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Montag, 13. Februar 2012
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Auszeichnungen „Spiegel“ und Maischberger erhalten Preis für Sprachkultur

02.09.2003 ·  Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die Medienpreisträger für Sprachkultur 2004 bekanntgegeben: die Moderatorin Sandra Maischberger und „Der Spiegel“, dessen Jargon Sprachpflegern früher suspekt war.

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So ändern sich die Zeiten. Kein Geringerer als Hans Magnus Enzensberger hatte 1957 in einem gleichnamigen Essay „Die Sprache des 'Spiegel'“ untersucht und ein vernichtendes Urteil über die anonym verfaßten, scheinobjektiven „Stories“ des Magazins gefällt. Und für Wolf Schneider, der als „Sprachpapst“ Generationen von Journalistenschülern traktierte, war Rudolf Augsteins Heft „mit seinen Manierismen seit Jahrzehnten der oberste Verhunzer der deutschen Sprache“.

Lang ist das alles her. Und heute? Heute gibt die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden bekannt, wer den Medienpreis für Sprachkultur 2004 erhält: die Moderatorin Sandra Maischberger und - „Der Spiegel“. Das Nachrichtenmagazin wird nach den Worten von Karin Eichhoff-Cyrus, der Geschäftsführerin der Gesellschaft für deutsche Sprache, eben dafür gekürt, was dem armen Schneider ein Greuel ist: daß es in diesem Lande „über Jahrzehnte das Sprachbild mitgeprägt“ habe, und zwar auf eine Weise, die äußerst „kreativ“ sei. Für zahllose junge Journalisten sei der „Spiegel“ der sprachliche Maßstab.

Einen weiteren Preis in die Vitrine stellen darf sich Sandra Maischberger, deren Auszeichnung just an dem Tag bekanntgegeben wurde, an dem ihre neue Abendsendung in der ARD startet. An Maischberger bewunderte die Jury die „klaren und präzisen, konkret sachorientierten Fragen“ in ihren Gesprächssendungen, in welchen sich die Talkmasterin stets „außerordentlich gut informiert“ zeige.

Der Medienpreis für Sprachkultur wird alle zwei Jahre verliehen; Sandra Maischberger und „Der Spiegel“ erhalten ihre Preise im Mai 2004. Frühere Preisträger waren Thomas Gottschalk, Harald Schmidt, Elke Heidenreich sowie - 1994 - Wolf Schneider.

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Von Gerhard Stadelmaier

Nachhilfe zuerst: Die „Einführung“ nämlich ist republikweit an allen Theatern das meistgespielte Stück. Es dauert ungefähr eine halbe Stunde. Mehr