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Bambi-Verleihung : Michael Jackson zum „Popkünstler des Jahrtausends“ gekürt

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Das kleine goldene Rehkitz wird immer beliebter. Vor zahlreichen nationalen und internationalen Stars sind die „Bambis“ verliehen worden.

          US-Popstar Michael Jackson hat auf der Verleihungs-Gala des Medienpreises „Bambi“ das Publikum in seinen Bann gezogen. Der Sänger wurde am Donnerstag von den Gala-Gästen begeistert gefeiert, als er zum „Popkünstler des Jahrtausends“ gekürt wurde.

          „Berlin, ich liebe dich", sagte Jackson in seiner Dankesrede auf Deutsch. Im Blitzlichtgewitter der Kameras war der Sänger in den Saal geeilt. Jackson, der schon seit Dienstag mit seiner Anwesenheit in der Hauptstadt für Aufregung sorgte, nahm seinen „Bambi“ aus den Händen von Ex-Tennisprofi Boris Becker entgegen. Becker ehrte den „King of Pop“ unter dem Jubel der 1.000 Ehrengäste im Estrel Convention Center als die „größte Musiklegende unserer Zeit“ mit einer „Erfolgsstory, die jede Dimensionen sprengt“. Mit einer Lesebrille las der Popstar dann seine Dankesrede vor, in der er für den Weltfrieden warb: „Wir brauchen eigentlich keinen Krieg.“

          Folkers beliebteste TV-Kommissarin

          Außer ihm wurde bei der Verleihung des ältesten deutschen Medienpreises auch Hollywoodstar und Oscar-Preisträgerin Halle Berry mit einem der vom Hubert Burda Media Verlag gestifteten Preise bedacht. Die 34-Jährige, die auf der Berlinale im vergangenen Februar einen Silbernen Bären gewann, sagte bei der Entgegennahme des vergoldeten Rehkitzes überglücklich: „Wer hätte gedacht, dass ich in diesem Jahr mit so vielen wunderbaren Preisen geehrt werde.“

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          Waren die anderen Preisträger schon weitgehend vor der Gala bekannt, blieb es beim „Publikums-Bambi“ bis zum Schluss spannend: Bis 21.30 Uhr konnten die Fernsehzuschauer per Telefon oder SMS „Deutschlands beliebteste TV-Kommissarin“ auswählen. Das Rennen unter den elf Verbrecherjägerinnen machte letztlich Ulrike Folkerts für ihre Rolle im „Tatort". Der Schauspielerin Maria Schell zollten die rund 800 Gala-Gäste stehend Beifall, als sie sich überraschend nach langer Zeit dem Publikum präsentierte. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Bruder Maximilian ausgezeichnet.

          Berben für Zivilcourage ausgezeichnet

          Den Sport-Bambi erhielten der Teamchef der deutschen Nationalmannschaft Rudi Völler, den „Kaiser“ Franz Beckenbauer auszeichnete und dabei Mut für die Fußball-WM 2006 in Deutschland machte, und die Schwimmerin Franziska van Almsick. Die Schauspielerin Iris Berben erhielt den Preis für Zivilcourage „für ihr mutiges Engagement gegen das Vergessen und für eine Aussöhnung zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland“. Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, würdigte Berben als eine „Botschafterin der Aussöhnung“ sowie „schönste und charmanteste Mutter Courage der deutschen Gegenwart“. Seit mehr als 30 Jahren kämpfe sie gegen Intoleranz, Aggression, Dummheit, Rechtsradikalismus und Antisemitismus.

          Die Schauspielerin Hannelore Elsner erhielt ein Bambi in der Kategorie „Film national“. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), zeichnete die TV-Moderatorin Maybrit Illner mit einem Bambi aus. Der MDR-Intendant Udo Reiter nahm ein „Charity-Bambi“ für die ARD-Gala zu Gunsten der Opfer der Flutkatastrophe im Sommer von CDU-Chefin Angela Merkel entgegen.

          Prominentes Publikum

          Weitere Bambis wurden vor dem prominenten Publikum an die amerikanische Sängerin Anastacia, den Regisseur Dieter Wedel für seine Neuinszenierung der Nibelungensage in Worms (mit Mario Adorf), die Popgruppe Bro'Sis, die Sängerin Cecilia Bartoli, die Modemacherin Gabriele Strehle und den RWE- Vorstandschef Dietmar Kuhnt vergeben.

          Rod Stewart, Anastacia, Nena und Bro'Sis lockerten das von Barbara Schöneberger und Schauspieler Götz Otto moderierte Programm mit ihren Auftritten auf. Mit dem „Bambi“ ehrt der Hubert Burda Media Verlag jedes Jahr nationale und internationale Persönlichkeiten aus Bereichen wie Film, Fernsehen oder Musik.

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