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Architekt Dänischer Architekt Utzon erhält Pritzker-Preis für Sydney-Oper

07.04.2003 ·  Der Erbauer des Sydneyer Opernhauses, Jörn Utzon, wird mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. Utzon habe bewiesen, dass „in der Architektur das scheinbar Unmögliche erreicht werden kann“, hieß es in der Begründung.

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Der dänische Architekt Jörn Utzon, der mit dem Opernhaus in Sydney eines der markantesten Gebäude der Welt schuf, wird mit dem renommierten Pritzker-Preis ausgezeichnet. Utzon habe mit diesem Bau bewiesen, dass „in der Architektur das scheinbar Unmögliche erreicht werden kann“, erklärte die Hyatt-Stiftung, die den „Nobelpreis der Architektur“ alljährlich vergibt, am Sonntag in Los Angeles.

Utzon, der am Mittwoch 85 Jahre alt wird, teilte in einer Erklärung über seinen Sohn Jan mit, er fühle sich geehrt und sei sehr glücklich über die Auszeichnung. Sie ist mit 100.000 Dollar (etwa 94.000 Euro) dotiert. Zu den ersten Gratulanten gehörte der Pritzker-Preisträger Frank Gehry, der 1989 für das Guggenheim-Museum in Bilbao geehrt worden war. Es sei längst überfällig gewesen, dass der Däne die höchste Auszeichnung für Architekten erhalte, sagte Gehry. Als man ihm den Auftrag für das Bilbao-Guggenheim gab, habe man ihm gesagt, es müsse der Oper in Sydney ebenbürtig sein.

Im Streit auseinander gegangen

Utzons Sohn Jan wird den Preis im Namen seines Vaters am 20. Mai in Madrid entgegen nehmen, teilte die Hyatt-Stiftung mit. Der Architekt lebt seit langem zurückgezogen auf Mallorca. Er hatte bei der Umsetzung seines kühnen Entwurfs von ineinander geschachtelten Riesenmuscheln, die den Hafen von Sydney überragen, einen erbitterten Streit mit den australischen Auftraggebern durchzustehen. Dabei ging es um die Explosion der Kosten, um immer wieder hinausgeschobene Termine und um Einzelheiten der Innengestaltung und des Gesamtprojekts.
Der Architekt gab sein Projekt schließlich 1966 entnervt auf. Fast sieben Jahre nach dem Baubeginn verließ er Sydney und kehrte nie wieder zurück. Gänzlich fertig wurde die Oper erst 1973. Die Gesamtkosten lagen mit 52 Millionen Dollar erheblich über den ursprünglichen Schätzungen.

Zu den weiteren Werken des dänischen Architekten gehören das Schauspielhaus in Zürich (1964), das im Golfkrieg schwer beschädigte Parlamentsgebäude in Kuwait (1972) und die Bagsvaerd-Kirche in Kopenhagen (1976). Als er dort 1997 den Sonning-Preis in Empfang nahm, setzten ihm die öffentlichen Auftritte psychisch so heftig zu, dass er ernsthaft krank wurde. Seitdem lebt der Architekt in einer von ihm selbst entworfenen Bergvilla in einer entlegenen Ecke von Mallorca.

Pritzker-Preis seit 1979

Der Pritzker-Preis wird seit 1979 verliehen. Er wurde von dem Chicagoer Unternehmer Jay A. Pritzker und dessen Ehefrau Cindy gestiftet. Die Familie besitzt unter anderem die internationale Hyatt-Hotelkette. Zu den bisherigen Pritzker-Preisträgern gehören neben Gehry auch Renzo Piano und Rem Koolhaas. Im vergangenen Jahr war die Wahl auf den australischen Architekten Glenn Murcutt gefallen, der fantasievolle Eigenheime baut, die er in oft ungewöhnlichen Formen der Landschaft und ihren vorherrschenden Witterungsverhältnissen anpasst.

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