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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Aus dem Maschinenraum Kein Schiff wird kommen

 ·  Die Folgen der Naturkatastrophe in Japan zeigen, wie verwundbar die Zulieferungslogistik der globalisierten Industrieproduktion geworden ist. Bleiben die Containerschiffe aus Japan für kurze Zeit aus, droht auch bei uns ein Kollaps ganzer Industriezweige.

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Peter Horn
Peter Horn (ph-pr.de) - 02.04.2011 13:47 Uhr

Öko-Standards und Energiekosten in die Gesamtrechnung einbeziehen

Kaizen ist mehr als just-in-time-Produktion. Japans Erfolg gründet sich auf umfassende und fortgesetzte Optimierung aller Produktionsprozesse. Die bevorstehende Logistik-Krise durch die Katastrophe in Japan wird hoffentlich unvermeidliche Erkenntnisprozesse voranbringen. Sie bietet die Chance, auf der Basis steigender Energiekosten und anspruchsvollerer Ökostandards zu einer neuen Balance der bestimmenden Produktionsfaktoren zu finden.
Es ist der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt, wie gigantisch die Verschmutzung durch die Seeschifffahrt ist. Während man hierzulande die Besitzer der paar alten Autos, die die Abwrackprämie überlebt haben, mit Steuern und Umweltzonen drangsaliert, werden auf den Weltmeeren unvorstellbare Mengen dreckigen Schweröls verheizt, um Containergebirge rund um den Globus zu karren.
Die Auswüchse des globalen Handels, mit deren Folgen wir jetzt zurechtkommen müssen, konnten sich nur auf der Grundlage niedriger Energiekosten und Umweltstandards entwickeln. Ein großer Teil der Transporte wird durch lokale, nachhaltige Produktion überflüssig. Deren geringere Anfälligkeit sollte auch denen einleuchten, die Kosten für ihr Unternehmen auf die Allgemeinheit verlagern und nun die Folgen zu spüren bekommen.

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Andreas Müller

Sozialisierung der Lagerhaltung

"Just in time"-Produktion funktioniert dadurch, daß die Kosten der Lagerhaltung auf die Allgemeinheit verlagert werden (welche die Verkehrswege finanziert).

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McKiri (McKiri) - 02.04.2011 13:05 Uhr

Warum werden keine real existierende Beispiele aufgezeigt

Tja, das ist eine schöne Abhandlung über das Thema, aber eben ohne jeglichen Bezug zur Realität. Frau Kurz, was hat Sie davon abgehalten, die eine oder andere Firma zu kontaktieren um so zu erfahren, wie man dort mit der augenblicklichen Situation umgeht? Ja, dann hätten Sie erfahren, daß schon einige Anstrengungen notwendig waren und zum Teil auch noch sind um auf die Krise zu meistern.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 02.04.2011 12:43 Uhr

Die Folgen werden erst in einigen Monaten erkennbar sein

Intern hört man bereits einiges über die Schäden - und in einigen Monaten wird es auch in den Zahlen der DAX-Unternehmen zu sehen sein. Die Gewinnerwartungen der meisten Analysten liegen aufgrund der Verzögerungen und Ausfälle für dieses Jahr viel zu hoch - und die Börsenkurse dementsprechend auch. Das bringt mittelfristig Aktien, Fonds und dadurch auch Altersbezüge und Steuern runter. Und bei Banken führt es zu weiteren Ausfällen. Da man in Deutschland nicht durch Kündigungen reagieren kann, wird die Situation hier noch schlimmer als in vielen anderen Ländern. Die diversen gleichzeitig laufenden Entwicklungen sind im Zusammenhang so gefährlich, daß weder Analysten noch Medien bisher die Gefahr ersthaft sehen. Die einzigen relativ stabilen Regionen werden vermutlich Südostasien, Australien und Südamerika sein. Selbst die USA stehen durch ihre stärker ausgeprägtes Selbstversorgertum und ihre Bodenschätze noch vergleichsweise gut da.

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kurt richard

Eine gewisse Eigenständigkeit muss schon sein.

Hier wird ein Problem aufgezeigt, dass die Globalisierung mit sich bringt. Abhängigkeit von anderen Ländern und Produktionsstätten. Niemand sollte sich so in Abhängigkeit begeben. Deshalb muss die Globalisierung in ihrer Machart noch einmal GRUNDLEGEND überdacht werden.
Jedes Land könnte unabhängig werden, indem es zum Beispiel die Waren, die sie nicht selbst produzieren, oder abbauen können, sich auf Lager legt, Vorräte schafft, wie auch immer, um im Krisenfall immer genügend Material zu besitzen.
Nehmen wir hierbei die Seltenen Erden aus China. Entweder ein größeres Lager dafür herrichten, oder eine Alternative finden, die diese Seltenen Erden ersetzen. So sollte das mit allen Materialien geschehen, die nicht selbst herstellbar sind. Einfach (!!!) Alternativen finden. Geht nicht, sollte es dabei nicht geben, denn nach meiner Meinung gibt es IMMER eine Lösung, wenn man nur will. kurtrichard

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