23.11.2012 · Wer einen E-Book-Reader benutzt, konsumiert nicht nur Daten, sondern erzeugt sie auch. So erhalten Verlage erstmals Einblick in Leserköpfe. Wo bleibt der Datenschutz?
Von Constanze KurzRichtlinien für Lesermeinungen
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Auch. Von mir herzlichsten Dank fuer den Artikel
... Der das rasante Ùbergreifen der Kontrolle und Aushorchung der
Bürger durch Markt- und auch Machtkartelle mit einem weiteren
beispiel beleuchtet.
Was unerwähnt bleibt, aber deutlich gesagt werden muss:
Der Politik sind diese Probleme bestens bekannt, aber sie schreiten nie ein.
Ganz im Gegenteil, sie machen sich nur allzu gerne zu Komplizen.
Sony hat ja sogar in seinem unendlichen Verfolgungswahn in den USA vor
etlichen Jahren CDs verkauft, welche automatisiert bei ( LEGALEM!!)
Abspielen der CD auf einem Rechner dort automatisch einen Trojaner
installierte, der alle möglichen Nutzdaten unbemerk an den
Hersteller sandte.
Als das nach etlichen Jhren herauskam, wurde der Verantwortliche Konzern
nicht zur Rechenschaft gezogen, Konzernchef blieb unbehelligt - der
Konzern bot nur grech an, den betroffenen Kunden eine CD ohne Trojaner
zur Verrfügung zustelen !!!
Gleichzeitig werden Heranwachsende mit allen möglichen Methoden
kriminalisiert und wirtschaftlich zu ruinieren versucht...
Auch FAZ.net analysiert Nutzungsverhalten (?)
Ich finde den Artikel gut, allerdings habe ich vermisst dass der Autor an der Stelle selbstkritisch reflektiert, inwiefern auch FAZ.net das Verhalten seiner Nutzer analysiert. Stichwort Views, Page Impressions, Cookies, Klick-Verlaufswege, Verweildauer.
Zwang für zukünftige Autorinnen und Autoren
Werden zukünftige Autoren ihre Texte auf das statisch erfasste Leserverhalten hin optimiert verfassen (müssen)?
Ja, zunächst auch mein Dank an die FAZ. Ich kenne kaum ein Medium, was sich diesem Thema oder ähnlich unangenehmen Themen (Beispiel: Organspende) so herrlich kritisch annimmt. Im besten journalistischen Sinne (Ein Grund, warum die FAZ auch nicht dem Schicksal der FTD folgen wird). An die werten Mitdiskutanten aber ein Tipp. Selbst schuld, wer heute noch seine wa(h)re Identität preisgibt. ich mache das schon lange nicht mehr. Ob auf Facebook oder bei einem Email-Account. Und noch etwas: EBook-Reade sind doch Schrott. Ich habe einen. Darauf sind ganze vier Bücher, von denen ich keines zu Ende gelesen habe. Lesen hat für mich mit Genuß und Muße zu tun - das ist eben nur mit Papier möglich und nicht mit digitaler Daten-Abzocke.
Valider Punkt, aber da kann man selbst etwas tun
Und zwar mit auch neuen E-Book Readern:
-Wireless ausschalten
-Bücher auf den PC laden und nur per USB übertragen (das geht
auch mit Amazon)
-Wenn man will, vorher mit Calibre oder ähnlich in Standard Mobi
konvertieren, sprich den Kopierschutz entfernen
-Fragen nach Bewertungen der Bücher ignorieren
Nachdem ich etliche Male mit 3000+ Büchern umgezogen bin, finde ich
Ebooks einfach nur schick.
Amazon oder ähnlich weiß natürlich immer noch welche
Bücher man gekauft hat, aber das ist bei der lokalen Buchhandlung
genauso, wenn man elektronisch bezahlt. Wenn man keinerlei Spuren
hinterlassen will, geht das nur mit völligem Verzicht auf
elektronische Bezahlung, was damit auch völligen Verzicht auf
Geschäfte über das Internet heißt.
Eigenverantwortung kommt anscheinend aus der Mode. Jedes Unternehmen und
auch der Staat werden alle Daten auswerten, deren sie habhaft werden
können. Datenschutz hin oder her. Wenn man das nicht will, sollte
man sehr vorsichtig damit sein, was man preisgibt.
Ebooks schick.....
wenn dies das einzige Kaufargument sein soll?
Ein Lob meinen "altmodisch" gedruckten Büchern >
sprechen alle Sinne an..riechen, sind fühlbar etc.
Eine wahre Horrorvision, selbstverständlich ist der Datenschutz im
Bereich der E-Book-Reader ein dringliches Anliegen. Vielen Dank für
den engagierten Artikel.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sollte man aber doch hinterfragen, ob
das skizzierte Szenario realistische Durchsetzungschancen besitzt. Zur
Marketingzwecken mit einer Testversion eignet es sich allemal. Aber auf
dem breiten Markt?
Daten sind noch keine nutzbaren Informationen, sie müssen erst
analysiert und ausgewertet werden. Dabei entstehen notwendig Kosten, die
wiederum das Endprodukt verteuern. Die Frage ist nun: Können die
Verlage, die diese Kosten aufbringen, auf dem Markt besser bestehen als
jene, die sich auf das Gespür eines menschlichen Lektors verlassen?
Können Autoren ohne Mehrkosten dazu gezwungen werden, ihre
Bücher "nutzerorientiert" umzugestalten? Lässt sich
ein Überraschungserfolg auf dem Buchmarkt zuverlässig
prognostizieren? Ich denke, wir sollten die Macht der Datensammler nicht überschätzen!
ich bin Abonnent und lese die FAZ mittlerweile, da dauerhaft um
aussereuropäischen Ausland ansässig, mit der FAZ-App auf dem
iPad. Kann die FAZ mein Download- und Leseprofil einsehen bzw.
aufzeichnen ?
Im Gegensatz zu den (meisten) anderen Kommentaren hätte ich
allerdings nichts dagegen einzuwenden. Nur digital kann ich jeden Morgen
meine bevorzugte Tageszeitung aus Deutschland "in der Hand halten".
Nicht dass gegen individuelle Rubriken der FAZ etwas einzuwenden
wäre - aber (anonymisierte) Lesestatistiken könnten auch
für die FAZ (und andere Zeitungen) von Interesse sein.
Was bin ich um meinen kleinen Hanvon N518 froh, einen bereits betagten E-Reader aus dem Jahre 2010, der immer noch trotz einiger kleinen Macken tolle Dienste leistet, der aber völlig vom Netz abgekoppelt ist und nur über den PC/Notebook gefüttert werden kann. Wenn ich mit dem arbeite, ja mittels des Stylus kann man aktiv damit arbeiten, schaut kein Amazon, Apple oder Google zu. Interessant zu sehen, wie auf das befreiende Internet plötzlich ein dunkler Schatten fällt. Die zunehmende Aushorcherei mindert die Attraktivität mehr und mehr.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.11.2012 19:50 UhrIch hab auch so'n altes Teil,
was vom Internet nichts wissen will. Datenübertragung erfolgt per USB. Das finde ich ganz ok. Aber scheinbar sterben diese Geräte langsam aus... Wir sollten den Artikel von Frau Kurz ernst nehmen und uns gut überlegen, welche Einblicke in unser Privatleben wir Unternehmen - und dem Staat - zulassen wollen.
Der zahlende Kunde ist der Dumme..
Spezialisten, die gar nicht so sehr spezialisiert sein müssen,
haben ihre geschlossenen Systeme (Apple, Amazon etc.) per
"Jailbreak" geknackt. Dazuhin laden sie sich die Inhalte
über Tauschbörsen. Auf diese Weise erfährt der
"Urheber" oder Verkäufer der Quelle nichts über den
Leser (Hörer etc.) und er bekommt auch kein Geld.
Unternehmen sollten sich gut überlegen, ob die
"intelligentesten Mitbürger" sich auf diesem Weg nicht
der totalen Überwachung entziehen.
Auch die sog. Urherberrechtsdebatte dürfte gerne um diesen Aspekt
erweitert werden.
Ich bin mir sicher: es wird bald ein Unternehmen geben, welches
"Nichtüberwachung" als USP versteht - die machen dann das
Geschäft. Zu wünschen wäre es.
Learning Management Systeme kennen das schon länger
Hat man jemals ein SCORM-Schnittstelle von innen betrachtet, lässt
sich erahnen welche Datenqualität auch in der "post
privacy"-Ära abgegriffen werden können. Erschreckend
hierbei ist nur, dass dies den Menschen/Usern meist nicht bekannt ist.
Web-based-Trainings in der Ausbildung ok, man weis, dass man ausgewertet
wird - betrieblich könnte dies sogar Inhalt von
Mitarbeiterbeurteilungsgesprächen oder Gehaltsverhandlungen sein.
Für die öffentl.Verwaltung sind wir Bürger eher schon
gläsern. Man muss dem Autor recht geben, privat muss das
abschaltbar sein! Notfalls durch die Gesetzgebung erzwungen. Aber bis
das kommt, sind schon zu viele private Daten angefallen/erzeugt und
somit Profile erstellt worden..., welche wohl durch die entsprechenden
Unternehmen kaum gelöscht werden dürften.
Und wer bei diesem Spiel nicht mitmacht, wird sich in einiger Zeit
Beratungsresistenz vorwerfen lassen müssen...