Home
http://www.faz.net/-gt8-6v03y
Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Aus dem Maschinenraum Der gläserne Angestellte im Mahlstrom seiner Daten

 ·  Die Software erkennt die Kündigungsabsicht eines Mitarbeiters, bevor dieser selbst davon weiß: Wie durchs Hintertürchen sozialer Netzwerke ein Personalmanagement per Algorithmus Einzug in deutsche Unternehmen hält.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (4)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Horst Schmidt

Brave new world

Das Dumme ist auch, dass man gar nicht weiß, wo und wie (und von wem) man überwacht wird. Beziehungsweise was Andere über einen wissen - oder zu wissen glauben. Demzufolge dürfte es auch schwer werden, einen einmal gemachten Eindruck entgegenzuwirken.
Wir werden uns wohl damit abfinden müssen wie prominente Schauspieler oder Politiker zu öffentlichen Personen zu werden. Es erinnert mich ein bisschen an "Brave New World" von Aldous Huxley - nur irgendwie anders.

Empfehlen
Roland Magiera

Verstoß gegen den Datenschutz

Wird die Software so eingesetzt wie im Artikel beschrieben, so stellt dies einen eindeutigen Verstoß gegen den Datenschutz dar. Das Unternehmen darf meinen Arbeitsplatz-PC während meiner Abwesenheit eben NICHT durchsuchen und die meisten Firmen, auch die in der ich arbeite, nehmen dies sehr ernst, außer einige Klitschen vielleicht. Dies gilt auch für die Datenströme auf dem, PC, liest der Chef heimlich mit, verklage ich ihn deswegen hat er von vornherein verloren. In dem Unternehmen wo ich arbeite geht das soweit, dass die trotz
dringend benötigter Daten für einen wichtigen Kunden und trotz ausdrücklicher Erlaubnis meinerseits nicht an den PC gegangen sind und nicht einmal das Passwort hören mochten!

Denn merke: auch wenn ich abhängig beschäftigt bin und die Produktionsmittel dem Unternehmen gehören, so bin ich doch kein Unfreier und gehöre ebenso wie meine Daten ausschließlich mir selbst. Auch während der Arbeitszeit.

Empfehlen
Jitzak Tanenbaum

Überflüssig

Irgendwann werden die Human Resources Manager, die solche Toolz einsetzen selber überflüssig: Sie werden sich mit ihren eigenen Progrämmchen rausfiltern und entsorgen. Dann wird die gesamte Mitarbeiterführung der EDV übertragen, die die Kündigungen / Belobigungen etc. automatisch verschickt. Also ist der Einsatz dieser Mittel nur begrüßenswert. Oder finden sich die Leitwölfe etwa nicht auf ihrem eigenen Radarschirm wieder? J.T.

Empfehlen
Zeh Haans
Zeh Haans (sonderhai) - 11.11.2011 10:57 Uhr

Aussterben

jenseits aller Datenschutzfragen klingt das doch auf Dauer wie ein Rohrkrepierer. Denn die Firma, die ihre Personalpolitik allein auf solche Software gründet, verarmt zwangsläufig an der wichtigen menschlichen Diversität, denn am Ende kommt dabei etwas heraus, was wie eine Ansammlung Klons wirkt, und Mangel an genetischer Vielfalt prädestiniert bekanntermaßen zum Aussterben.

Empfehlen
Weitersagen

99 Luftballons

Von Fridtjof Küchemann

Google will jetzt auch die Lufthoheit und lässt kommunizierende Ballons durch die Stratosphäre segeln. Wie niedlich, könnte man meinen, würde man den kalifornische Datensammler nicht besser kennen. Mehr 1 2