26.03.2010 · Ein Jahr lang hat Peter Richter in seiner Video-Kolumne Richtersprüche gefällt. Zehn Folgen stellt FAZ.NET jetzt zur Wahl: Welcher Richterspruch war für Sie vor allen anderen richtungsweisend, erhellend - oder schlicht der beste?
Peter Richter macht Schluss. Ein Jahr lang ist der Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als klassischer Reporter für FAZ.NET dorthin gegangen, wo das Weltgeschehen wirklich weh tut. (Zur letzten Folge)
Aus den fünfzig Folgen stellt FAZ.NET jetzt zehn zur Wahl: Welcher Richterspruch war für Sie vor allen anderen der entscheidende, richtungsweisende, erhellende - oder schlicht der beste? Hier können Sie die nominierten Folgen noch einmal ansehen und im Abstimmungsfeld rechts Ihre Stimme abgeben.
Zwischen den großen weltpolitischen Themen in den Schlagzeilen und dem, was man sieht, wenn man die Zeitung für einen Moment mal sinken lässt, besteht oft eine gewisse Diskrepanz. Hier Weltmarkt, dort Wochenmarkt. Es brauchte einmal jemanden, der hier eine Brücke schlägt, der beides kurzschließt, der einem die Welt sozusagen in der Welt selbst deutet. Dieser Aufgabe stellte sich Peter Richter, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Einmal pro Woche ist Richter dahin gegangen, wo das Weltgeschehen wirklich weh tut: in den Alltag. Noch dazu den von Berlin. Was er von dort mitbrachte, das ist kein Videoblog und erst recht keine Comedy, sondern das, was entsteht, wenn sich Satire und Aufklärung die Hände schütteln. Und wenn es komisch wurde - was es war - dann lag das eher an den Dingen als an ihm: Als klassischer Reporter, sachlich, seriös und unentwegt sprechend, hat Richter das Zeitgeschehen an Ort und Stelle kulturkritisch kommentiert, analysiert, erklärt und mit entschlossenen Stichworten zur geistigen Situation der Zeit schließlich beurteilt. Denn die Journalisten haben die Welt immer nur verschieden dargestellt, es kommt aber darauf an, Richtersprüche zu fällen.