18.04.2002 · Mit Martin Mosebach soll wieder ein Autor den einst renommierten Kleist-Preis bekommen, der schon auf mehr als ein einziges Buch zurück blicken kann.
Den renommierten Kleist-Preis erhält in diesem Jahr der Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach.
Die mit gut 20.000 Euro dotierte Auszeichnung werde dem Autor im November in Berlin überreicht, teilte der Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Prof. Günter Blamberger, am Donnerstag in Köln mit.
Der 1951 geborene Mosebach hat Gedichte, Essays und Romane veröffentlicht, zuletzt die Bände „Eine lange Nacht“ und „Der Nebelfürst“.
Der Kleist-Preis war während der Weimarer Republik die bedeutendste literarische Ehrung und ging unter anderem an Robert Musil, Bertolt Brecht und Anna Seghers. Nach vieljähriger Pause wurde der Preis wiederbegründet und etwa Heiner Müller und dem Österreicher Ernst Jandl zuerkannt. Im Vorjahr erhielt Judith Hermann die Auszeichnung drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres ersten und bisher einzigen Buches.