07.01.2013 · Die Technik erneuert sich. Maschinen sagen Maschinen, welche Maschinen sie wie bauen sollen. Ein 3D-Drucker schafft Gegenstände aus Information und Energie. Gibt es auch Verlierer?
Von Dietmar DathRichtlinien für Lesermeinungen
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Es wird oft versucht, Technik und Philosophie zusammenzubringen - es
klappt einfach nie. Technologie (auch CAD/CAM) ist (fast immer)
moralisch indifferent, schlecht oder gut wird sie erst durch den
Menschen, der sie nutzt.
Und bitte informieren Sie sich mal über den aktuellen Stand der
3D-Drucktechnologie, bevor Sie sich auf Vergleiche mit knetenden Kindern
einlassen.
Wirre, entbehrliche Darstellung einer Riesenchance
Zunächst mal wäre davon auszugehen, daß es eine Menge
Leser gibt, die nicht wissen, was ein 3D-Drucker ist. Das zu
erläutern, wäre Pflicht gewesen. Statt dessen
pseudo-philosophisches Geschwurbel ohne Ausgang. Soso, vielleicht soll
es Verlierer geben. Das ist ja ein Ding! - Verlieren werden die, die in
unserer Zeit in jedem Zusammenhang verlieren werden, nämlich jene,
die zu faul sind, sich damit zu befassen.
Ein 3D-Drucker, der einen befähigt, selbst entworfene Bauteile oder
ästhetische Gegenstände zu erzeugen - unabhängig von den
Vorgaben der üblichen Massenproduktion! - ist eine nie dagewesene
Demokratisierung von Produktionsmitteln, die Möglichkeit für
buchstäblich jeden, mit geringem finanziellen Einsatz Produkte
herzustellen. Die Quatsch-Ökonomie des Herrn Marx fußt u.a.
auf der Behauptung, der gemeine Mann habe keine Chance, Privateigentum
an Produktionsmitteln zu erringen u. bleibe deshalb immer
Ausbeutungsobjekt. Hier ist der Gegenbeweis.
Vielen Dank für die Hintergrundinformationen - In Europa hat vieles und beginnt noch vieles
Vielen Dank für die Hintergrundinformation zu dem mir bereits
bekannten und wirklich faszinierenden Video
Um den Pessimisten die Luft etwas aus den Segeln zu nehmen,Adrian Bowyer
ein zwischenzeitlich emeritierter Professor an der Bath University hat
2004 mit der Idee eines Studenten begonnen, 3D Drucker sollen die
benötigten Teile selbst herstellen.
In dem RepRap genannten Projekt stecken viel Ideen, noch mehr Idealismus
und - insbesondere von Herrn Bowyer als anderen - viel Arbeit.
Dass viele Unternehmen welche kommerziell Geld verdienen in den USA
ansässig sind ist richtig.Andererseits Adrian Bowyer mit Reprappro
der auch Selbstbaukurse anbietet als auch kommerzielle Unternehmen wie
EOS in Kraiiling bei München sind treibende Kräfte.
Die großen Fortschritte begründen sich auch in Open Source
Software wie Software Skeinforge oder Slic3r für CNC sowie
3DSoftware wie OpenScad.
Es wäre schön wenn England mit RepRap und RaspberryPI die
Kreativität der Menschen in Europa freisetzt
Neue Gewinner und Verlierer hat es bei disruptiven Technologien immer
gegeben. Aber es hat die Menschen im Gesamten betrachtet voran gebracht.
Und es wäre ja auch schlimm wenn alte Machtverhältnisse auf
Dauer perpetuiert werden würden.
Deutsche Industriefertigung sollte rechtzeitig in die Erforschung
industrieller (große) 3D Drucker investieren. Um z.B. ganze
Häuser, Flugzeuge usw. zu drucken.
Es war schon immer so. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Leider führt die deutsche Technophobie z.B. nur dazu dass die
Internetriesen eben Amazon, Google , Apple und Facebook heißen.
typisches Feuilleton-Geschwafel
Ich bin seit über 20 Jahren beruflich in der IT-Branche,
insbesondere im Bereich CAD/CAM, Rapid Prototyping, PLM, digitale
Fabrikplanung aktiv und habe selten ein solches Geschwurbel zu diesen
Technologien lesen dürfen. Der Autor hätte auch einfach
schreiben können, daß er nicht die leiseste Ahnung bzw. einen
Durch- und Überblick hat.
Zitat: "Ein weniger avantgardistisches, eher lebens- und vor allem
berufsweltlich organisiertes Phänomen im Umkreis dieser
Neukonfiguration des Technischen überhaupt ist das inzwischen
nahezu alle Bereiche der Güterproduktion umfassende Paradigma
CAD/CAM, also Computer Aided Design und Computer Aided Manufacturing:
Maschinen sagen Maschinen, welche Maschinen sie auf welche Weise bauen sollen."
Dies ist Unsinn hoch zehn. Es sind und bleiben die Entwickler an den
CAD/CAM-Systemen, welche "Maschinen" besser Produkte
entwickeln. Ohne die "wenig avantgardistischen"
CAD/CAM-Systeme wäre übrigens das RPT, also auch das
"3D-Drucken" obsolet. Setzen: Sechs.
Dieser Artikel ist so typisch deutsch, das es wehtut und quietscht.
Wieder mal wird von einem deutschen Schwarzmalerei betrieben, das man
sich auch ja schön schlecht fühlt.
Vor allem beim 3D Drucken. Während anderorten die Technik als
bahnbrechend bejubelt wird, kommen hier die Untergangspropheten aus
ihren Löchern gekrochen und bejammern die Ungleichheit der Welt.
Das Leben ist hart und ungerecht. Und endet immer tödlich.
.
Wieviel besser war da der Artikel in einem anderen Magazin. Der konnte
wenigstens mit halbwegs brauchbarer Information zu dieser neuen Technik glänzen.
Angst davor, das Technische könnte das Menschliche unter sich begraben, haben nur jene,
die vom Technischen wenig bis nichts verstehen.
Die Technik kann nach wie vor nicht selbstständig oder sinnvoll
denken und ist daher ein reines Werkzeug. Von daher ist sie momentan
noch gar nicht fähig, das wie auch immer verstandene Menschliche
unter sich zu begraben. Das geht frühestens, wenn sich Maschinen
autonom warten und weiterentwickeln können, was so schnell nicht
passieren wird.
Der Stand der künstlichen Intellitenz ist dafür viel zu
erbärmlich, die sind noch nicht einmal auf Ameisenniveau.
Drum behaupte ich voller Überzeugung, dass sich nur jene Sorgen um
das Menschliche machen, die von der Technik nichts verstehen, dieser
damit ausgeliefert sind.
Und ich gehe noch weiter, viele Menschen verstehen trotz
"Sozial" im Titel auch nicht viel vom Menschlichen.
Was bei Normalbürgern mehr oder weniger belanglos ist, entwickelt
sich zum Super-GAU, wenn es sich um Politiker handelt! Denn um sinnvolle
Entscheidungen zu treffen, muss ich die Welt um mich herum durchschauen können.
"Information schafft mittels Energie Werte, Energie wird mittels
Information zu Macht."
Sie vergessen (zumindest in dieser zusammenfassenden Auftstellung) die
Komponente "Rohstoffe". Und wer über die verfügt,
hat mindestens so viel Macht wie der Informations- und Energieinhaber.
Das ist die Zukunft. Es wird nur noch nicht von jedem verstanden...
...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 15:31 UhrDann können wir Europäer die Zukunft ja wieder den Amis überlassen,...
wie beim Internet.
Oder kennt jemand eine nennenswerte europäische Internetfirma.
Nein, denn die Amis leben blendend von unseren Daten und Inhalten.
Wäre nicht schlecht, wenn es hier einmal anders wäre. Nur, mir
fehlt noch der Glaube.