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Der gläserne Leser Wer liest, der wird gelesen

 ·  Wer einen E-Book-Reader benutzt, konsumiert nicht nur Daten, sondern erzeugt sie auch. So erhalten Verlage erstmals Einblick in Leserköpfe. Wo bleibt der Datenschutz?

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (12)

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Dirk  Lehmann

Auch. Von mir herzlichsten Dank fuer den Artikel

... Der das rasante Ùbergreifen der Kontrolle und Aushorchung der Bürger durch Markt- und auch Machtkartelle mit einem weiteren beispiel beleuchtet.

Was unerwähnt bleibt, aber deutlich gesagt werden muss:
Der Politik sind diese Probleme bestens bekannt, aber sie schreiten nie ein.

Ganz im Gegenteil, sie machen sich nur allzu gerne zu Komplizen.

Sony hat ja sogar in seinem unendlichen Verfolgungswahn in den USA vor etlichen Jahren CDs verkauft, welche automatisiert bei ( LEGALEM!!) Abspielen der CD auf einem Rechner dort automatisch einen Trojaner installierte, der alle möglichen Nutzdaten unbemerk an den Hersteller sandte.

Als das nach etlichen Jhren herauskam, wurde der Verantwortliche Konzern nicht zur Rechenschaft gezogen, Konzernchef blieb unbehelligt - der Konzern bot nur grech an, den betroffenen Kunden eine CD ohne Trojaner zur Verrfügung zustelen !!!
Gleichzeitig werden Heranwachsende mit allen möglichen Methoden kriminalisiert und wirtschaftlich zu ruinieren versucht...

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Jens Hartmann

Auch FAZ.net analysiert Nutzungsverhalten (?)

Ich finde den Artikel gut, allerdings habe ich vermisst dass der Autor an der Stelle selbstkritisch reflektiert, inwiefern auch FAZ.net das Verhalten seiner Nutzer analysiert. Stichwort Views, Page Impressions, Cookies, Klick-Verlaufswege, Verweildauer.

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Thomas Mank
Thomas Mank (tgamank) - 24.11.2012 08:59 Uhr

Zwang für zukünftige Autorinnen und Autoren

Werden zukünftige Autoren ihre Texte auf das statisch erfasste Leserverhalten hin optimiert verfassen (müssen)?

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thomas ackermann

Selbst Schuld!

Ja, zunächst auch mein Dank an die FAZ. Ich kenne kaum ein Medium, was sich diesem Thema oder ähnlich unangenehmen Themen (Beispiel: Organspende) so herrlich kritisch annimmt. Im besten journalistischen Sinne (Ein Grund, warum die FAZ auch nicht dem Schicksal der FTD folgen wird). An die werten Mitdiskutanten aber ein Tipp. Selbst schuld, wer heute noch seine wa(h)re Identität preisgibt. ich mache das schon lange nicht mehr. Ob auf Facebook oder bei einem Email-Account. Und noch etwas: EBook-Reade sind doch Schrott. Ich habe einen. Darauf sind ganze vier Bücher, von denen ich keines zu Ende gelesen habe. Lesen hat für mich mit Genuß und Muße zu tun - das ist eben nur mit Papier möglich und nicht mit digitaler Daten-Abzocke.

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Karl Bass
Karl Bass (ichinen) - 23.11.2012 23:44 Uhr

Valider Punkt, aber da kann man selbst etwas tun

Und zwar mit auch neuen E-Book Readern:
-Wireless ausschalten
-Bücher auf den PC laden und nur per USB übertragen (das geht auch mit Amazon)
-Wenn man will, vorher mit Calibre oder ähnlich in Standard Mobi konvertieren, sprich den Kopierschutz entfernen
-Fragen nach Bewertungen der Bücher ignorieren

Nachdem ich etliche Male mit 3000+ Büchern umgezogen bin, finde ich Ebooks einfach nur schick.

Amazon oder ähnlich weiß natürlich immer noch welche Bücher man gekauft hat, aber das ist bei der lokalen Buchhandlung genauso, wenn man elektronisch bezahlt. Wenn man keinerlei Spuren hinterlassen will, geht das nur mit völligem Verzicht auf elektronische Bezahlung, was damit auch völligen Verzicht auf Geschäfte über das Internet heißt.

Eigenverantwortung kommt anscheinend aus der Mode. Jedes Unternehmen und auch der Staat werden alle Daten auswerten, deren sie habhaft werden können. Datenschutz hin oder her. Wenn man das nicht will, sollte man sehr vorsichtig damit sein, was man preisgibt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.11.2012 11:58 Uhr
Dietmar Blum

Ebooks schick.....

wenn dies das einzige Kaufargument sein soll?
Ein Lob meinen "altmodisch" gedruckten Büchern > sprechen alle Sinne an..riechen, sind fühlbar etc.

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Erich Jansen
Erich Jansen (Nonosus) - 23.11.2012 18:16 Uhr

Informationskosten?

Eine wahre Horrorvision, selbstverständlich ist der Datenschutz im Bereich der E-Book-Reader ein dringliches Anliegen. Vielen Dank für den engagierten Artikel.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sollte man aber doch hinterfragen, ob das skizzierte Szenario realistische Durchsetzungschancen besitzt. Zur Marketingzwecken mit einer Testversion eignet es sich allemal. Aber auf dem breiten Markt?
Daten sind noch keine nutzbaren Informationen, sie müssen erst analysiert und ausgewertet werden. Dabei entstehen notwendig Kosten, die wiederum das Endprodukt verteuern. Die Frage ist nun: Können die Verlage, die diese Kosten aufbringen, auf dem Markt besser bestehen als jene, die sich auf das Gespür eines menschlichen Lektors verlassen? Können Autoren ohne Mehrkosten dazu gezwungen werden, ihre Bücher "nutzerorientiert" umzugestalten? Lässt sich ein Überraschungserfolg auf dem Buchmarkt zuverlässig prognostizieren? Ich denke, wir sollten die Macht der Datensammler nicht überschätzen!

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Rainer Zuehlke

Eine Frage an die FAZ ...

ich bin Abonnent und lese die FAZ mittlerweile, da dauerhaft um aussereuropäischen Ausland ansässig, mit der FAZ-App auf dem iPad. Kann die FAZ mein Download- und Leseprofil einsehen bzw. aufzeichnen ?

Im Gegensatz zu den (meisten) anderen Kommentaren hätte ich allerdings nichts dagegen einzuwenden. Nur digital kann ich jeden Morgen meine bevorzugte Tageszeitung aus Deutschland "in der Hand halten".

Nicht dass gegen individuelle Rubriken der FAZ etwas einzuwenden wäre - aber (anonymisierte) Lesestatistiken könnten auch für die FAZ (und andere Zeitungen) von Interesse sein.

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Franz Müller
Franz Müller (Franzy) - 23.11.2012 17:27 Uhr

Ältere E-Reader

Was bin ich um meinen kleinen Hanvon N518 froh, einen bereits betagten E-Reader aus dem Jahre 2010, der immer noch trotz einiger kleinen Macken tolle Dienste leistet, der aber völlig vom Netz abgekoppelt ist und nur über den PC/Notebook gefüttert werden kann. Wenn ich mit dem arbeite, ja mittels des Stylus kann man aktiv damit arbeiten, schaut kein Amazon, Apple oder Google zu. Interessant zu sehen, wie auf das befreiende Internet plötzlich ein dunkler Schatten fällt. Die zunehmende Aushorcherei mindert die Attraktivität mehr und mehr.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.11.2012 19:50 Uhr
Horst Schmidt

Ich hab auch so'n altes Teil,

was vom Internet nichts wissen will. Datenübertragung erfolgt per USB. Das finde ich ganz ok. Aber scheinbar sterben diese Geräte langsam aus... Wir sollten den Artikel von Frau Kurz ernst nehmen und uns gut überlegen, welche Einblicke in unser Privatleben wir Unternehmen - und dem Staat - zulassen wollen.

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Bernd Winkler

Der zahlende Kunde ist der Dumme..

Spezialisten, die gar nicht so sehr spezialisiert sein müssen, haben ihre geschlossenen Systeme (Apple, Amazon etc.) per "Jailbreak" geknackt. Dazuhin laden sie sich die Inhalte über Tauschbörsen. Auf diese Weise erfährt der "Urheber" oder Verkäufer der Quelle nichts über den Leser (Hörer etc.) und er bekommt auch kein Geld.

Unternehmen sollten sich gut überlegen, ob die "intelligentesten Mitbürger" sich auf diesem Weg nicht der totalen Überwachung entziehen.
Auch die sog. Urherberrechtsdebatte dürfte gerne um diesen Aspekt erweitert werden.

Ich bin mir sicher: es wird bald ein Unternehmen geben, welches "Nichtüberwachung" als USP versteht - die machen dann das Geschäft. Zu wünschen wäre es.

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Christopher Kern

Learning Management Systeme kennen das schon länger

Hat man jemals ein SCORM-Schnittstelle von innen betrachtet, lässt sich erahnen welche Datenqualität auch in der "post privacy"-Ära abgegriffen werden können. Erschreckend hierbei ist nur, dass dies den Menschen/Usern meist nicht bekannt ist. Web-based-Trainings in der Ausbildung ok, man weis, dass man ausgewertet wird - betrieblich könnte dies sogar Inhalt von Mitarbeiterbeurteilungsgesprächen oder Gehaltsverhandlungen sein.
Für die öffentl.Verwaltung sind wir Bürger eher schon gläsern. Man muss dem Autor recht geben, privat muss das abschaltbar sein! Notfalls durch die Gesetzgebung erzwungen. Aber bis das kommt, sind schon zu viele private Daten angefallen/erzeugt und somit Profile erstellt worden..., welche wohl durch die entsprechenden Unternehmen kaum gelöscht werden dürften.
Und wer bei diesem Spiel nicht mitmacht, wird sich in einiger Zeit Beratungsresistenz vorwerfen lassen müssen...

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