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Netzpolitik Rückkehr der Internet-Zombies

 ·  Wer geglaubt hatte, dass auch konservative Parteien zeitgemäße Netzpolitik betreiben wollen, muss enttäuscht sein: Nach ersten Ansätzen droht nun die Rückkehr zu einer klassischen Klientelpolitik.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (6)

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Andreas Tepe
Andreas Tepe (NetFox) - 03.02.2012 20:36 Uhr

@Thomas Seifert

Was Sie allerdings vergessen ist, daß die eine Klientel sich Gedanken um die Freiheit des Bürgers macht, die andere nur um ihren persönlichen Gewinn. Solche Konflikte sind in einer Demokratie gerechtfertigt und sogar gewünscht.

Was allerdings nicht gerechtfertigt ist, ist die Tatsache, daß die eine Klientel trotz größerer Stimmenanzahl weniger Einfluß hat, als die Klientel, die die größeren Spenden (und Bestechungsgelder?) aufbringen kann. Das wiederum widerspricht dem demokratischen Grundgedanken. Soviel zu Ihrem Punkt 1.

Wenn Ihr Punkt 2 zutreffend ist und ich meine obige Argumentation gelten lasse, dann ist das Verhalten der Politiker als sogar nicht viel schlimmer zu bewerten: Diese Menschen richten sich also wissentlich gegen die Interessen und das Wohl des Volkes. Das stimmt dann weder mit ihrem Auftrag vom Volk, noch mit dem geleisteten Eid (so er denn geleistet wurde) überein.

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Dr. Andreas Frick

Der Zugriff ist entscheidend

Die Politiker folgen grundsätzlich in ihren Entscheidungen irgendwelchen Interessengruppen und Sponsoren. Wäre das anders, hätten wir den Euro nicht, das Volk wollte ihn nämlich nicht. Insofern ist diese Republik korrupt. Und die meisten Politiker haben auch keine Ahnung. Leute, die fundierte Kenntnisse haben, werden am Aufstieg systematisch gehindert, weil die nicht so leicht zu manipulieren sind. Und bei der ganzen Ochsentour um wiedergewählt zu werden, bleibt auch keine Zeit, sich wirklich mit etwas auseinanderzusetzen. Aber im Polizeialltag ist eine Speicherung der Verbindungsdaten sehr nützlich, das bestätigt jeder Praktiker. Das Problem ist die Herausgabe an die Rechteverwerter wie Plattenfirmen wegen harmloser Vergehen. Die muß unterbunden werden, und das passiert nicht, weil diese Interessengruppen viel zu stark sind. Der Richtervorbehalt bei der Auskunft ist inzwischen eine Lachnummer.

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Thomas Seifert

Naiv im Netz

Ein naiver Blick auf die Netzrealität. Kriegt man im Maschinenraum rechteckige Augen?
1. Klientelinteressen lassen sich auf beiden Seiten der Netzdebatte ausmachen. Es geht nicht einfach nur um die Interessen gieriger Verwerter, die das "Recht" an ihrem Content gegen das Rezipienteninteresse der "Netzgemeinde" verteidigen. Nein, natürlich fechten hier Neu-Verwerter (also die großen Anbieter von Netz-Services) gegen die Alt-Verwerter, wobei erstere die Konsum-Interessen der Netzgemeinde vorschicken. Und da weiß ich nicht, warum ich Facebook mehr als irgendwelchen Plattenfirmen über den Weg trauen sollte.
2. Noch ganz was anderes ist die Vorratsdatenspeicherung. Die Behörden hinter Friedrich sind alles andere als "Internet-Ausdrucker". Gerade weil sie die völlig neuartigen Chancen der Technologie für ihre eigene Kontrollmacht sehr gut erkannt haben, sind sie scharf auf unsere Daten - und nicht wegen irgendwelcher übermächtigen Kriminalitäts-Gefahren aus dem Netz.

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Eduardo Preuß
Eduard Preuß (windei) - 03.02.2012 15:09 Uhr

Danke Frau Kurz

genau so ist es!

VDS, ACTA, PIPA, SOPA ... wenn da mal keine schwarzen Köfferchen im Spiel waren.

Nun ist natürlich die Politik gefragt - Lieferzeit.

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 03.02.2012 14:27 Uhr

Die CDU wird halt die Jugend verlieren. So what?

Wissen ist Macht und Wissen wird heutzutage über das Internet verbreitet. Die Herrschaft um das Wissen von weltweiten Trends, Ereignissen, Wissenschaftlichen Ergebnissen möchte ich nicht an meine Lokalzeitung abgeben und ich bin zu faul, um eine Literturrecherche an der örtlichen Bibliothek durchzuführen.

Wenn Wissen unsere Zukunft bestimmt, ist die CDU anscheinend die falsche Partei.

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Thorsten Haupts
Thorsten Haupts (ThorHa) - 03.02.2012 14:10 Uhr

Warum sollten sie?

Wo ist der Anreiz, konservative Parteien zeitgemässe Netzpolitik betreiben zu lassen? Kann man dadurch irgendwo mehr Wähler gewinne, als man genau damit woanders eventuell verliert? Ist die Antwort "Nein" oder "Wahrscheinlich nicht", hat man die Begründung selbst gefunden.

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