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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Auswirkungen von Lärm Warum tun wir uns das an?

 ·  Lärm macht krank. Aber wir tun nicht nur nichts dagegen, wir lassen es zu, dass es überall immer lauter wird. Da hilft nur eines: Wir brauchen ein Lärmbewusstsein.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (56)

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Frank Gross
Frank Gross (awatt) - 27.08.2012 10:35 Uhr

"In bunten Bildern wenig Klarheit!"

Lärm ist keine physikalische Größe! Der Schall ist die physikalische Größe. Lärm ist eine Denk- und Konzentrationsstörung, eine Kommunikationsstörung, eine Schlafstörung und eine Gefahrenmeldung, die zu autonom ablaufenden Reaktionen der körperlichen Steuermechanismen führt. (Auch ohne das Geschwätz von Psychologen.) Um diese Effekte auszulösen, reichen Schallpegel ab 40 dB(A), die im andauernden Fall zu chronischen Veränderungen, sprich Krankheiten führen. Der Staat betreibt symbolischen Lärmschutz zu Gunsten von Lobbyisten und zu Ungunsten der Bevölkerung und ignoriert damit Grundrechte. Körperliche Unversehrtheit kann nur in Unrechtsstaaten abgewogen werden gegen Mobilitätsinteressen. Die Volkswirtschaft wird dadurch zugunsten einer Feudalwirtschaft massiv belastet und geschädigt. Ohren kann man nicht verschließen! Darum gewähren demokratische Staaten wie die Schweiz ihren Bürgern ein Mitspracherecht darüber, was ungefragt in sie eindringen darf!

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Ulrich Hausdorf

Lärm - ein nicht leiser werdendes Thema

Wer mal nach diesem Titel sucht, wird schnell auf einen Artikel von mir aufmerksam. Dort findet man Ideen und Ansätze zur Lärmbekämpfung in der Industrie.

Aber woran krankt den unser System? Antwort: Die Beratungsresitenz der Entscheidungsträger sowie die fehlende Einsicht, dass Lärmschutz nicht ein Kostenfaktor ist, sondern Rendite erwirtschaftet. Allein Verkehrlärm verursacht volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe und um es deutlich zu sagen, sind wir zu dämlich diese Kosten zu reduzieren.

Dabei gibt es einfache und auch bezahlbare, sogar kostengünstige Lösungen. Vielleicht lohnt es sich einen tatsächlichen Fachberater zu fragen.

Lärm in unseren Innenstädten wird beklagt! Da muss ich mich wirklich fragen, ob der Verstand inzwischen vollkommen weg ist bei einigen Klägern. Akustisch wirksame Fassaden sind kein Hexenwerk! Mal den Fachmann fragen!!

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Holger Boß

Dezibelkampagne aus dem Lärmel geschüttelreimt


Wer nicht hören will muß fühlen.

Krach, Bäng, Wumm, Rumms

Stört es Sie an der Autoschnellstraße zu wohnen?
Neinnnn, Neinnnn, Neinnnn, Neinnnn …

Es ist nicht nur die Lautstärke, sondern die Intensität, die krank macht.

LRADs und MRADs

Unhörbarer Schallteilchenschauer, schwer und druckvoll, wie gegen eine Mauer, durch Maut und Knochen.

Tesla-Roadster Soundkits

„Das Elektron hat die Physik erobert; und viele verehren das neue Idol recht blind.“ (Zitat H. Poincarè)

Sound of E-Motion

Für die Nomaden, ist wohl nur der Tiefflieger eine Lärmbelästigung, für die Sesshaften dagegen, wird jedes Wachsen eines Grasshalms zur Zerreißprobe.

Soundscape & Songlines

Die mikroelektronische Revolution ist leiser, als die Industrielle. Der Lärm kommt schleichend daher, als störendes Lüftergeräusch.

Besser Ohrwurm als Ohrenschmalz

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Heinrich Höschen

Warum tun wir uns das an?

... eine vorzügliche Abhandlung zum Lärm. Nicht deutlich angesprochen aber ist der Lärm, in den wir uns freiwillig begeben: alle Konzertveranstaltungen, bei denen mittels Verstärker die größten Hörschäden entstehen, für die dann die Allgemeinheit aufkommen muß!
Ein anderer Punkt, Beispiel Fliegen: wenn ich selbst im Flugzeug sitze auf dem Wege zu meinem Ferienziel, so stört mich der Lärm nicht,aber wehe, andere tun es. Wer will Lärmquellen meiden, wenn er/sie selbst den Vorteil davon hat, z. B. Arbeitserleichterung - wobei ich im Laubblasen keine Arbeitserleichterung sehe ...

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Reinhard Schmidt

Der lautlose Hund

Wir tun schon etwas gegen den Lärm, aber es ist unglaublich wie grundsätzlich eine der häufigsten und lautesten Lärmquellen ignoriert wird. Der Hund ist lautlos. Dann gut Kläff, Hauptsache jeder Hundebesitzer kann so rücksichtslos sein wie er will.

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Katherina Fiege
Katherina Fiege (Katef) - 25.08.2012 13:11 Uhr

Alt-Heidelberg, Du laute...

In Heidelberg wird seit über 10 Jahren über das Thema "Lärm in der Altstadt" diskutiert. Hier geht es nicht um die Geräusche am Tage, sondern über das nächtliche "Ende der Welt" in der Heidelberger Altstadt. Denn seit einigen Jahren wurden die Sperrstunden verkürzt. Wir hätten sie gerne wieder verlängert, auf den Stand von vor 2001, so daß mir mein Menschenrecht auf Schlaf wieder gewährt wird. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, daß die Stadt sich darum schert, wie es denn die arbeitende Bevölkerung, die hier immerhin lebt und die horrenden Mieten zahlt, es gerne hätte. Im Gegenteil. Ein kleiner Eindruck: Ballermann am Neckar ist ein weiterer Name für die nächtliche Situation. Gröhlen, Kreischen, Massenbewegungen, Alkoholexesse, Flatratesaufen, Alkoholvergiftungen, Schlägereien und Gepöbel, öffentliches Urinieren an jede Ecke, Kotzen in die Hausflure....Besoffene Studenten, JungesellInnen und Touristen von Dienstags bis Samstags, 23-6.00h morgens. Unglaublich.

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Michael Vorwerk

Höllensturz

Darf ich es wagen: eine sadistische Bestrafungsphantasie zu offenbaren? Sie gilt dem Erfinder und allen Anwendern des Laubsaugers (der in Wahrheit ein Wegbläser ist): ihnen sei eine Hölle eingerichtet, gegen die sich die Marter des Hl. Johannes als wellness-weekend ausnimmt. Alle Tage sollen sie, ich imaginiere es lustvoll, gehalten sein tief unterhalb von allem, was lebt, und sollen nur eines leiden: hören, hören, hören. Da wird sein ein Schreien und Heulen und Gilfen, und sie werden ihre Zungen fressen, denn Satan selbst, der große Tonsetzer, hat die Posaunen ersetzt durch Laubsauger, und sie werden intonieren ein höllenhaftes accelerando und fortissimo, und werden es nennen Die Zweitaktsymphonie.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 16:42 Uhr
Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 26.08.2012 16:42 Uhr

@ Michael Vorwerk ".....eigener Beteiligung an der nützlich-stillen Tätigkeit des Laubrechens lieber

Laubsauger verwünscht.“

Welch Philosoph ist an Ihnen verloren gegangen, ein Jammer.

„...wie heißt dann die Hauptstadt von Finnland?“

Welch Frage, doch die Antwort folgt sogleich. Diese Hauptstadt liegt der estnischen genau gegenüber. Doch gemuht gefragt, wie heißt sie nur?

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Michael Vorwerk

Laub und Logik

Das Thema Logik läßt mich einfach nicht los. Es sind diese Fälle entgleister oder unterbliebener Anwendungen dieser gewiß nicht ganz einfachen – oder gerade in ihrer Einfachheit so anspruchsvollen – Kunst. Ein Beispiel: Wer etwa den Zweitakt-Laubsauger kritisiert und dessen Erfinder zur Hölle wünscht, muß zwingend ein Faulpelz sein, der den anderen das Laubwegblasen im Zweitakt überläßt und statt eigener Beteiligung an der nützlich-stillen Tätigkeit des Laubrechens lieber Laubsauger verwünscht. Derlei Gemuhe erinnert mich an eine Denksportaufgabe, über der ich seit Jahrzehnten brüte: Wenn Lima die Hauptstadt von Peru ist, wie heißt dann die Hauptstadt von Finnland?

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Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 26.08.2012 13:39 Uhr

@ Michael Vorwerk ".....ihnen sei eine Hölle eingerichtet,...."

Versagen Sie sich dieser Hölle, schließen Sie sich mit den Mächten der Hausgemeinschaft zusammen und machen Sie dem Laub vor der Türe mit dem Laubbesen den Garaus, ganz ohne Laubbläser und Zweitaktgeräusch. Welch eine Wohltat für Ohren und Gemüt. Doch Halt, dies wäre mit körperlichem Einsatz verbunden und da man schließlich zahlt, haben andere dieses Werk zu verrichten, es bleibt die Kritik des damit verbundenen Lärms.
Ich hoffe Sie fühlen sich wohl und sind gesund, trotz des vielen Lärms, der sehr wahrscheinlich nach weniger als einer Stunde weitergezogen ist.

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Thomas Brett

Jammern auf hohem Niveau

Das neue deutsche Wutbürgertum hat sich jetzt also dem Kampf des Lärms auf die Fahnen geschrieben. Als Handwerker kennt man das ja schon. Je gut situierter das Viertel desto sensibler die Ohren. Toleranz gegenüber Lärm und Dreck die auf einer Baustelle nun einmal anfallen kann man allenfalls erwarten, wenn es um das eigene Haus geht und selbst das ist nicht einmal sicher.
Im Verkehr ist es ähnlich. Wer bitte kauft sich denn ein Fahrzeug für tausende von Euro, um sich dann mit der Geschwindigkeit eines Mofas durch die Stadt zu bewegen. Wobei die Meinungen über Lärmbelastung bei 30er Zonen ja auch auseinander gehen. Wenn also die solventen Damen und Herren nicht schlafen können, warum investieren sie dann nicht einfach in eine schallisolierte Wohnung ? Es ist natürlich für das eigene Porte-Monnaie besser es auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Geiz ist geil.

Wer übrigens mal drei Monate in Indien war, wird feststellen das es in Deutschland keinen Lärm gibt.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 10:53 Uhr
Michael Vorwerk

Logik

Ein Mißstand verliert nichts von seiner Dimension, weil er womöglich nicht der einzige oder der schlimmste seiner Art ist. Ein Unfall mit drei Toten bleibt ein Unfall mit drei Toten auch dann, wenn bei einem anderen Unfall fünf Tote zu beklagen sind. Herrn Bretts Hinweis auf indische Verhältnisse, weitgereist und weltklug wie er so daherkommt, ignoriert diese elementare Logik.

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Thomas Brett

zivilisiert

Wenn Sie es mal wirklich wissen wollen, arbeiten Sie mal ein paar Jahre als Arbeiter auf dem Bau. Dann werden Ihnen die Phantasien der zivilisierten Welt entschwinden. Zugegeben, Besser arm in Deutschland als arm in Asien. Wenn Sie übrigens in Indonesien morgens um halb fünf senkrecht in Bett stehen, hat das weder mit Kolonialisierung noch mit Kreuzrittertum zu tun, sondern mit dem netten Herrn vom Minarett gegenüber.

Milliarden von Menschen ertragen auf der ganzen Welt ein vielfaches von dem Lärm den wir bei uns ertragen müssen. Aber nur der gut situierte Deutsche jammert, lamentiert und reglementiert. Den Deutschen geht es offenbar zu gut, daß sie keine andere Sorgen als Lärm,Feinstaub etc haben.

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Gisela Zimmermann

Warum tun wir uns das an?

Auch auf einer Baustelle würde sich mancher Lärm vermeiden od. reduzieren lassen, wenn bei der Arbeit auch der Verstand mitarbeiten würde. Aber dem steht gegenüber: Konsum, schneller, höher, weiter! Hersteller von Maschinen jeglicher Art, könnten leisere entwickeln, die dann natürlich mehr kosten würden! Soviel zu:"Geiz ist geil!" Außerdem sind wir hier nicht in Indien, sondern in der sogenannten „Zivilisierten Welt“ Und das, was in Indien abläuft ist nicht die ursprüngliche „Indische Kultur“ sondern das, was die sogenannten „Zivilisierten Welt“ daraus gemacht hat! Stichwort: „Kreuzritter. Kolonialisierung“!

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Michael Vorwerk

Reisen bildet

aber nicht immer und nicht jeden.

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K Zinser

Beim Landratsamt Biberach wird Akteneinsicht verweigert wenn ..

sie schauen wollen nach welchen Regeln Strassen beruhigt und Umgehungsstrassen gebaut wurden. Für den Kernort von Bad Schussenried (es ist keine Kurstadt mehr) wurde mit Landesmitteln - ohne dass es im Bedarfsplan war - eine Umgehungsstrasse gebaut. Hierfür wurde auch ein Grossteil des Kommunalen Einnahmen verwendet. Der Ort ist hochverschuldet.

Bei regulär parkenden Pkw in den Vororten - wo der Verkehr regelmässig zunimmt (Kieslaster; 200 PS Traktoren und Abschleppdienste auch am WE und nachts) - werden regelmässig die Scheiben eingeschlagen.

Inwieweit politische Korruption durch die Mitglieder der Kommunalparlamente herrscht ist - auch durch die immer noch nicht ratifizierte UN Konvention gegen Abgeordnetenbestechung - nur schwer nachzuweisen m.E. aber offensichtlich. Auch im Landratsamt scheint einiges komisch.

Österreich hat für LKW bedeutend geringere Lärmpegel. In der Schweiz dürfen Nachts keine LKW fahren. In Deutschland scheint der Bürger dem Staat vollkommen egal.

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Dounia Moon

Es gibt eigentlich nur eine einzige Lösung

Ohropax. Ich wohne in einer Großstadt an einer überirdischen U-Bahntrasse. Wenn ich den Leuten auf die Frage antworte, in welcher Straße ich wohne, dann folgt unisono "Oh, wie schön". In dieser Stadt für diese oberirdische U-Bahntrasse durch ein hochpreisiges, extrem nachgefragtes Viertel. Ich habe mich darüber immer gewundert, weil in Berlin war das die Linie 1, die durch das abgerockte Kreuzberg zum Kottbusser Tor führte. Da wohnte "man" nicht. Hier in dieser Stadt ist es schick, an dieser lauten Trasse zu wohnen. Merkwürdig. Ich drücke mir jedenfalls seit fast zehn Jahren Nacht für Nacht Ohropax in die Ohren und bin süchtig danach. Mittlerweile kann ich selbst auf totenstillem Land nachts nicht mehr ohne diese "kleinen Helfer" ruhig ein- und durchschlafen. Ich bin froh, dass es diese Dinger gibt und in der Welt sind sie unerlässlich.

Ach so: Eine Bitte für die Tageszeiten, bei denen ich kein Ohropax tragen kann: Mehr Fegen statt höllenlaut Laubblasen.

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Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 24.08.2012 20:12 Uhr

Ich traf eine Freundin und gratulierte ihr zu ihrer neuen Wohnung

Stell dir vor, ich sitze am Laptop und höre ein Rauschen, suche und finde ein Heizkörperventil. Den Hausmeister angerufen, es wurde sofort ausgewechselt. Am nächsten Tag höre ich bupp, bupp, bupp, Pause wieder bupp, bupp, bupp. Nach dem Geräusch gesucht, im Keller war mein Nachbar und spielte Dart. Das habe ich ihm verboten. Gottseidank hab ich gedacht, das du die nicht geheiratet hast. Mein Haus befindet sich an der Zufahrtsstr. zu 3 Märkten, einer Tankstelle, 100 m weiter eine vielbefahrene Bundesstr mit Ampelkreuzung, der Jüngste meiner Nachbarn fährt mit seinem Trecker auf dem Wohnhof seine 3 Geschwister spielen, ich sitze vor der Tür, lese und freue mich, das ich noch nicht tot bin. Der Rettungswg fährt 5x am Tag, die Feuerwehr 2x im Monat zum Fehlalarm im Altenheim. Lärm, ist etwas anderes als Geräusche, die vorübergehen. Dazu gehören auch Laubbläser, Rasenmäher oder die Musik des Nachbarn. Also, Lüüt, lütt beten mit de Welt.

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Heinrich Franzen

Wohl auch aus leidvoller Erfahrung (~5,1 Schwangerschaften),

aber mehr aus gewonnener Einsicht dies: Das Grundproblem bei nahezu allen belastenden, schädigenden Einwirkungen und Angelegenheiten ist die selbstherrliche, oft gesetzesunkundige, rücksichtslose Haltung: Ich darf das. Mit der geistig-moralischen Wende ging in der Gesellschaft die Frage über Bord: Tut man das? Diese muß wieder geweckt werden! Deshalb ist in den Lehrplänen die Beschäftigung mit Ethik und Religion vorrangig. Ist in Familie und Schule das Fundament fürs Menschsein gelegt, läßt sich Wissen aufsetzen. Ansonsten: Armes Deutschland ...

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Egon Weissmann
Egon Weissmann (EgonOne) - 24.08.2012 18:42 Uhr

What was that? Say again!

Sorry ich konnte nicht alles da mitkriegen. Zuviel Laerm egal wo ich hin gehe.
Aeltere Bekannte schalten die Hoergeraete ab und laufen mit goettlichem Grinsen durch den Verkehr, ohne einen 10-Tonner Diesel zu hoeren der heranbraust. SOS.
Volle Zustimmung mit all dem Laerm. Man kann sich kaum beim Denken hoeren von all den Decibels.
Eventuell kommt doch noch eine Besserung, denn letzt hat mich ein Bursche mit Elektromotorrad erwischt. Ich hoerte ihn nicht kommen, und trat vom Gehweg, beinahe in sein Geraet. Dazu war der Mensch noch boess. Ich blieb sprachlos. War wohl der Schock.
Also, so weit wie moeglich, weg mit dem Laerm -- aber a Bissel Laerm is OK wo es hilft.
Was haben's gsacht? Oh ja, ich dreh das Hoergeraet hoch.
"Ja auch fuer Sie, wuensche ich einen schoenen Tag."
Pax vobiscum

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Jürgen Meier
Jürgen Meier (jm0001) - 24.08.2012 16:25 Uhr

Lärmquellen bekämpfen

Es fängt schon damit an, dass der Gesetzgeber völlig versagt. Warum gibt es einerseits Lärmschutzgesetze, andererseits PKW-Sportauspuffanlagen, die völlig sinnfrei noch mehr Lärm erzeugen als wenn sie nicht montiert wären oder besser noch gleich verboten werden. Offenbar bedient hier der Gesetzgeber nur wieder die entsprechende Lobby. Motorräder werden auch immer lauter statt leiser, im Sommer sind deren Betreiber völlig ohne Hirn dabei, auf sich mit möglichst viel Lärm aufmerksam zu machen. Ich bin schon lange nicht mehr sonderlich erschüttert, wenn so eine Person gegen eine Wand fährt, ist dann halt eine Lärmquelle weniger. Grundsätzlich ist Lärm qualifiziert messbar, unabhängig von seiner Quelle oder politischen Vorgaben nach dem Motto, "was Lärm ist, bestimmt das Gesetz". Falsch! Was Lärm ist, das bestimmt das Messgerät. Es wird aber dank CDU/FDP Versager Regierung keine Lösung für dieses Problem geben.

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 24.08.2012 16:16 Uhr

Kindergeschrei überall

Mich nervet besonders, dass Eltern nicht dafür sorgen, dass Ihre Kinder sich überall benehmen als währen sie zu Hause. Dieses Geschreie und Geheule ist echt nervig besonders in Cafés wo ich entspannen will. Die Cafés sollten mal darüber nachdenken eine Familenecke einzurichten, da können dann die Kinder sich gegenseitig zuheulen, und unsereis kann die Ruhe genießen.
Übrigens Verkehrslärm kann ich besser ertragen als schreiende Kinder. Jedem sein eigener Lärm:)

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.08.2012 22:15 Uhr
Marzo Matto
Marzo Matto (maerzc) - 27.08.2012 22:15 Uhr

Gemeinschaft ...funktionieren...Mich schaudert

Lebensfeindlich, was Sie da loslassen, liebe Frau Zimmermann. Niemandem sollabverlabgt werden, dass er "funktioniert".

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Gisela Zimmermann

Warum tun wir uns das an?

Und trotzdem, kann man Kindern sozialverhalten nahebringen! Es ist zum Wohle der Gemeinschaft, denn nur so wird sie Funktionieren!

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 24.08.2012 18:55 Uhr

Je mehr Lärm Kinder machen, desto ruhiger wird es danach

Und auch die wilden Bestien schlaffen in der Nacht und sind nie eine besonders störende Lärmquelle. Ebenso Haustiere wie Katze und Hunde stören nicht wie manche erwachsenen Menschen

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Christian Wächters

ja genau!

Ich wollte die Autorin Frau Schmidt schon darauf aufmerksam machen, dass ihre letzte Aufzählung "eine Bevölkerung, die [...]fliegt, fährt und reist, wie es jedem passt" vergessen hat, Kinderkriegen und Spielen mit anzuführen.
Zum Glück ingrnoriert die Polizei seit kurzem Beschwerden über den Lärm von spielenden Kindern. Schade, dass dafür Musikern das öffentliche aber unverstärkte Spielen immer schwerer gemacht wird. Ich finde, Herr Harald und Co. sollten in ein richtiges Vakuum ziehen!

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Jim Doe
Jim Doe (pakmun) - 24.08.2012 15:22 Uhr

Lärm - eine verkehrsbezogene Betrachtung

Lärmbekämpfung ist Sache des Gesetzgebers auf allen Ebenen. Auf Bundesebene sind damit auf der einen Seite das Umweltministerium (CDU) und auf der anderen Seite Wirtschafts- (FDP) und Verkehrsministerium (CSU) und last but not least die zugehörigen Lobbyverbände mit der Thematik befaßt. Und an dieser Stelle kann man sich ausmalen, wie die Chancen sind, folgendes für betroffene Bevölkerungsteile zu lösen oder zu lindern:

a. Autobahnen oder Bahntrassen mit Lärmschutzwänden auszustatten oder zu "deckeln"
b. Güterzüge mit leiseren Bremsen (Technik seit Jahren verfügbar) auszurüsten
c. Flughäfen mit Nachflugverbot zu belegen
c. Langfristig Mopeds, Roller etc. mit Zweitaktern ("Kreissägen") aus dem Verkehr zu ziehen.

Um nur einige zu nennen.

Genau - es wird außer vielem Blabla gar nichts passieren. Lärm ist /ein/ Preis für Mobilität, auf die ja nun keiner verzichten will.

Schöne Grüße aus der Stadt, die im NRW-weiten "Lärmranking" 2011 eine Goldmedaille bekommen hat

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.08.2012 17:02 Uhr
Jürgen Meier
Jürgen Meier (jm0001) - 24.08.2012 17:02 Uhr

Das stimmt so nicht

Lärm ist sicherlich ein Preis der Mobilität. Aber diese wiederum kann man mit so wenig Lärm wie möglich erreichen.

Sportauspuff: verbieten
Motorräder: leiser
2-Takter: gleich verbieten, Lärm und Gestank nicht mehr zeitgemäß
Quads und ähnlichen Schwachsinn: verbieten, wurde nur durch Lobbyarbeit überhaupt genehmigt.

Wichtig ist, Spaßlärm zu unterbinden.

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Doris Jung
Doris Jung (DorisJung) - 24.08.2012 15:13 Uhr

Das wird aber dauern, mit dem "Lärmbewusstsein"...

das ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr da, verstärkt z.B. durch das Verhalten des Publikums in TV-Shows. Da wird gekreischt und gebrüllt bis zur Schmerzgrenze. Früher war das ein Markenzeichen von RTL et al - inzwischen scheinen es die ÖffentlichenRechtlichen auch gut zu finden.

Mit der Weiterentwicklung von elektronischen Verstärkern und deren Einsatz in Konzerten - inzwischen auch in Klassik-Konzerten steigt der Geräuschpegel in denselben. Ein Grund warum ich keine Konzerte mehr besuche.

Vor mehr als 25 Jahren gab es ein Konzert in der Frankfurter St. Leonhardskirche. Die Musiker, eine kleine Gruppe, traten mit Verstärkern, Mikros etc. auf. Es schien sich in Fachkreisen noch nicht herumgesprochen zu haben, dass Kirchen eine ausgezeichnete Akustik haben...

Soviel zum "Lärmbewusstsein."

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Roland Magiera

"Warum tun wir uns das an?"

Diese Frage wurde in den Zeilen davor erschöpfend beantwortet.
"Straßenverkehrslärm, Fluglärm, Schienenverkehr,dazu kommen Industrie-, Freizeit- und Nachbarschaftslärm."
Kurz das was uns reich macht. Wer den Lärm abstellt stellt den Wohlstand ab. Das ist der Preis dafür.

Allerdings gibt es Auswüchse wie diese Laubbläserbrigaden von der Stadt, die dann gern einmal einzelne Blätter mit ihrem stinkenden und knatternden Zweitakter jagen. Das gehört unterbunden aber dafür sind die Politiker zu blöde und zu weich. Ganz im Gegenteil hat die SPD die gesetzliche Mittagsruhe abgeschafft. Seitdem bin ich traumatisiert von Steinkreissägen, es ist ausgeschlossen zu lernen, wenn diese Irren von früh morgens bis abends sägen und sägen und sägen, ohne Gnade zehn Stunden durch bei weit über 30 Grad. Wenn so ein Ding jetzt von weitem ertönt, würde nicht zögern die anzuzeigen, wenn sie nur ein paar Minuten überziehen.

Da haben wir einen wichtigen Punkt, die Leute lassen sich einfach zu viel gefallen!

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Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 24.08.2012 15:07 Uhr

Die angenehmsten Viertel einer Großstadt kann am besten mit dem Gehör finden

Ruhe ist ein Luxus, den sich leider nicht jeder leisten kann, der aber jedem zustehen sollte.

Toleranz steht heute, politisch korrekt, über dem Recht auf Ruhe.

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Hans Lutz Oppermann

Die unbeschreibliche Leichtigkeit der Stille

Wie wichtig das Thema ist, habe ich erfahren, wie ich vor vielen, vielen Jahren nach einer langen Fahrt in den Osten der Republik/ Königerode nachts in "the middle of nowhere" ausgestiegen bin und rein gar nichts gehört habe und nur noch Stille wahr nahm - ich hatte das Gefühl meine Ohren wurden von einem Grundrauschen befreit, das war mehr als verblüffend und sehr erholsam - eine unbeschreibliche Leichtigkeit der Stille, so würde ich das Erlebnis beschreiben.

Ähnliches habe ich dann Jahre Später in einem Museum erlebt, indem zur besseren Illustration von Ruhe, ein Raum so verbaut war, dass jede Reflexion von Schallwellen unterblieb.

Vollständige Stille wünsch ich mir, zur Erholung meiner Ohren des nachts. Tagsüber bin ich glücklich, wenn mich in meinen vier Wänden das Ticken meiner Wanduhr begleitet und ein angemessenes Sound-design am Arbeitsplatz meine Arbeitslust steigert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.08.2012 15:41 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 24.08.2012 15:41 Uhr

"the middle of nowhere"

Wenn Sie zu Fuß um den ganzen Starnbergersee herum gehen, werden Sie mit den Ohren feststellen, dass die Gegend nicht nirgendswo ist. Stille findet man eher, wenn man von Geltendorf nach St. Ottilien zu Fuß geht, oder besser, irgendwo zwischen Kloster und Ammersee.

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