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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Antisemitismus-Vorwurf Eine offene Gesellschaft

 ·  Das Simon-Wiesenthal-Center hat Jakob Augstein als schlimmen Antisemiten deklariert: Das ist unsinnig und die Begründung lächerlich.

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chantalle ezer
chantalle ezer (ezer) - 06.01.2013 19:44 Uhr

nicht ohne Grund

Schlägt man die offizielle Eu-website auf, die sich mit dem Thema des anwachsenden Antisemitismus in der EU beschäftigt, dann stößt man auf die Zeilen, dass konstante Kritik an Israel zu den typischen Attributen des post-45 Antisemiten gehören.
Das SWC bedenkt seine Äußerungen genau, bevor es sie publiziert. Die immer schrillere Kritik an Israel musste irgendwann Konsequenzen haben und die links-liberale Presse, die so gerne austeilt, sollte sie mit etwas Anstand akzeptieren. Antisemitismus ist kein rechtes Phänomen, sondern ein totgeschwiegenes linkes.
Wie tief verwurzelt der Antisemitismus, im Kleide der Israelkritik ist, zeigt sich am DAI in Heidelberg, wo offen die Abschaffung des Staates Israel gefordert wird. Gerne wird dort die Kolummne von Herrn Augstein und das gedicht von GG zitiert.

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Michael Maag

Gedankenexperiment - Broder vs. Augstein

Die Grundhaltung zählt! Dazu ein einfaches Gedankenexperiment:

Nehmen Sie einfach mal einen Text von Augstein, und ersetzten "Juden" mit "Muslime", Israel" mit , z.B. "Iran" und so weiter. Dann schauen Sie sich mal den entstandenen Text an. Musharbash im Spiegel liefert regelmäßig schlimmeres.

Jetzt das gleiche mit Broder: Ersetzten Sie "Moslem" mit "Juden", "Iran" mit "Israel" und so weiter. Dann schauen Sie sich mal den entstandenen Text an. So einen Text würde man wohl kaum veröffentlichen können, ohne ein Anklage wegen Volksverhetzung zu riskieren.

Und jetzt kann man entscheiden, wer hier der größere Hasser und Hetzer ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 11:29 Uhr
Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 07.01.2013 11:29 Uhr

Genau mit so einem Unsinn beginnt schon der Antisemitismus

Wie kann man nur darauf kommen, einen demokratischen Staat wie Israel mit einem totalitären Staat wie dem Iran vergleichen zu wollen ?
Israel ist ein Staat wie Deutschland mit Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Religionsfreiheit. Im Iran werden Homosexuelle hingerichtet. Das Austauschen von "Israel" und "Iran" delegitimiert den Staat Israel, macht ihn zum Schurkenstaat und verharmlost das brutale iranische Regime, welches den Staat Israel beseitigen will.

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Renate Schmid

Und das Wiesenthal-Center hat doch recht

Es ist allgemeine Praxis Label zu verteilen, um Leute zu diffamieren oder sich selbst welche anzuheften, um sich als den Besseren darzustellen. So kann man mit dem Schimpfwort Nazi jeden Bürger mundtot machen und sich mit der Selbstbetitelung als linker Intellektueller alles erlauben. Es wäre mal an der Zeit, nicht Titel zu vergeben oder wieder abzuwaschen, sondern die geistige Grundhaltung dahinter zu analysieren. Und die hat das Wiesenthal-Center bei Herrn Augstein richtig beschrieben

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Janusz Pomer
Janusz Pomer (Pomer) - 05.01.2013 11:25 Uhr

Er ist kein Antisemit...

Augstein schreibt wie ein Antisemit, er spricht wie ein Antisemit, aber er ist kein Antisemit...
Die deutsche Volksgemeinschaft steht jetzt geschlossen hinter ihm. Dabei hätte es ausgereicht, anstatt sich mit der Rangliste des SWC, mit den Äußerungen Augsteins zu beschäftigen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 14:42 Uhr
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 05.01.2013 14:42 Uhr

Beschäftigung ...

"Dabei hätte es ausgereicht, anstatt sich mit der Rangliste des SWC, mit den Äußerungen Augsteins zu beschäftigen."

Preisfrage: Warum tun die Ausgstein-Hasser genau das nicht?

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Helga Zießler

Ich bin zwar auch als Deutsche geboren, Herr Pomer,

... aber deshalb lasse ich mich noch lange nicht einer gleichgeschalteten "Volksgemeinschaft" zuordnen. Was soll das überhaupt sein? Alle Deutschen sind fleißig und ordentlich, alle Polen sind faul, alle Amerikaner dumm, alle Roma Diebe?? Meinen Sie das?

Dennoch haben Sie recht mit dem ersten Satz. Aber es denken eben nicht ALLE Deutschen so. Genauso wenig, wie alle Polen faul und alle Amerikaner dumm sind. Dumm ist, wer derart verallgemeinert.

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Dirk  Lehmann

Herr Pomer, ihre Wortwahl entlarvt Sie..

Wer demokratisch und offen diskutierende Bürger hier in einer Demokratie mit dem Nazibegriff der "VOLKSGEMEINSCHAFT" diffamiert, entlarvt sich selber zu genüge.

Lernen Sie erst einmal die Grundlagen einer Demokratie und respektvolle Diskussion zu begreifen, anstatt sich hier in Diffamierungen aller deutschen zu ergehen...

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 05.01.2013 10:54 Uhr

Augstein jun soll sich jetzt gefälligst auch den gelben Stern des Antisemiten...

... ans Revers heften. Nichts anderes ist doch wohl eine derartige Deklaration von mißliebigen Personen und Journalisten.
Musn man als Deutscher solche Leute und Rabbis eigentlich wirklich mögen? Oder stehe ich dann schon wieder in einer gedanklichen braunen Reihe, wenn ich nicht mainstreamkonform denke und auf generationenlange Entschuldigungen, Erbschuld und Ausgleichszahlungen keine Lust habe?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 11:35 Uhr
Janusz Pomer
Janusz Pomer (Pomer) - 05.01.2013 11:35 Uhr

"Musn man als Deutscher solche Leute und Rabbis eigentlich wirklich mögen?" Nein, das

muss man nicht. Aber Deutsche, die Ihre Meinung vertreten werden nicht sehr geschätzt. Europaweit, quasi überall wo man mit der Vorgeneration zu tun hatte. Wegen dieses Denkens.

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Wolfgang Schulz

@Sundt

Hallo Herr Sundt,
offensichtlich haben Sie auch nichts wirklich Wichtiges zu tun an diesem Abend eines trüben Tages und hängen wie ich in dieser Kommentarspalte rum. Aber mit Lohnschreiber für das israelische Informationsministerium (muss natürlich Kommunikationsministerium heissen, ich sehe, Sie kennen sich aus) meinte ich natürlich Leute wie Sie, nicht Broder. Auch stelle ich fest, Sie haben gern das letzte Wort und da dachte ich mir, ich vermassel Ihnen mal die Tour (es sei denn, die armen FAZ-Mitarbeiter, die die Lesermeinungen bearbeiten, haben die Faxen dicke) und stelle fest, dass Sie immer noch nicht faktisch zu einer der vom SWC inkriminierten Zitate von Augstein Stellung bezogen haben. Also beharre ich darauf, dass Ihnen lediglich an einer Augstein-Denunziation, nicht an einer inhaltlichen Auseinandersetzung gelegen ist.

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Dirk  Lehmann

Herr Sundt, der Unterschied zwischen uns ist unter anderem der..

... daß ich zwar ebenfalls beim überwiegenden teil der Augstein-Blogbeiträge Gegenpositionen vertrete...

ABER:

Ich greife in meiner Ablehnung nicht zu Denunziationen, Lügen, drehe Augstein NICHT das Wort im Munde herum oder - Spezialität von Broder - zitiere bewusst verstümmelnd und unvollständig, um Augsteins Aussage ins Gegenteil zu verkehren.

Auch vermeide ich es, Argumente durch Beleidigungen und persönliche Verunglimpfungen zu ersetzen.

Wenn man sich mit jemandem auseinandersetzen will, bedarf es klarer SACHARGUMENTE.

in diesem Forum wurde bis jetzt, nach über 200 veröffentlichten postings, IN KEINEM EINZIGEN posting der verteidiger Broders oder des ZdJ oder des SWC auch nur ein EINZIGES Zitat von Augstein korrekt wiedergegeben , geschweige denn widerlegt.

Dafür wurden Ausflüge in pauschalen Linkenhass, Herabsetzung der Person etc systematisch eingesetzt.

Eine größere intellektuelle Schmach kann man ja auf Ihrer Seite der Forengruppen hier kaum erleiden, oder?

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Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 04.01.2013 16:34 Uhr

Im Zweifel Diffamierung

Jakob Augsteins Äußerungen zu Nahost als "Israelkritik" in Anführungszeichen zu setzen, ist nur insofern berechtigt, als Augstein tatsächlich nur die mißratene Politik der derzeitigen israelischen Regierung kritisiert, nicht aber Israel als solches.

Die gegen Augstein gerichtete Verleumdung, Judenfeind oder Israelfeind zu sein, wurde durch diese Zeitung, aber auch in diesem Forum deutlich genug widerlegt.

Nun könnten die Juden oder Judenfreunde in diesem Forum ja auch einmal zugeben, daß die Verleumdung Augsteins ungerecht war.

Aber nein, stattdessen windet und dreht man sich, um ihm andere Bosheiten oder Unzulänglichkeiten zu unterstellen.

Nun soll er also ein linksintellektueller Irrläufer sein. Wieder einmal so eine persönliche Herabsetzung, der dann noch einige Unterstellungen von falschen Aussagen folgen, ohne aber nur im geringsten nachzuweisen, weswegen die Aussagen falsch sein sollen.

Ganz konkret: Welche Aussage Augsteins zur israelische Regierung soll falsch sein? uAwg

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Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 04.01.2013 14:48 Uhr

Schlimmes Israel-Bashing

Das Simon-Wiesenthal-Center findet die entstandene Diskussion über linken Antisemitismus gut. Und diese Diskussion in diesem Forum ist einerseits erschreckend, andererseits aufschlussreich. Wer sich am meisten über die "Israellobby" beschwert, bekommt den größten Zuspruch. Frei nach dem Motto "Deutsche wehrt Euch!". Weiterhin ist zu beobachten, dass Augsteins sogenannte Kritik der israelischen Politik unreflektiert geteilt wird, also ein Volk von 6 Mill. Einwohnern, dass von 220 Mill. feindlich gesinnten Arabern umgeben ist, wird als "aggressiv" bezeichnet und sei selbst Schuld, dass die Palästinenser mit Raketen schießen, weil Israel angeblich für "unmenschliche Verhältnisse" in den Palästinenser-Gebieten verantwortlich sei. Kein Wort dagegen zur Hamas oder zum Iran. Aber das geht uns Deutsche ja nichts an. Weil wir 6 Mill. Juden umgebracht haben, schauen wir nun ganz genau darauf, ob die Juden heute etwas aus der Geschichte gelernt hätten oder ob der Führer doch recht hatte.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 11:12 Uhr
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 05.01.2013 11:12 Uhr

Vergeßt Ausschwitz, helft Israel

... hat Broder mal geschrieben und das ist der Kern des Ganzen.

Antisemiten vom Typ A begehen jeden Ausschwitzgedenktag, mit gefühlter Betroffenheit und am liebsten irgendeinem systembolischen Gegenstand, und lassen sich immer neue originellere Erinnerungsrituale einfallen (Stolpersteine, Stelen usw.). Aber das verstärkt eher ihre neurotische Fixierung auf dieses Land. Und ich kann jeden mittlerweile verstehen, der daraus den Eindruck gewinnt, sie wollen irgendwie nachträglich an dem mitwirken, am dem ihre Großväter und Väter gescheitert sind ...

Herr A soll sich um Syrien kümmern, um Nordkorea, den Iran und den Jemen. Und wenn er dann noch die Muße hat, sein Betroffensein auf den Nahen Osten zu lenken, dann bittesehr ...

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Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 04.01.2013 18:25 Uhr

Nicht alle sind Salafisten oder Moslembrüder,

aber Judenhass (nicht nur Israel-Hass) existiert in der gesamten arabischen Welt und zeigt sich inbesondere bei Anschlägen auf jüdische Kinder, z.B. in Frankreich.
Natürlich darf man die israelische Politik kritisieren. Gute Freunde muss man kritisieren, andernfalls ist man ein Heuchler. Nur bezweifele ich, dass Herr Augstein ein guter Freund Israels ist - genau so wenig wie die meisten es hier in diesem Forum sind, weil die Kritik einseitig ist und von unserem europäischen Blickwinkel heraus erfolgt. Wir in Deutschland haben keine Feinde, die Raketen auf uns schießen oder uns das Existenzrecht absprechen. Es ist also zu einfach, von Israel zu fordern, es sollte sich so verhalten wie unsere Friedensaktivisten es wünschen. Denn dann wäre der Staat Israel nicht mehr da.

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Helga Zießler

Bedaure, Frau Fleitmann,

... aber auch Sie haben anscheinend nicht verstanden, was Herr Martin Wehlan hier doch sehr korrekt schildert. Der Staat Israel ist von Beginn an den Feindseligkeiten sämtlicher Länder rundherum ausgesetzt gewesen, und all jene, die auch hier wieder vorgeblich nur die falsche Regierungspolitik der Israelis beklagen, haben schon immer die Gegenwehr Israels beklagt, nicht aber die Bedrohungen, denen Israel bis heute ausgesetzt ist.

Sie fragen, ob es wirklich dienlich sei für Israels Interessen, wenn man deren Politik verteidigt. Nun, wenn die Israelis auf die "Ratschläge" der linken Gutmenschen gehört hätten, wären sie längst alle im Mittelmeer ertrunken oder von Raketen und Bomben zerfetzt. Und welche Politik meinen Sie, die in die Sackgasse geführt habe? Die israelische, ja? Dann sollten Sie aber auch mal die Politik der Gegenseite ansehen!

Im übrigen stimme ich Herrn Wehlan in allem völlig zu.

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Heinrich Seneca

SgH Wehlan,

Israel ist mehrheitlich von den UN-Staaten als Staat anerkannt und trägt daher auch Verantwortung für seine direkte Nachbarschaft, in der es existiert.
Interessant ist, dass Sie die 1,5 Mio. nicht-jüd. Staatsbürger Israels offenbar gar nicht zum Volk der 6 Mio. (jüd.) Einwohner Israels hinzuzählen, wenn dieses von "220 Mio. feindl. gesinnten Arabern" umgeben ist; denn Israel hat mittlerweile bekanntlich etwas mehr als 7,5 Mio. Einwohner und dabei sind rd. 20% Nicht-Juden.
Die Hamas will wie alle Moslembrüder-Organisationen von der türk. AKP bis zur Ennaha Tunesiens Israel wieder Re-Islamisieren, aber sind alle 220 Mio. Araber und weitere 1.200 Mio. Moslems Moslembrüder oder Salafisten?
Wohl kaum!

Deshalb sollten Sie nicht so generalisieren.

Wenn Deutsche die aktuelle Politik Israels kritisieren, dann sind sie doch nicht per se "Judenfeinde".
Jetzt hat aber deshalb das SWC Herrn Augstein zum "schlimmsten Antisemiten" international proskribiert und das wird ungerechte Folgen haben.

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Wolfgang Kreuter

gut so

der zentralrat der juden in deutschland hat sich klar zur meinungsfreiheit bekannt und den unsinnigen antisemitismus vorwurf gegen augstein kritisiert. er hat damit auch broders denunziatiönchen implizit abgewatscht.
das wird vernunft in diesen unseligen zuweisungskrieg bringen. gut so.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 15:41 Uhr
Dirk  Lehmann

der ZdJ hat nur beigedreht... und DAS auch nur scheinbar....

siehe auch mein posting zur Sprachregelung des ZdJ, die GANZ SICHER NICHT ZUFÄLLIG KEINE verteidigung Augsteins ist, sondern nur eine Mitteilung der FRÜHEREN persönlichen Einschätzung des herrn Korn.

Bisher habe ich allem, was mit dem Namen von Simon Wiesenthal verbunden war, bisher stets allerhöchsten Respekt entgegengebracht. DAS IST JETZT VORBEI.

Den ZdJ nehme ich allerdings bereits seit einer ganzen Reihe von Jahren nicht mehr als seriös war. Spätestens seit Knobloch und Graumann schüttele ich nur noch mitleidig den Kopf.

Graumanns Einlassungen zur Beschneidung waren ja bestenfalls ungewollte Komik.

Wenn ich zuvor von Jemandem vernommen hätte, daß die Beschneidung gewissermaßen die GRUNDLAGE des Jüdischen Lebens wäre und ein Beschneidungsverbot im Säuglingsalter das jüdische Leben in Deutschland quasi vernichten würde - da wäre ich extrem wütend geworden ob so einer herablassenden und perfiden Bemerkung!
Zuvor davhte ich, so etwas Dummes würden nur Neonazis von sich geben...

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Walter Gerhartz

Noch mein Spruch dazu

-
WER NICHT KRITIKFÄHIG IST FINDET AUCH KEINE KOMPROMISSE

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Carlos Anton

Wie wäre es mit Ignorieren

Herr Broder ist ein passabler jedoch nicht überragender Journalist, dessen Markenzeichen überspitzte Formulierungen sind, die nicht selten das Gebot der Fairness verletzen. Solche Menschen ignoriert man am besten, denn alles andere fördert ihre Intention, provozieren zu wollen.

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Dirk  Lehmann

ZdJ macht eine zarte, Butterweiche Relativierung der Angriffe seitens des SWC...


Salomon Korn vom ZdJ:
"Das amerikanische Simon-Wiesenthal-Zentrum habe bei seiner Kritik an dem Verleger und SPIEGEL-ONLINE-Kolumnisten offensichtlich nicht genügend recherchiert oder sich kundig gemacht, kritisierte Korn an diesem Freitag im Deutschlandradio Kultur. "Ich habe einiges von ihm gelesen, es war nicht sehr viel. Ich hatte nie den Eindruck, dass das, was er geschrieben hat, antisemitisch ist"

Das Wiesenthal-Zentrum hingegen:

"Nur weil er ein Journalist ist, geben wir Herrn Augstein keinen Freibrief, zu sagen, was er will, und sich dann hinter journalistischer Integrität zu verstecken. Seine Aussage hat keine Richtigkeit, es gibt keine Basis dafür", sagte Rabbi Abraham Cooper von der Organisation in Los Angeles."

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen:

"Augstein hat KEINEN FREIBRIEF, ZU SAGEN; WAS ER WIILL"

WO KÄMEN WIR AUCH HIN, WENN JEMAND IN DEUTSCHLAND SEINE MEINUNG SAGEN DÜRFTE!

DAS WIRD IMMER NOCH IN DEN USA, UND DORT IM SWC ENTSCHIEDEN!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 13:40 Uhr
Dirk  Lehmann

Man muss Korns Stellungnahme sprachlich analysieren....

.... um die perfide Art dieser Stellungnahme richtig zu verstehen:

1) Er hat weder gesagt, daß Augstein KEIN Antisemit IST, sondern nur, daß er persönlich BISHER "nicht den Eindruck hatte" - selbst DAS wird noch relativiert, indem er vorgibt, kaum etwas von Augstein gelesen zu haben (wer´s glaubt... )

2) von einem intelligenten Menschen sollte man eigentlich annehmen, daß er sich zu den Vorwürfen klug macht, indem er die israelkritischen Artikel einfach mal liest... und dann Augsteins Argumente sachlich KONKRET Punkt für Punkt als korrekt anerkennt - oder eben klar widerlegt - das ist aber zu viel verlangt vom Führungskader des ZdJ - da arbeitet man schon seit langer Zeit ausschliesslich mit Unterstellungen, Denunziationen und Lügen.

3) der ZEITPUNKT der SCHEINBAREN Relativierung ist doch auffällig SPÄT:
Korn Äusserung ist wohl nur ein taktisches Einlenken, weil selbst der ZdJ merkt, daß es DIESES Mal einfach ZU PLUMP war und sich breiter Widerstand abzeichnet...

ERBÄRMLICH!

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Walter Gerhartz

Erst Günther Grass jetzt Augstein.....wo bleibt die Meinungsfreiheit ???

-
Ich finde, dass seine Vergleiche zutreffend sind.
-
Selbst Frau Galinski, die Tochter des ehemaligen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Deutschlands, sagt dies ....und noch Schlimmeres !!
-
Hier soll jemand MUNDTOT gemacht werden, der eine mahnende Stimme für Frieden und Freiheit erhebt.
-
Dabei ist es für mich gleich welche Religionen oder Stämme davon betroffen sind !!
-
Zum Schluss noch ein passendes Zitat von Goethe:
================================
„Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“

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Dieter Weber

Broder Line Syndrom

HMB gefällt sich in der Rolle als polemischer Provokateur. Das ist manchmal amüsant, oft enervierend und niemals seriös. Sich auf ihn als "Experten" in Sachen Augstein und Antisemitismus zu berufen disqualifiziert das Simon-Wiesenthal-Center als ernstzunehmende Institution.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 14:46 Uhr
Helga Zießler

Herr Weber

Sie schildern Broders Intentionen meiner Ansicht nach absolut richtig. Der Mann will provozieren. Ich bin sicher, die Diskussion, die durch diese Einordnung Augsteins in eine "Rangliste" von Antisemiten unter Berufung ausgerechnet auf Broder entstanden ist, wird Broder diebisch freuen.

Das SWC hat sich damit aber keinen Gefallen getan. Es ist gerade so, als wolle sich etwa ein Gericht ernsthaft auf die Übertreibungen, Zuspitzungen und provokanten Formulierungen eines Kabarettisten als Zeugen berufen.

Damit das aber klar ist: Davon abgesehen habe ich Augsteins Äußerungen schon immer für antisemitisch gehalten. Genau so wie Grass' "Gedicht".

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Dirk  Lehmann

Eine schöne, zutreffende und äusserst humorvolle Wortschöpfung....

"Broder-Line-Syndrom" .... wie elegant man Broder doch erklären kann, Hut ab!

Ich mag englischen Humor!!

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Kai Schraube

Soviel Aufmerksamkeit hat das Wiesenthal-Centrum nun wirklich nicht verdient

Der aktuelle "Antisemitismus"-Vorwurf dürfte nichts anderes als eine gezielte Provokation sein. Dem (amerikanischen) SWC droht mit Ableben der letzten Holocaust-Täter faktisch der Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Also muß mediale Aufmerksamkeit hergestellt werden - von daher dürfte es das Ergebnis recht mühsamer Anstrengungen gewesen sein, im deutschen Jacob Augstein, dafür eine Zielscheibe gefunden zu haben.

Wesentlich weitergehende und zudem fundiertere Kritik am "Zionismus" kommt übrigens seit Jahren aus Israel selbst. Empfehlenswert ist z.B. das Buch "Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss" von Avraham Burg (Präsident der Knesset bis 2003). Burg müßte also auch auf der Liste des SWC stehen. Aber damit würde sich die Organisation nur selbst ins Abseits manövrieren.

Fakt ist: Israel ist nicht gleich Zionismus - und das SWC spricht nur für sich selbst. Und das muß einen heute ebensowenig interessieren, wie die Ergüsse eines Herrn B.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 13:05 Uhr
Heinrich Seneca

Jakob Augstein einer der "10-schlimmsten lebenden Antisemiten"?

Das US-Institut "SWC" hat Jakob Augstein auf Basis eines Artikels des ASV-Gazettenschreibers, pol.-jüd. Herkunft, Herrn H. Broder zu einem der 10-schlimmsten lebenenden Antisemiten proscribiert, das wird Folgen haben.

Wahrscheinlich wird Herr J.Augstein wie der Nobelpreisträger G.Grass nicht mehr in Israel noch in die USA einreisen können und so seine Reisetätigkeit deutlich beschränkt sehen, dank seinens publizistischen Lieblingsfeindes H.Broder vom ASV und der Israellobby.
So oder so ist J.Augstein als "hardcore Antisemit" international gebranntmarkt.

Die Zeiten haben sich seit Deutschland-1990 und dem Untergang der SowjetUnion-1991 deutlich auch in der Meinungsmacherindustrie/Medien verändert.
Man kann wohl seine Meinung nur noch reflektiert an den Siegern des Kalten Krieges und der Globalisierung ordentlich veröffentlichen.
"Die Macht ist mit Euch!"

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Julian Bielicki

Antisemitismus ist Diffamierung, Dämonisierung, Delegitimierung von Juden oder Israel

Antisemitismus ist auch wenn jemand Juden oder Israel diffamiert, dämonisiert und delegitimiert, denn damit fängt die Verfolgung von Juden an und damit wird auch Ermordung von Juden legitimiert. "Sind selber schuld, weil sie Siedlungen bauen" und so weiter.
Jakob Augstein ist ein Prototyp eines solchen Antisemiten, der deswegen von sehr Vielen in Schutz genommen wird, weil er ja nur sagt, was diese Vielen denken. Der Führer ist tot. aber die deutsche Volksgemeinschaft samt ihres Antisemitismus lebt in ihrem Autismus unverändert weiter und ist keinem rationalen Argument zugänglich, auf Kritik reagiert sie mit medialer Vernichtung, mit ebensolcher Diffamierung, Dämonisierung, Delegitimierung des Kritikers, so wie es Henryk M. Broder geschieht.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 17:40 Uhr
Helga Zießler

d'accord, Herr Bielicki !

Viele der Leser-Kommentare hier und gelegentlich auch Bemerkungen, die man im größeren Gesprächskreis hört, sind ein Beleg für die Richtigkeit der Befürchtungen der bei uns lebenden jüdischen Mitbürger, dass in Deutschland der Antisemitismus wieder "fröhliche Urständ" feiert. Es ist wirklich erschreckend.

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Dirk  Lehmann

Seit wann ist sachliche

und mit ARGUMENTEN belegte Kritik an der Besatzungspolitik Israels "Diffamierung, Delegitimierung, Dämonisierung" ??? Wenn Sie das wirklich ernst meinen, befinden Sie sich auf dem Standpunkt totalitärer Staaten, herzlichen Glückwunsch... Selbst der Papst, angeblich ja unfehlbar, akzeptiert Kritik, sowohl an ihm selber als auch am Vatikan. Typisch ist übrigens Ihr Flüchten in die Opferrolle auch unter Mitnahme des Hetzers namens Broder unter Umkehrung seiner extrem aggressiven Brandstiftermentalität in die Rolle des Opferlamms.... Damit kommen Sie nicht mehr durch, in Zukunft werden nicht ständige Beleidigungen, sondern ARGUMENTE nötig sein, kommen Sie endlich in der Demokratie an, es wird zeit dafür...

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Thea Kleinert

Mit Jakob Augstein ein Exempel statuieren?

Ein anderer Grund will mir nicht einfallen. Kritik an der Interventions- und Besatzungspolitik Israels muss in unserem Land möglich sein.
Zum Sterben zu wenig und zum Leben zu viel - ist das eine menschenwürdige Politik für die Menschen in den besetzten Gebieten? Sind die Menschen in Israel mit der Politik ihrer Regierung(en) zufrieden? Fühlen sie sich in ihrem Land sicher mit dieser Politik? Gerade weil "die Deutschen" nicht "unbelehrbar" sind, wie eine Kommentatorin hier schrieb, diskutieren sie kritisch mit. Der "Antisemitismus"-Vorwurf wird gern als Ablenkungsrhetorik benutzt. Der kritische Autor soll unglaubwürdig gemacht werden. Ihm wird ein emotionaler Grund, nämlich Hass gegen Juden unterstellt. Sachliche Gründe werden nicht zugelassen.

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 20:17 Uhr
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 04.01.2013 20:17 Uhr

Wie altes Unrecht tilgen?

Das ist immer wieder eine schwere Frage. Ich bin gegen jegliche Vertreibung, ich bin daher gegen die tatsächlich begangene Vertreibung der Palästinenser wie ich auch gegen eine Vertreibung der Hebräer aus dem heutigen Israel wäre.

7,5 Mio. Menschen leben derzeit in Israel, davon 20% Nichthebräer. Hunderttausende Palästinenser vegetieren in Flüchtlingslagern außerhalb Israels. Ich möchte ganz einfach hier einmal die Frage stellen, ob nicht doch die palästinensischen Flüchtlinge in ihrer alten Heimat im heutigen Israel wiederaufgenommen werden können (ohne Vertreibung der Hebräer). Ich bin mir durchaus darüber klar, daß das sehr schwer wäre, aber wäre es wirklich unmöglich? Sollte es gelingen, wäre es doch eine wichtige Beendigung von altem Unrecht. Damit verbunden wäre natürlich ein weitgehender Umbau des Staates Israel, notwendig mit erheblich verbesserter Stellung für die Nichthebräer.

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Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 04.01.2013 20:02 Uhr

Langsam lassen Sie die Katze aus dem Sack

Herr Weiss, und zeigen, wessen Geistes Kind Sie sind. Erstens wurde der Staat Israel nicht gewaltsam gegründet, sondern es lag ein UNO-Beschluss zugrunde. Die Ausweitung des Territoriums kam erst durch den Krieg der arabischen Staaten zustande, den diese verloren hatten. Und wenn Sie von "tausendfachen Morden und hunderttausendfachen Vertreibungen" sprechen, dann sollten Sie auch angeben, dass die Morde und Vertreibungen von beiden Seiten begangen wurden.

Ihr größter Irrtum ist aber, dass Sie glauben, der Nahe Osten kommt deshalb nicht zur Ruhe, weil es den Staat Israel gibt. Auch ohne Israel wäre es ein ständiger Unruheherd, wie man zZ in Syrien beobachten kann. Wollen Sie den Staat Israel opfern, in der Hoffnung auf Frieden ? So wie man 1938 die Tschechoslowakei geopfert hat mit der Hoffnung auf Frieden ?

Wenn Israel stirbt, stirbt wenig später auch Europa.

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Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 04.01.2013 19:36 Uhr

1948

"sich mehr zu informieren, wie die Dinge tatsächlich sind und wie der gesamte historische Verlauf war"

Ein sehr guter Ratschlag - nicht zuletzt für Frau Ziessler. Denn wenn es wirklich um die Kenntnis des "gesamten historischen Verlaufs" geht, kommt man nicht an dem Jahr 1948 n.Chr. vorbei - als der Staat Israel gewaltsam in einem Gebiet gegründet wurde, das vor dieser Staatsgründung von etwa doppelt so vielen Palästinensern wie Hebräern besiedelt war. Zwar hatte sich die UNO für einen Staat Israel ausgesprochen, aber mit deutlich engeren Grenzen für diesen Staat. Auch über die näheren Umstände dieser Staatsgründung, die dabei begangenen tausendfachen Morde und die hunderttausendfachen Vertreibungen, sollte man sich schon informieren.

Wer diese Umstände kennt, weiß, warum der Nahe Osten nicht zur Ruhe kommt, weiß auch, warum Israel dort so gehaßt wird.

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Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 04.01.2013 19:29 Uhr

Altes Unrecht mit neuem Unrecht tilgen ?

Herr Weiss, man kann sich ja über so manches streiten, z.B. ob Siedlungen illegal sind. Aber ein Rückkehrrecht der Flüchtlinge von 1948 geht nun wirklich nur dann, wenn man die jetzt dort lebenden Israelis vertreibt. Das wollen Sie doch nicht wirklich ? Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass im Jahr 1948 alle Juden aus Ost-Jerusalem vertrieben wurden und alle Synagogen zerstört wurden und dass diese Vertriebenen sich problemlos in Israel integriert haben.
Ihre Formulierung "das Land, in dem sich derzeit Israel breitmacht" klingt aber so, als wollten Sie tatsächlich den Staat Israel abschaffen.

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Helga Zießler

Doch, Herr Wehlan,

... davon sind Menschen wie Frau Kleinert wirklich überzeugt, nicht zuletzt, weil es ihnen von den linken Gutmenschen und entsprechenden Medien in D so erklärt wird.

Da braucht man sich denn auch nicht die Mühe zu machen, sich mehr zu informieren, wie die Dinge tatsächlich sind und wie der gesamte historische Verlauf war. Schließlich will man doch auch seine Vor-Verurteilung Israels nicht durch Tatsachen gestört sehen.
Solche Fragen wie die von Frau Kleinert, ob die Menschen in Israel sich sicher fühlen in ihrem Land mit diesen Regierungen, zeigen es doch.
Israelis haben sich dort noch nie sicher fühlen können, weil ihre Nachbarn sie nicht in Frieden leben lassen wollen. Und da Israel eine Demokratie ist, können die Israelis schließlich auch eine andere Regierung wählen - wenn die Mehrheit das wollte.

Es ist immer dasselbe Lied. Wie bei Günther Grass. Der hatte auch nichts gegen die Israelis. Er hatte nur etwas gegen deren Politik. Eine Ausrede ist eine Ausrede ist eine Ausrede...

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Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 04.01.2013 17:02 Uhr

Wer schuld ist

Wer blockiert denn den Gazastreifen? Wer isoliert und zerstückelt das Westjordanland durch Mauerbau und Siedlungen?

Wer diese Fragen beantwortet, beantwortet auch die Frage, wer an den tatsächlich menschenunwürdigen Lebensbedingungen in diesen Gebieten schuld ist.
Bei dieser Gelegenheit darf ich an das Entsetzen der deutschen katholischen Bischöfe erinnern, als sie das dortige Elend sahen, und gerade die katholischen Bischöfen in Deutschland dürften zu den engsten Israelfreunden überhaupt gehören ...

Und was nun die palästinensischen Flüchtlingslager betrifft: Die Heimat dieser Menschen ist das Land, in dem sich derzeit Israel breitmacht. Wie wäre es denn, wenn Israel diese Menschen endlich wieder in ihre Heimat hineinließe?

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Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 04.01.2013 14:12 Uhr

Wer ist Schuld ?

Glauben Sie wirklich, dass Israel Schuld ist an den inneren Verhältnissen im Westjordanland und im Gaza-Streifen, die Sie als "menschenunwürdig" bezeichnen ? Ist es nicht eher "menschenunwürdig", dass die arabischen Staaten die Palästinenser seit 1948 in Flüchtlingslagern halten, anstatt ihnen die Integration zu ermöglichen. Weder im Westjordanland noch im Gaza-Streifen gibt es Hunger. Armut gibt es, aber die ist nicht größer als z.B. in Ägypten. Das größte Problem ist aber, dass die Palästinenser nicht selbst bestimmen dürfen, also nicht frei sind. Denn einerseits werden sie von Saudi-Arabien fremdbestimmt, andererseits vom Iran. Beide sind zwar Feinde, sich aber darin einig, dass es niemals Frieden zwischen Israelis und Palästinensern geben darf. Das ist "menschenunwürdig".

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Heinrich Seneca

Hat Jakob Augstein die Merkelsche Staatsräson verletzt?

Das neue Deutschland-1990 ist anders als die BRD bis 1989.
Es ist nur wiedervereinigt worden, um dann in der EU aufzugehen und wie Min. Schäuble vor dem Bankenrat in F.a.M. im Nov. 2011 sagte:" Deutschland war noch nie nach dem 08.Mai 1945 souverän !"
Merkel hat dann gegenüber Gefährdungen die aus Israel rüberschlagen ihre Staatsräson verkündet, damit ihre tatsächliche Politik von außen nicht fehlinterpretiert werden kann, d.h. wie die US-Administration aller Präsidenten seit Nixon unterwirft man sich dem Postulat der Sicherung der Existenz Israels wie des eigenen Existenzrechtes.
Im Gegensatz zur US-Politik ist dass der Schwelb-Regierung aber eine Fake-Staatsräson wie sich bei der Abstimmung im Dez.2012 zum Beobachterstatus des Palästinenser Staates in der UN-Versammlung verhielt.
Eigentlich muss Merkel langsam konsequent mit Avi&Bibi stimmen, d.h. gegen die Osloer 2-Staatenlösung und für die Annexion der Siedlungen+Ost-Jerusalem sowie Jordanien zum alleinigen Staat für Palis machen.

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Walter Müller
Walter Müller (camier) - 04.01.2013 08:31 Uhr

Alles Antisemiten außer Mutti

Es ist eine Tragödie, wie H. Broder den Begriff des Antisemitismus zur Vertreidigung der israelischen Besatzungspolitik mißbraucht. Das ist Leichenfledderei an 6 Millionen systematisch und bestialisch getöteten Juden. Kann denn dem nicht mal jemand gerichtlich das Mundwerk stopfen? Oder haben auch deutsche Richter zu viel Angst dann als Antisemiten denunziert zu werden?

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paul brandt
paul brandt (stromtid) - 04.01.2013 07:01 Uhr

das Boese und die Rede vom Antisemitismus

Diese Debatte ist schlechthin absurd.Nicht der Antisemitismus steht zur Debatte,in Frage steht allein die Freiheit des Menschen, und mit ihr das Boese. Unsere,wie die Geschichte aller,iunterliegt nicht diesem oder jenem partikularen Interesse.Die Frage ,ob Dieses oder Jenes antisemitisch sei, ist nicht nur bedeutungslos,sie verachtet uns alle, unsere Freiheit,-und alle Dinge,so schwierig sie auch seien.

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Jahrgang 1966, verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton.

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