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Dumbledore, verewigt

26.03.2007 ·  Tot ist tot, sollte man meinen - aber gilt das auch für „Harry Potter“? Albus Dumbledore jedenfalls wird, in welcher Form auch immer, noch eine wichtige Rolle spielen.

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Tja, Albus Dumbledore - das zweite Problem. Tot ist tot, sollte man meinen, zumindest in der heidnischen Zaubererwelt, aber das stimmte schon bei Gandalf im „Herrn der Ringe“ nicht. Auch in „Harry Potter“ gibt es zwischen Leben und Tod gleitende Zwischenstufen - Wiedergänger, Geister, Patroni und einen Phönix, auf den der Tod die Wirkung eines Jungbrunnens hat und der aus der Asche immer wieder entschlackt zu neuem Leben erwacht.

Bei Dumbledores Beerdigung geschieht etwas auffällig Ähnliches. Schauen wir uns auch diese Szene genauer an. „Rings um Dumbledores Leichnam und um den Tisch, auf dem er lag, waren helle, weiße Flammen aufgelodert: Sie stiegen immer höher und verdeckten den Körper.“ Sie verdeckten den Körper - die professionellen Magier wissen, was das heißt: Niemand kann sehen, was hinter der Abdeckung geschieht. „Weißer Rauch bewegte sich spiralförmig nach oben und bildete merkwürdige Formen: Einen kurzen Moment, in dem Harry das Herz stehen blieb, glaubte er einen Phönix zu sehen, der freudig ins Blaue davonflog, doch eine Sekunde später schon war das Feuer verschwunden.“ Ein Phönix also, den Harry zu sehen „glaubt“. Wäre er eine Nachtigall, man würde ihn trapsen hören.

In irgendeiner feinstofflichen oder sonstigen Form wird Dumbledore im Finalband noch äußerst kregel sein (wie sein Bruder, der endlich aus seinem Schatten treten wird). Sonst hätte sich seine an diesem Finalband schreibende Schöpferin beim Plausch mit dem Potter-Darsteller Daniel Radcliffe kaum darüber beklagen können, dass Albus ihr gerade viele Probleme mache; und auf die erstaunte Nachfrage, der sei aber doch tot, hätte sie nicht geantwortet: Ja schon, aber die Sache sei „more complex“. Sie ist in jedem Fall komplexer, als wir bislang wissen oder erraten können. Und vermutlich hat sie mit den Horkruxen zu tun.

Weiter mit: Horkrux noch mal!

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Von Ursula Scheer

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