19.02.2004 · Es kommt selten vor, daß Kunstausstellungen in der "Tagesschau" mit üppigem Lob bedacht werden. Wenn es sich bei der Rezensentin um eine Pressefrau des Verlages handelt, der den Ausstellungskatalog druckt, sind Zweifel angebracht.
Es kommt selten vor, daß Kunstausstellungen in der "Tagesschau" mit üppigem Lob bedacht werden; so gesehen konnten sich die Veranstalter der zuvor scharf kritisierten Ausstellung "Das MoMA in Berlin" freuen, wie euphorisch die ARD vorgestern ihrer gedachte: "So kompakt" und gleichzeitig "luftig" habe man die "wichtigste Sammlung" der Welt noch nie gesehen, hieß es in einem Beitrag; auch "die Journalisten" seien "begeistert".
Nun hatte sich kaum ein Journalist bisher restlos begeistert geäußert, die "Tagesschau" aber hatte eine angebliche Journalistin aufgetrieben, die vor der Kamera erklärte, die Schau sei "das Nonplusultra". Namen und Arbeitgeber der "Journalistin" erfuhr der Zuschauer aus guten Gründen nicht: Die befragte Dame war Meike Gatermann, Pressefrau des Verlages Hatje und Cantz, der den Ausstellungskatalog druckt.