01.01.2013 · Das Simon-Wiesenthal-Center hat Jakob Augstein als schlimmen Antisemiten deklariert: Das ist unsinnig und die Begründung lächerlich.
Von Nils MinkmarRichtlinien für Lesermeinungen
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Schlägt man die offizielle Eu-website auf, die sich mit dem Thema
des anwachsenden Antisemitismus in der EU beschäftigt, dann
stößt man auf die Zeilen, dass konstante Kritik an Israel zu
den typischen Attributen des post-45 Antisemiten gehören.
Das SWC bedenkt seine Äußerungen genau, bevor es sie
publiziert. Die immer schrillere Kritik an Israel musste irgendwann
Konsequenzen haben und die links-liberale Presse, die so gerne austeilt,
sollte sie mit etwas Anstand akzeptieren. Antisemitismus ist kein
rechtes Phänomen, sondern ein totgeschwiegenes linkes.
Wie tief verwurzelt der Antisemitismus, im Kleide der Israelkritik ist,
zeigt sich am DAI in Heidelberg, wo offen die Abschaffung des Staates
Israel gefordert wird. Gerne wird dort die Kolummne von Herrn Augstein
und das gedicht von GG zitiert.
Gedankenexperiment - Broder vs. Augstein
Die Grundhaltung zählt! Dazu ein einfaches Gedankenexperiment:
Nehmen Sie einfach mal einen Text von Augstein, und ersetzten
"Juden" mit "Muslime", Israel" mit , z.B.
"Iran" und so weiter. Dann schauen Sie sich mal den
entstandenen Text an. Musharbash im Spiegel liefert
regelmäßig schlimmeres.
Jetzt das gleiche mit Broder: Ersetzten Sie "Moslem" mit
"Juden", "Iran" mit "Israel" und so
weiter. Dann schauen Sie sich mal den entstandenen Text an. So einen
Text würde man wohl kaum veröffentlichen können, ohne ein
Anklage wegen Volksverhetzung zu riskieren.
Und jetzt kann man entscheiden, wer hier der größere Hasser
und Hetzer ist.
Genau mit so einem Unsinn beginnt schon der Antisemitismus
Wie kann man nur darauf kommen, einen demokratischen Staat wie Israel
mit einem totalitären Staat wie dem Iran vergleichen zu
wollen ?
Israel ist ein Staat wie Deutschland mit Meinungsfreiheit,
Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Religionsfreiheit. Im Iran
werden Homosexuelle hingerichtet. Das Austauschen von "Israel"
und "Iran" delegitimiert den Staat Israel, macht ihn zum
Schurkenstaat und verharmlost das brutale iranische Regime, welches den
Staat Israel beseitigen will.
Und das Wiesenthal-Center hat doch recht
Es ist allgemeine Praxis Label zu verteilen, um Leute zu diffamieren oder sich selbst welche anzuheften, um sich als den Besseren darzustellen. So kann man mit dem Schimpfwort Nazi jeden Bürger mundtot machen und sich mit der Selbstbetitelung als linker Intellektueller alles erlauben. Es wäre mal an der Zeit, nicht Titel zu vergeben oder wieder abzuwaschen, sondern die geistige Grundhaltung dahinter zu analysieren. Und die hat das Wiesenthal-Center bei Herrn Augstein richtig beschrieben
Augstein schreibt wie ein Antisemit, er spricht wie ein Antisemit, aber
er ist kein Antisemit...
Die deutsche Volksgemeinschaft steht jetzt geschlossen hinter ihm. Dabei
hätte es ausgereicht, anstatt sich mit der Rangliste des SWC, mit
den Äußerungen Augsteins zu beschäftigen.
Beschäftigung ...
"Dabei hätte es ausgereicht, anstatt sich mit der Rangliste
des SWC, mit den Äußerungen Augsteins zu beschäftigen."
Preisfrage: Warum tun die Ausgstein-Hasser genau das nicht?
Ich bin zwar auch als Deutsche geboren, Herr Pomer,
... aber deshalb lasse ich mich noch lange nicht einer
gleichgeschalteten "Volksgemeinschaft" zuordnen. Was soll das
überhaupt sein? Alle Deutschen sind fleißig und ordentlich,
alle Polen sind faul, alle Amerikaner dumm, alle Roma Diebe?? Meinen Sie das?
Dennoch haben Sie recht mit dem ersten Satz. Aber es denken eben nicht
ALLE Deutschen so. Genauso wenig, wie alle Polen faul und alle
Amerikaner dumm sind. Dumm ist, wer derart verallgemeinert.
Herr Pomer, ihre Wortwahl entlarvt Sie..
Wer demokratisch und offen diskutierende Bürger hier in einer
Demokratie mit dem Nazibegriff der "VOLKSGEMEINSCHAFT"
diffamiert, entlarvt sich selber zu genüge.
Lernen Sie erst einmal die Grundlagen einer Demokratie und respektvolle
Diskussion zu begreifen, anstatt sich hier in Diffamierungen aller
deutschen zu ergehen...
Augstein jun soll sich jetzt gefälligst auch den gelben Stern des Antisemiten...
... ans Revers heften. Nichts anderes ist doch wohl eine derartige
Deklaration von mißliebigen Personen und Journalisten.
Musn man als Deutscher solche Leute und Rabbis eigentlich wirklich
mögen? Oder stehe ich dann schon wieder in einer gedanklichen
braunen Reihe, wenn ich nicht mainstreamkonform denke und auf
generationenlange Entschuldigungen, Erbschuld und Ausgleichszahlungen
keine Lust habe?
"Musn man als Deutscher solche Leute und Rabbis eigentlich wirklich mögen?" Nein, das
muss man nicht. Aber Deutsche, die Ihre Meinung vertreten werden nicht sehr geschätzt. Europaweit, quasi überall wo man mit der Vorgeneration zu tun hatte. Wegen dieses Denkens.
Hallo Herr Sundt,
offensichtlich haben Sie auch nichts wirklich Wichtiges zu tun an diesem
Abend eines trüben Tages und hängen wie ich in dieser
Kommentarspalte rum. Aber mit Lohnschreiber für das israelische
Informationsministerium (muss natürlich Kommunikationsministerium
heissen, ich sehe, Sie kennen sich aus) meinte ich natürlich Leute
wie Sie, nicht Broder. Auch stelle ich fest, Sie haben gern das letzte
Wort und da dachte ich mir, ich vermassel Ihnen mal die Tour (es sei
denn, die armen FAZ-Mitarbeiter, die die Lesermeinungen bearbeiten,
haben die Faxen dicke) und stelle fest, dass Sie immer noch nicht
faktisch zu einer der vom SWC inkriminierten Zitate von Augstein
Stellung bezogen haben. Also beharre ich darauf, dass Ihnen lediglich an
einer Augstein-Denunziation, nicht an einer inhaltlichen
Auseinandersetzung gelegen ist.
Herr Sundt, der Unterschied zwischen uns ist unter anderem der..
... daß ich zwar ebenfalls beim überwiegenden teil der
Augstein-Blogbeiträge Gegenpositionen vertrete...
ABER:
Ich greife in meiner Ablehnung nicht zu Denunziationen, Lügen,
drehe Augstein NICHT das Wort im Munde herum oder - Spezialität von
Broder - zitiere bewusst verstümmelnd und unvollständig, um
Augsteins Aussage ins Gegenteil zu verkehren.
Auch vermeide ich es, Argumente durch Beleidigungen und persönliche
Verunglimpfungen zu ersetzen.
Wenn man sich mit jemandem auseinandersetzen will, bedarf es klarer
SACHARGUMENTE.
in diesem Forum wurde bis jetzt, nach über 200
veröffentlichten postings, IN KEINEM EINZIGEN posting der
verteidiger Broders oder des ZdJ oder des SWC auch nur ein EINZIGES
Zitat von Augstein korrekt wiedergegeben , geschweige denn widerlegt.
Dafür wurden Ausflüge in pauschalen Linkenhass, Herabsetzung
der Person etc systematisch eingesetzt.
Eine größere intellektuelle Schmach kann man ja auf Ihrer
Seite der Forengruppen hier kaum erleiden, oder?
Jakob Augsteins Äußerungen zu Nahost als
"Israelkritik" in Anführungszeichen zu setzen, ist nur
insofern berechtigt, als Augstein tatsächlich nur die
mißratene Politik der derzeitigen israelischen Regierung
kritisiert, nicht aber Israel als solches.
Die gegen Augstein gerichtete Verleumdung, Judenfeind oder Israelfeind
zu sein, wurde durch diese Zeitung, aber auch in diesem Forum deutlich
genug widerlegt.
Nun könnten die Juden oder Judenfreunde in diesem Forum ja auch
einmal zugeben, daß die Verleumdung Augsteins ungerecht war.
Aber nein, stattdessen windet und dreht man sich, um ihm andere
Bosheiten oder Unzulänglichkeiten zu unterstellen.
Nun soll er also ein linksintellektueller Irrläufer sein. Wieder
einmal so eine persönliche Herabsetzung, der dann noch einige
Unterstellungen von falschen Aussagen folgen, ohne aber nur im
geringsten nachzuweisen, weswegen die Aussagen falsch sein sollen.
Ganz konkret: Welche Aussage Augsteins zur israelische Regierung soll
falsch sein? uAwg
Das Simon-Wiesenthal-Center findet die entstandene Diskussion über linken Antisemitismus gut. Und diese Diskussion in diesem Forum ist einerseits erschreckend, andererseits aufschlussreich. Wer sich am meisten über die "Israellobby" beschwert, bekommt den größten Zuspruch. Frei nach dem Motto "Deutsche wehrt Euch!". Weiterhin ist zu beobachten, dass Augsteins sogenannte Kritik der israelischen Politik unreflektiert geteilt wird, also ein Volk von 6 Mill. Einwohnern, dass von 220 Mill. feindlich gesinnten Arabern umgeben ist, wird als "aggressiv" bezeichnet und sei selbst Schuld, dass die Palästinenser mit Raketen schießen, weil Israel angeblich für "unmenschliche Verhältnisse" in den Palästinenser-Gebieten verantwortlich sei. Kein Wort dagegen zur Hamas oder zum Iran. Aber das geht uns Deutsche ja nichts an. Weil wir 6 Mill. Juden umgebracht haben, schauen wir nun ganz genau darauf, ob die Juden heute etwas aus der Geschichte gelernt hätten oder ob der Führer doch recht hatte.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 11:12 UhrVergeßt Ausschwitz, helft Israel
... hat Broder mal geschrieben und das ist der Kern des Ganzen.
Antisemiten vom Typ A begehen jeden Ausschwitzgedenktag, mit
gefühlter Betroffenheit und am liebsten irgendeinem systembolischen
Gegenstand, und lassen sich immer neue originellere Erinnerungsrituale
einfallen (Stolpersteine, Stelen usw.). Aber das verstärkt eher
ihre neurotische Fixierung auf dieses Land. Und ich kann jeden
mittlerweile verstehen, der daraus den Eindruck gewinnt, sie wollen
irgendwie nachträglich an dem mitwirken, am dem ihre
Großväter und Väter gescheitert sind ...
Herr A soll sich um Syrien kümmern, um Nordkorea, den Iran und den
Jemen. Und wenn er dann noch die Muße hat, sein Betroffensein auf
den Nahen Osten zu lenken, dann bittesehr ...
Nicht alle sind Salafisten oder Moslembrüder,
aber Judenhass (nicht nur Israel-Hass) existiert in der gesamten
arabischen Welt und zeigt sich inbesondere bei Anschlägen auf
jüdische Kinder, z.B. in Frankreich.
Natürlich darf man die israelische Politik kritisieren. Gute
Freunde muss man kritisieren, andernfalls ist man ein Heuchler. Nur
bezweifele ich, dass Herr Augstein ein guter Freund Israels ist - genau
so wenig wie die meisten es hier in diesem Forum sind, weil die Kritik
einseitig ist und von unserem europäischen Blickwinkel heraus
erfolgt. Wir in Deutschland haben keine Feinde, die Raketen auf uns
schießen oder uns das Existenzrecht absprechen. Es ist also zu
einfach, von Israel zu fordern, es sollte sich so verhalten wie unsere
Friedensaktivisten es wünschen. Denn dann wäre der Staat
Israel nicht mehr da.
Bedaure, Frau Fleitmann,
... aber auch Sie haben anscheinend nicht verstanden, was Herr Martin
Wehlan hier doch sehr korrekt schildert. Der Staat Israel ist von Beginn
an den Feindseligkeiten sämtlicher Länder rundherum ausgesetzt
gewesen, und all jene, die auch hier wieder vorgeblich nur die falsche
Regierungspolitik der Israelis beklagen, haben schon immer die Gegenwehr
Israels beklagt, nicht aber die Bedrohungen, denen Israel bis heute
ausgesetzt ist.
Sie fragen, ob es wirklich dienlich sei für Israels Interessen,
wenn man deren Politik verteidigt. Nun, wenn die Israelis auf die
"Ratschläge" der linken Gutmenschen gehört
hätten, wären sie längst alle im Mittelmeer ertrunken
oder von Raketen und Bomben zerfetzt. Und welche Politik meinen Sie, die
in die Sackgasse geführt habe? Die israelische, ja? Dann sollten
Sie aber auch mal die Politik der Gegenseite ansehen!
Im übrigen stimme ich Herrn Wehlan in allem völlig zu.
SgH Wehlan,
Israel ist mehrheitlich von den UN-Staaten als Staat anerkannt und
trägt daher auch Verantwortung für seine direkte
Nachbarschaft, in der es existiert.
Interessant ist, dass Sie die 1,5 Mio. nicht-jüd. Staatsbürger
Israels offenbar gar nicht zum Volk der 6 Mio. (jüd.) Einwohner
Israels hinzuzählen, wenn dieses von "220 Mio. feindl.
gesinnten Arabern" umgeben ist; denn Israel hat mittlerweile
bekanntlich etwas mehr als 7,5 Mio. Einwohner und dabei sind rd. 20% Nicht-Juden.
Die Hamas will wie alle Moslembrüder-Organisationen von der
türk. AKP bis zur Ennaha Tunesiens Israel wieder Re-Islamisieren,
aber sind alle 220 Mio. Araber und weitere 1.200 Mio. Moslems
Moslembrüder oder Salafisten?
Wohl kaum!
Deshalb sollten Sie nicht so generalisieren.
Wenn Deutsche die aktuelle Politik Israels kritisieren, dann sind sie
doch nicht per se "Judenfeinde".
Jetzt hat aber deshalb das SWC Herrn Augstein zum "schlimmsten
Antisemiten" international proskribiert und das wird ungerechte
Folgen haben.
der zentralrat der juden in deutschland hat sich klar zur
meinungsfreiheit bekannt und den unsinnigen antisemitismus vorwurf gegen
augstein kritisiert. er hat damit auch broders denunziatiönchen
implizit abgewatscht.
das wird vernunft in diesen unseligen zuweisungskrieg bringen. gut so.
der ZdJ hat nur beigedreht... und DAS auch nur scheinbar....
siehe auch mein posting zur Sprachregelung des ZdJ, die GANZ SICHER
NICHT ZUFÄLLIG KEINE verteidigung Augsteins ist, sondern nur eine
Mitteilung der FRÜHEREN persönlichen Einschätzung des
herrn Korn.
Bisher habe ich allem, was mit dem Namen von Simon Wiesenthal verbunden
war, bisher stets allerhöchsten Respekt entgegengebracht. DAS IST
JETZT VORBEI.
Den ZdJ nehme ich allerdings bereits seit einer ganzen Reihe von Jahren
nicht mehr als seriös war. Spätestens seit Knobloch und
Graumann schüttele ich nur noch mitleidig den Kopf.
Graumanns Einlassungen zur Beschneidung waren ja bestenfalls ungewollte Komik.
Wenn ich zuvor von Jemandem vernommen hätte, daß die
Beschneidung gewissermaßen die GRUNDLAGE des Jüdischen Lebens
wäre und ein Beschneidungsverbot im Säuglingsalter das
jüdische Leben in Deutschland quasi vernichten würde - da
wäre ich extrem wütend geworden ob so einer herablassenden und
perfiden Bemerkung!
Zuvor davhte ich, so etwas Dummes würden nur Neonazis von sich
geben...
-
WER NICHT KRITIKFÄHIG IST FINDET AUCH KEINE KOMPROMISSE
Herr Broder ist ein passabler jedoch nicht überragender Journalist, dessen Markenzeichen überspitzte Formulierungen sind, die nicht selten das Gebot der Fairness verletzen. Solche Menschen ignoriert man am besten, denn alles andere fördert ihre Intention, provozieren zu wollen.
ZdJ macht eine zarte, Butterweiche Relativierung der Angriffe seitens des SWC...
Salomon Korn vom ZdJ:
"Das amerikanische Simon-Wiesenthal-Zentrum habe bei seiner Kritik
an dem Verleger und SPIEGEL-ONLINE-Kolumnisten offensichtlich nicht
genügend recherchiert oder sich kundig gemacht, kritisierte Korn an
diesem Freitag im Deutschlandradio Kultur. "Ich habe einiges von
ihm gelesen, es war nicht sehr viel. Ich hatte nie den Eindruck, dass
das, was er geschrieben hat, antisemitisch ist"
Das Wiesenthal-Zentrum hingegen:
"Nur weil er ein Journalist ist, geben wir Herrn Augstein keinen
Freibrief, zu sagen, was er will, und sich dann hinter journalistischer
Integrität zu verstecken. Seine Aussage hat keine Richtigkeit, es
gibt keine Basis dafür", sagte Rabbi Abraham Cooper von der
Organisation in Los Angeles."
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen:
"Augstein hat KEINEN FREIBRIEF, ZU SAGEN; WAS ER WIILL"
WO KÄMEN WIR AUCH HIN, WENN JEMAND IN DEUTSCHLAND SEINE MEINUNG
SAGEN DÜRFTE!
DAS WIRD IMMER NOCH IN DEN USA, UND DORT IM SWC ENTSCHIEDEN!
Man muss Korns Stellungnahme sprachlich analysieren....
.... um die perfide Art dieser Stellungnahme richtig zu verstehen:
1) Er hat weder gesagt, daß Augstein KEIN Antisemit IST, sondern
nur, daß er persönlich BISHER "nicht den Eindruck
hatte" - selbst DAS wird noch relativiert, indem er vorgibt, kaum
etwas von Augstein gelesen zu haben (wer´s glaubt... )
2) von einem intelligenten Menschen sollte man eigentlich annehmen,
daß er sich zu den Vorwürfen klug macht, indem er die
israelkritischen Artikel einfach mal liest... und dann Augsteins
Argumente sachlich KONKRET Punkt für Punkt als korrekt anerkennt -
oder eben klar widerlegt - das ist aber zu viel verlangt vom
Führungskader des ZdJ - da arbeitet man schon seit langer Zeit
ausschliesslich mit Unterstellungen, Denunziationen und Lügen.
3) der ZEITPUNKT der SCHEINBAREN Relativierung ist doch auffällig SPÄT:
Korn Äusserung ist wohl nur ein taktisches Einlenken, weil selbst
der ZdJ merkt, daß es DIESES Mal einfach ZU PLUMP war und sich
breiter Widerstand abzeichnet...
ERBÄRMLICH!
Erst Günther Grass jetzt Augstein.....wo bleibt die Meinungsfreiheit ???
-
Ich finde, dass seine Vergleiche zutreffend sind.
-
Selbst Frau Galinski, die Tochter des ehemaligen Vorsitzenden der
Jüdischen Gemeinde Deutschlands, sagt dies ....und noch Schlimmeres
!!
-
Hier soll jemand MUNDTOT gemacht werden, der eine mahnende Stimme
für Frieden und Freiheit erhebt.
-
Dabei ist es für mich gleich welche Religionen oder Stämme
davon betroffen sind !!
-
Zum Schluss noch ein passendes Zitat von Goethe:
================================
„Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch
der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von
einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien,
auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben
auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der
Majorität, die auf seiner Seite ist.“
HMB gefällt sich in der Rolle als polemischer Provokateur. Das ist manchmal amüsant, oft enervierend und niemals seriös. Sich auf ihn als "Experten" in Sachen Augstein und Antisemitismus zu berufen disqualifiziert das Simon-Wiesenthal-Center als ernstzunehmende Institution.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 14:46 UhrHerr Weber
Sie schildern Broders Intentionen meiner Ansicht nach absolut richtig.
Der Mann will provozieren. Ich bin sicher, die Diskussion, die durch
diese Einordnung Augsteins in eine "Rangliste" von Antisemiten
unter Berufung ausgerechnet auf Broder entstanden ist, wird Broder
diebisch freuen.
Das SWC hat sich damit aber keinen Gefallen getan. Es ist gerade so, als
wolle sich etwa ein Gericht ernsthaft auf die Übertreibungen,
Zuspitzungen und provokanten Formulierungen eines Kabarettisten als
Zeugen berufen.
Damit das aber klar ist: Davon abgesehen habe ich Augsteins
Äußerungen schon immer für antisemitisch gehalten. Genau
so wie Grass' "Gedicht".
Eine schöne, zutreffende und äusserst humorvolle Wortschöpfung....
"Broder-Line-Syndrom" .... wie elegant man Broder doch
erklären kann, Hut ab!
Ich mag englischen Humor!!
Soviel Aufmerksamkeit hat das Wiesenthal-Centrum nun wirklich nicht verdient
Der aktuelle "Antisemitismus"-Vorwurf dürfte nichts
anderes als eine gezielte Provokation sein. Dem (amerikanischen) SWC
droht mit Ableben der letzten Holocaust-Täter faktisch der Sturz in
die Bedeutungslosigkeit. Also muß mediale Aufmerksamkeit
hergestellt werden - von daher dürfte es das Ergebnis recht
mühsamer Anstrengungen gewesen sein, im deutschen Jacob Augstein,
dafür eine Zielscheibe gefunden zu haben.
Wesentlich weitergehende und zudem fundiertere Kritik am
"Zionismus" kommt übrigens seit Jahren aus Israel selbst.
Empfehlenswert ist z.B. das Buch "Warum Israel sich endlich vom
Holocaust lösen muss" von Avraham Burg (Präsident der
Knesset bis 2003). Burg müßte also auch auf der Liste des SWC
stehen. Aber damit würde sich die Organisation nur selbst ins
Abseits manövrieren.
Fakt ist: Israel ist nicht gleich Zionismus - und das SWC spricht nur
für sich selbst. Und das muß einen heute ebensowenig
interessieren, wie die Ergüsse eines Herrn B.
Jakob Augstein einer der "10-schlimmsten lebenden Antisemiten"?
Das US-Institut "SWC" hat Jakob Augstein auf Basis eines
Artikels des ASV-Gazettenschreibers, pol.-jüd. Herkunft, Herrn H.
Broder zu einem der 10-schlimmsten lebenenden Antisemiten proscribiert,
das wird Folgen haben.
Wahrscheinlich wird Herr J.Augstein wie der Nobelpreisträger
G.Grass nicht mehr in Israel noch in die USA einreisen können und
so seine Reisetätigkeit deutlich beschränkt sehen, dank
seinens publizistischen Lieblingsfeindes H.Broder vom ASV und der Israellobby.
So oder so ist J.Augstein als "hardcore Antisemit"
international gebranntmarkt.
Die Zeiten haben sich seit Deutschland-1990 und dem Untergang der
SowjetUnion-1991 deutlich auch in der Meinungsmacherindustrie/Medien verändert.
Man kann wohl seine Meinung nur noch reflektiert an den Siegern des
Kalten Krieges und der Globalisierung ordentlich veröffentlichen.
"Die Macht ist mit Euch!"
Antisemitismus ist Diffamierung, Dämonisierung, Delegitimierung von Juden oder Israel
Antisemitismus ist auch wenn jemand Juden oder Israel diffamiert,
dämonisiert und delegitimiert, denn damit fängt die Verfolgung
von Juden an und damit wird auch Ermordung von Juden legitimiert.
"Sind selber schuld, weil sie Siedlungen bauen" und so weiter.
Jakob Augstein ist ein Prototyp eines solchen Antisemiten, der deswegen
von sehr Vielen in Schutz genommen wird, weil er ja nur sagt, was diese
Vielen denken. Der Führer ist tot. aber die deutsche
Volksgemeinschaft samt ihres Antisemitismus lebt in ihrem Autismus
unverändert weiter und ist keinem rationalen Argument
zugänglich, auf Kritik reagiert sie mit medialer Vernichtung, mit
ebensolcher Diffamierung, Dämonisierung, Delegitimierung des
Kritikers, so wie es Henryk M. Broder geschieht.
d'accord, Herr Bielicki !
Viele der Leser-Kommentare hier und gelegentlich auch Bemerkungen, die man im größeren Gesprächskreis hört, sind ein Beleg für die Richtigkeit der Befürchtungen der bei uns lebenden jüdischen Mitbürger, dass in Deutschland der Antisemitismus wieder "fröhliche Urständ" feiert. Es ist wirklich erschreckend.
Seit wann ist sachliche
und mit ARGUMENTEN belegte Kritik an der Besatzungspolitik Israels "Diffamierung, Delegitimierung, Dämonisierung" ??? Wenn Sie das wirklich ernst meinen, befinden Sie sich auf dem Standpunkt totalitärer Staaten, herzlichen Glückwunsch... Selbst der Papst, angeblich ja unfehlbar, akzeptiert Kritik, sowohl an ihm selber als auch am Vatikan. Typisch ist übrigens Ihr Flüchten in die Opferrolle auch unter Mitnahme des Hetzers namens Broder unter Umkehrung seiner extrem aggressiven Brandstiftermentalität in die Rolle des Opferlamms.... Damit kommen Sie nicht mehr durch, in Zukunft werden nicht ständige Beleidigungen, sondern ARGUMENTE nötig sein, kommen Sie endlich in der Demokratie an, es wird zeit dafür...
Mit Jakob Augstein ein Exempel statuieren?
Ein anderer Grund will mir nicht einfallen. Kritik an der Interventions-
und Besatzungspolitik Israels muss in unserem Land möglich sein.
Zum Sterben zu wenig und zum Leben zu viel - ist das eine
menschenwürdige Politik für die Menschen in den besetzten
Gebieten? Sind die Menschen in Israel mit der Politik ihrer
Regierung(en) zufrieden? Fühlen sie sich in ihrem Land sicher mit
dieser Politik? Gerade weil "die Deutschen" nicht
"unbelehrbar" sind, wie eine Kommentatorin hier schrieb,
diskutieren sie kritisch mit. Der "Antisemitismus"-Vorwurf
wird gern als Ablenkungsrhetorik benutzt. Der kritische Autor soll
unglaubwürdig gemacht werden. Ihm wird ein emotionaler Grund,
nämlich Hass gegen Juden unterstellt. Sachliche Gründe werden
nicht zugelassen.
Wie altes Unrecht tilgen?
Das ist immer wieder eine schwere Frage. Ich bin gegen jegliche
Vertreibung, ich bin daher gegen die tatsächlich begangene
Vertreibung der Palästinenser wie ich auch gegen eine Vertreibung
der Hebräer aus dem heutigen Israel wäre.
7,5 Mio. Menschen leben derzeit in Israel, davon 20% Nichthebräer.
Hunderttausende Palästinenser vegetieren in Flüchtlingslagern
außerhalb Israels. Ich möchte ganz einfach hier einmal die
Frage stellen, ob nicht doch die palästinensischen Flüchtlinge
in ihrer alten Heimat im heutigen Israel wiederaufgenommen werden
können (ohne Vertreibung der Hebräer). Ich bin mir durchaus
darüber klar, daß das sehr schwer wäre, aber wäre
es wirklich unmöglich? Sollte es gelingen, wäre es doch eine
wichtige Beendigung von altem Unrecht. Damit verbunden wäre
natürlich ein weitgehender Umbau des Staates Israel, notwendig mit
erheblich verbesserter Stellung für die Nichthebräer.
Langsam lassen Sie die Katze aus dem Sack
Herr Weiss, und zeigen, wessen Geistes Kind Sie sind. Erstens wurde der
Staat Israel nicht gewaltsam gegründet, sondern es lag ein
UNO-Beschluss zugrunde. Die Ausweitung des Territoriums kam erst durch
den Krieg der arabischen Staaten zustande, den diese verloren hatten.
Und wenn Sie von "tausendfachen Morden und hunderttausendfachen
Vertreibungen" sprechen, dann sollten Sie auch angeben, dass die
Morde und Vertreibungen von beiden Seiten begangen wurden.
Ihr größter Irrtum ist aber, dass Sie glauben, der Nahe Osten
kommt deshalb nicht zur Ruhe, weil es den Staat Israel gibt. Auch ohne
Israel wäre es ein ständiger Unruheherd, wie man zZ in Syrien
beobachten kann. Wollen Sie den Staat Israel opfern, in der Hoffnung auf
Frieden ? So wie man 1938 die Tschechoslowakei geopfert hat mit der
Hoffnung auf Frieden ?
Wenn Israel stirbt, stirbt wenig später auch Europa.
1948
"sich mehr zu informieren, wie die Dinge tatsächlich sind und
wie der gesamte historische Verlauf war"
Ein sehr guter Ratschlag - nicht zuletzt für Frau Ziessler. Denn
wenn es wirklich um die Kenntnis des "gesamten historischen
Verlaufs" geht, kommt man nicht an dem Jahr 1948 n.Chr. vorbei -
als der Staat Israel gewaltsam in einem Gebiet gegründet wurde, das
vor dieser Staatsgründung von etwa doppelt so vielen
Palästinensern wie Hebräern besiedelt war. Zwar hatte sich die
UNO für einen Staat Israel ausgesprochen, aber mit deutlich engeren
Grenzen für diesen Staat. Auch über die näheren
Umstände dieser Staatsgründung, die dabei begangenen
tausendfachen Morde und die hunderttausendfachen Vertreibungen, sollte
man sich schon informieren.
Wer diese Umstände kennt, weiß, warum der Nahe Osten nicht
zur Ruhe kommt, weiß auch, warum Israel dort so gehaßt wird.
Altes Unrecht mit neuem Unrecht tilgen ?
Herr Weiss, man kann sich ja über so manches streiten, z.B. ob
Siedlungen illegal sind. Aber ein Rückkehrrecht der
Flüchtlinge von 1948 geht nun wirklich nur dann, wenn man die jetzt
dort lebenden Israelis vertreibt. Das wollen Sie doch nicht wirklich ?
Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass im Jahr 1948 alle Juden aus
Ost-Jerusalem vertrieben wurden und alle Synagogen zerstört wurden
und dass diese Vertriebenen sich problemlos in Israel integriert haben.
Ihre Formulierung "das Land, in dem sich derzeit Israel
breitmacht" klingt aber so, als wollten Sie tatsächlich den
Staat Israel abschaffen.
Doch, Herr Wehlan,
... davon sind Menschen wie Frau Kleinert wirklich überzeugt, nicht
zuletzt, weil es ihnen von den linken Gutmenschen und entsprechenden
Medien in D so erklärt wird.
Da braucht man sich denn auch nicht die Mühe zu machen, sich mehr
zu informieren, wie die Dinge tatsächlich sind und wie der gesamte
historische Verlauf war. Schließlich will man doch auch seine
Vor-Verurteilung Israels nicht durch Tatsachen gestört sehen.
Solche Fragen wie die von Frau Kleinert, ob die Menschen in Israel sich
sicher fühlen in ihrem Land mit diesen Regierungen, zeigen es doch.
Israelis haben sich dort noch nie sicher fühlen können, weil
ihre Nachbarn sie nicht in Frieden leben lassen wollen. Und da Israel
eine Demokratie ist, können die Israelis schließlich auch
eine andere Regierung wählen - wenn die Mehrheit das wollte.
Es ist immer dasselbe Lied. Wie bei Günther Grass. Der hatte auch
nichts gegen die Israelis. Er hatte nur etwas gegen deren Politik. Eine
Ausrede ist eine Ausrede ist eine Ausrede...
Wer schuld ist
Wer blockiert denn den Gazastreifen? Wer isoliert und zerstückelt
das Westjordanland durch Mauerbau und Siedlungen?
Wer diese Fragen beantwortet, beantwortet auch die Frage, wer an den
tatsächlich menschenunwürdigen Lebensbedingungen in diesen
Gebieten schuld ist.
Bei dieser Gelegenheit darf ich an das Entsetzen der deutschen
katholischen Bischöfe erinnern, als sie das dortige Elend sahen,
und gerade die katholischen Bischöfen in Deutschland dürften
zu den engsten Israelfreunden überhaupt gehören ...
Und was nun die palästinensischen Flüchtlingslager betrifft:
Die Heimat dieser Menschen ist das Land, in dem sich derzeit Israel
breitmacht. Wie wäre es denn, wenn Israel diese Menschen endlich
wieder in ihre Heimat hineinließe?
Wer ist Schuld ?
Glauben Sie wirklich, dass Israel Schuld ist an den inneren Verhältnissen im Westjordanland und im Gaza-Streifen, die Sie als "menschenunwürdig" bezeichnen ? Ist es nicht eher "menschenunwürdig", dass die arabischen Staaten die Palästinenser seit 1948 in Flüchtlingslagern halten, anstatt ihnen die Integration zu ermöglichen. Weder im Westjordanland noch im Gaza-Streifen gibt es Hunger. Armut gibt es, aber die ist nicht größer als z.B. in Ägypten. Das größte Problem ist aber, dass die Palästinenser nicht selbst bestimmen dürfen, also nicht frei sind. Denn einerseits werden sie von Saudi-Arabien fremdbestimmt, andererseits vom Iran. Beide sind zwar Feinde, sich aber darin einig, dass es niemals Frieden zwischen Israelis und Palästinensern geben darf. Das ist "menschenunwürdig".
Hat Jakob Augstein die Merkelsche Staatsräson verletzt?
Das neue Deutschland-1990 ist anders als die BRD bis 1989.
Es ist nur wiedervereinigt worden, um dann in der EU aufzugehen und wie
Min. Schäuble vor dem Bankenrat in F.a.M. im Nov. 2011 sagte:"
Deutschland war noch nie nach dem 08.Mai 1945 souverän !"
Merkel hat dann gegenüber Gefährdungen die aus Israel
rüberschlagen ihre Staatsräson verkündet, damit ihre
tatsächliche Politik von außen nicht fehlinterpretiert werden
kann, d.h. wie die US-Administration aller Präsidenten seit Nixon
unterwirft man sich dem Postulat der Sicherung der Existenz Israels wie
des eigenen Existenzrechtes.
Im Gegensatz zur US-Politik ist dass der Schwelb-Regierung aber eine
Fake-Staatsräson wie sich bei der Abstimmung im Dez.2012 zum
Beobachterstatus des Palästinenser Staates in der UN-Versammlung verhielt.
Eigentlich muss Merkel langsam konsequent mit Avi&Bibi stimmen, d.h.
gegen die Osloer 2-Staatenlösung und für die Annexion der
Siedlungen+Ost-Jerusalem sowie Jordanien zum alleinigen Staat für
Palis machen.
Es ist eine Tragödie, wie H. Broder den Begriff des Antisemitismus zur Vertreidigung der israelischen Besatzungspolitik mißbraucht. Das ist Leichenfledderei an 6 Millionen systematisch und bestialisch getöteten Juden. Kann denn dem nicht mal jemand gerichtlich das Mundwerk stopfen? Oder haben auch deutsche Richter zu viel Angst dann als Antisemiten denunziert zu werden?
das Boese und die Rede vom Antisemitismus
Diese Debatte ist schlechthin absurd.Nicht der Antisemitismus steht zur
Debatte,in Frage steht allein die Freiheit des Menschen, und mit ihr das
Boese. Unsere,wie die Geschichte aller,iunterliegt nicht diesem oder
jenem partikularen Interesse.Die Frage ,ob Dieses oder Jenes
antisemitisch sei, ist nicht nur bedeutungslos,sie verachtet uns alle,
unsere Freiheit,-und alle Dinge,so schwierig sie auch seien.