren.“
Das Ergebnis konnte sich vor allem sehen lassen: in der subtilen Lichtdramaturgie des Bühenbildners Erich Wonder und den Kostümen des Couturiers Yohiji Yamamoto und einer durchaus nicht bilderstürmerischen, vielmehr nahezu statischen, gleichwohl suggestiv wirkenden Regie.