25.07.2006 · Es war der Einstand eines später in vielen Bayreuther Aufführungen souveränen Dirigenten: James Levine dirigierte zum Hundertjahrjubiläum einen musikalisch mustergültigen „Parsifal“. Götz Friedrich inszenierte mit viel Sensibilität.
Es war der Einstand eines später in vielen Bayreuther Aufführungen souveränen Dirigenten: James Levine dirigierte zum Hundertjahrjubiläum einen musikalisch mustergültigen „Parsifal“: ausgehorcht bis in die verschlungensten Melismen und Klangfarben, mit untrüglichem Gespür für die Architektur der monumentalen Partitur fast in ritueller Langsamkeit.
Götz Friedrich, mittlerweile bayreuthgestählt, inszenierte das Bühnenweihfestspiel in seinen delikaten Raum-Zeit-Relationen mit einem magisch-realistischen Bühnenbild von Andreas Reinhardt gewissermaßen nach der globalen Katastrophe, mit viel Sensibilität für die „geheimnisvollen Beziehungen“ der Protagonisten.