24.07.2011 · Trotz Euro-Krise fahren jetzt viele Deutsche in den Urlaub nach Griechenland. Sie versuchen, vor Ort ganz pauschal mit Geld und guten Ratschlägen zu helfen. Allein der Grieche nimmt kaum etwas an.
Von Friederike HauptEs ist spät, als Holger wütend wird auf die Griechen. „Das ist 'ne Sauerei hier, ganz ehrlich“, sagt er und schaut durch die geschlossene Glastür des Supermarktes. Holger will einkaufen, einen Beutel Hundefutter der Marke Chappi, Geschmacksrichtung Rind („mit fleischigen Brocken“), Preis: 7,60 Euro. Doch nun, kurz vor Mitternacht, ist der Supermarkt dunkel, obwohl er gestern um diese Zeit noch geöffnet hatte. „So eine Scheiße“, sagt Holger, der eben noch bestens gelaunt und der Meinung war, alles richtig gemacht zu haben mit diesem Urlaub. „Die Griechen“, sagt Holger, „sind halt doch was anderes.“ Zu faul, um ihm etwas zu verkaufen, obwohl sie sein Geld doch dringend brauchten. Kopfschüttelnd macht er sich auf den Heimweg ins Hotel.
Am Morgen hatte man Holger am Strand getroffen. Ob man einen Blick in seine Zeitung werfen dürfe, hatte man gefragt und ihn gesiezt, und Holgers erster Satz war gewesen: „Man sagt hier Du“, dann hatte er die „Bild“-Zeitung herübergereicht. Breitbeinig auf dem Rand seines Liegestuhls sitzend, hatte er rasch alles von sich erzählt, was er für wissenswert hielt. Frührentner, davor Versicherungsbranche, aus der Nähe von Köln, rheinische Frohnatur, „stimmt's, Geli?“ Seine Frau, von der Liege hinter ihm, müde: „Jo.“ Urlaub machten sie immer da, wo auf den Sommer noch Verlass sei. In diesem Jahr in Griechenland. Hier könne man, hatte Holger nach einem Schluck Wasser aus der Eineinhalb-Liter-Flasche, Preis: ein Euro an der Strandbar, gesagt, zurzeit viel Geld sparen. „Stimmt's, Geli?“ Geli, wacher: „Jo!“
Gut leben die Einheimischen nicht
Es muss in Tolo, wo heute Holger mit seiner Geli und seinem Cockerspaniel Ferien macht, einmal sehr schön gewesen sein. Ein kleiner Ort hundertfünfzig Kilometer südwestlich von Athen, die Busfahrt dorthin schon ein Glück: die Küstenstraße, das fast künstlich blaue Mittelmeer, die Berge, die Olivenbäume, die blühenden Büsche, bushoch. Tolo war ein Fischerdorf, bis in den siebziger Jahren Deutsche, Engländer und Franzosen kamen. Heute ist es ein Touristendorf, eigentlich nur eine dichtbebaute Straße parallel zum Strand.
Es dauert zwanzig Minuten, sie vom Ortseingang bis zum Ortsende entlangzuschlendern, und wer dabei die Hotels, Apartmenthäuser, Pensionen und Campingplätze zählt, kommt auf dreiundfünfzig. Dazwischen Tavernen, Bars, Nachtclubs, Souvenirgeschäfte, Supermärkte, Autovermietungen und ein paar Gassen, die gerade breit genug sind, dass Reisebusse hindurchpassen. Nach links führen sie zum Meer, nach rechts eine Anhöhe hinauf mit noch mehr Hotels und den Häuschen der meisten der tausendvierhundert Einheimischen. Fast alle leben vom Tourismus, und zurzeit leben sie nicht gut.
Was kann dieses Land noch geben?
Das liegt an der Wirtschaftskrise. Viele Griechen, die in den vergangenen Jahren ihren Urlaub in Tolo verbrachten, kommen nicht mehr. Sie sind arbeitslos oder sparen für den Fall, dass sie es bald werden. Ausländische Touristen fürchten Streiks an den Flughäfen oder dass das Benzin für ihre Mietwagen knapp wird, oder dass sie auf dem Weg zur Akropolis in eine Straßenschlacht geraten, falls es wieder zu Aufständen gegen die Regierung kommt. Bankrotte Investoren haben graue Bauruinen mitten in Tolo zurückgelassen. Ein flacher Glasbau, der noch im vergangenen Jahr ein Supermarkt war, staubt nun leer vor sich hin. Der Pächter konnte die tausend Euro Miete im Monat nicht mehr zahlen, erzählen sie hier. Und unter all den Krisenzeichen ist die Wut der Deutschen für die Griechen am wenigsten zu verstehen.
Ein Volkszorn, wie es ihn lange nicht gab, entlädt sich in diesen Monaten über Griechenland. Die „Pleite-Griechen“ sollten Korfu hergeben, wenn sie deutsches Geld wollten, schrieb die „Bild“-Zeitung und listete auf, warum die Griechen trotz deutscher Milliardengeschenke nie aus der Krise herauskämen (“Priester bekommen für jeden Gottesdienst eine Zulage“). Abgeben wollten sie ihre Privilegien nicht, während die Deutschen mit dem Steuerzahlen gar nicht hinterherkämen: ein großes „wir“ gegen „die“.
Angela Merkel sagte, die Griechen sollten länger arbeiten und weniger Urlaub machen, damit es fair zugehe in der EU. Die „Fahrerei zu diesem undankbaren Volk“ sei die Mühe nicht wert, schreibt ein deutscher Tourist in einem Internetforum, er reise stattdessen nach Kroatien. In Tolo bleiben nun viele Zimmer leer. Doch Leute wie Holger sind da. Weil sie sich etwas zurückholen wollen dafür, dass sie Griechenland geholfen haben. Doch was kann dieses Land noch geben?
Nur Bares ist Wahres
Holger, glücklich sonnenverbrannt, steht in Badehose in der Mittagssonne, breitet die Arme aus und sagt mit einem Schwung, als handele es sich um die Pointe einer lange vorbereiteten Rede: „Platz! Platz, Platz, Platz!“ Die nächste Liege stehe drei Meter weg und sei noch nicht mal belegt. Platz habe er auch abends im Restaurant, wo er sich den Tisch aussuchen könne, und im Hotelpool, in dem nicht noch zwanzig andere plantschten.
Holger muss beim Chappikauf nicht anstehen, er kann spät frühstücken und danach trotzdem noch eine Strandliege in der ersten Reihe ergattern, und wenn er von dort aus per Handy ein Heineken, Preis: zwei Euro, bestellt, bringt der zuständige Grieche es zackzack. Sich als Individualist zu fühlen in einem für Pauschaltouristenängste geordneten Ort: ein Grund für Holger, hier zu sein. Ein anderer Grund ist das Geld. Während die Rettungspakete Verschwendung seien, wirkungslos und unverdient, wie Holger sagt, sei Bares Wahres. Seine Scheine sollten die Griechen sich verdienen.
Gold- und Silberuhren um dreißig Prozent reduziert
Tolo ist nicht das billigste Reiseziel für die Deutschen. Nach Kreta kämen sie günstiger, nach Ägypten und in die Türkei sowieso. Doch was sie lockt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Juwelier „Helen“ hat Gold- und Silberuhren um dreißig Prozent reduziert, Moussaka kostet in den Restaurants sieben oder acht Euro. In anderen Touristenhochburgen mag es mehr Essen fürs Geld geben, mehr Charme kaum: Die Urlauber speisen abends an Tischchen mit karierten Leinendecken direkt am Strand.
Auf der kleinen Insel gegenüber geht irgendwann der Scheinwerfer an, der die weiße Kapelle beleuchtet, aber wenn, wie an einem Abend, der Strom nur für ein paar Sekunden ausfällt und die Kapelle und die Tische kurz im Mondlicht liegen, nutzt der Familienvater die Gelegenheit gleich für einen Witz. „Wohl die Stromrechnung nicht bezahlt“, sagt er. Deutsche Touristen lachen viel in Tolo. Es scheint, als hielten manche von ihnen die Symptome der Krise für eine Art Folklore. Was sie zu Hause noch erregte, scheint sie im Urlaub nun zu amüsieren.
Da dümpelt ein Mann mit seinem Sohn im seichten Wasser, er lässt den Blick schweifen. „Vielleicht“, sagt er, „sollte man die Bauruinen als Sehenswürdigkeiten deklarieren!“ Kicherndes Kind, vergnügter Vater, der „Tschakkalakkaboom“ ruft, bevor er abtaucht. Da verspeist er ein Paar Lammkotelettes, Preis: acht Euro, auf der Terrasse der kleinen Taverne „To Neon“ direkt am Meer. Echter Geheimtipp hier, ruft der Mann zum Nachbartisch herüber und schafft es dann, in einer halben Stunde Gespräch unterzubringen, dass er promovierter Wirtschaftswissenschaftler, Humanist (dank Latein in der Schule) und mehrere hunderttausend Euro schwerer Investor sei.
Dusche in Ordnung, Klimaanlage leise
Gut sei an diesem Lokal, dass der Wirt ehrlich sei und auch mal eine kleine Karaffe Rotwein umsonst bringe. Als der die Teller abräumt, will der Mann wissen, was eines der Doppelzimmer über der Gaststätte koste. Fünfzig Euro, sagt der Wirt freundlich. „Too expensive, my friend“, sagt der Gast und lacht wie ein Gewinner. Seine Frau und er hätten längst eine Unterkunft, Preis: fünfunddreißig Euro, Dusche in Ordnung, Klimaanlage schön leise, alles richtig gemacht.
Und da ist Holgers Strandfreund Michael, der aus seinem ADAC-Reiseführer Peloponnes, Preis: 7,95 Euro, vorliest. „Zur Peloponnes-Mentalität gehört“, sagt Michael, blickt triumphierend über den Buchrand, jetzt komme es, „das Leben selbst wichtiger zu nehmen als manche anderenorts so hochgeschätzten Werte wie Geldverdienen, akkurate Pünktlichkeit und Schnelligkeit.“ Er frage sich, sagt Michael, ob die Griechen sich von den deutschen Eurogeschenken eine neue Mentalität kaufen wollten. Die Wirtschaftskrise ist für die Urlauber die logische Folge aus dem, was die Griechen schon immer gemacht hätten: in den Tag hinein leben, während anderenorts, also bei „uns“, gearbeitet wurde. Jetzt kann sie nur die Gastfreundschaft retten.
Angelo hat das verstanden. Jahr um Jahr ersteigert der Grieche wieder die Pacht für ein Stück Strand in Tolo, auf das er dann einen Sommer lang seine Liegestühle stellen darf, seine Sonnenschirme, seine Plastikwannen, die die Touristen mit Wasser füllen, um ihre empfindlichen Füße nach Trippelschritten über den heißen Sand zu kühlen. Angelo weiß, dass die Deutschen nicht kommen, wenn er nur Liegen vermietet, Preis: vier Euro pro Tag, was viele zu teuer finden.
Keine Chance für „Angelos's Sunbeds“
Die Gäste wollen Dankbarkeit dafür, dass sie kommen und Geld ausgeben, sie wollen persönliche Ansprache und Spaß. Deswegen schreitet Angelo, auf dessen T-Shirt vorne „No money, no girl, no job - no problems“ steht und hinten „Angelo's Sunbeds“, durch die Reihen der Liegen und verbreitet routiniert Herzlichkeit.
Den Männern klopft er freundschaftlich auf den Bauch. Einer dicken Frau, die ihre Liege ins flache Meer geschoben hat, schöpft er mit beiden Händen Wasser auf den roten Rücken wie auf einen gestrandeten Wal. Einmal setzt er eine orangefarbene Perücke auf und schaut damit aus wie der Clown, den viele ohnehin in ihm sehen. Angelos Neffe, Vater: Grieche, Mutter: deutsche Reiseleiterin, der im Winter auf dem Hamburger Flughafen arbeitet und im Sommer am griechischen Strand, spricht Deutsch mit den Deutschen.
Man freut sich hier in diesem Jahr besonders über sie. Es kämen jetzt auch Osteuropäer mit Bussen, hundertfünfzig Euro zahlten manche für eine Woche Tolo und brächten sogar ihre Würstchen von zu Hause mit, berichtet der Angelo-Neffe. Auf der Hauptstraße kauften sie Sonnenschirme, Preis: sieben Euro, und rollten darunter ihre Handtücher aus. Keine Chance für „Angelo's Sunbeds“.
Doch die Deutschen in Tolo investieren, wenn sie meinen, dass es sich lohnt. Sie machen Schiffsausflüge zu den Inseln Spetses und Hydra, Preis: vierunddreißig Euro, und besuchen die antike Kultstätte Epidauros. Manche fahren sogar nach Athen. Dann stehen sie um halb acht Uhr morgens mit müden Augen und Trekkingsandalen vor dem verlassenen Supermarkt, der auf dem Ticket, Preis: siebenundvierzig Euro, „empty glass building“ heißt, und diskutieren, ob der Bus wohl klimatisiert sein werde.
Kurz ist es so, als wäre alles wie immer in Athen
Er ist es, und dann braust er durch die Olivenbaumlandschaft, bis Athen anfängt. Zumindest in den Außenbezirken scheint dort jeder zweite Laden leer zu stehen, und jeder, der noch geöffnet hat, entweder mit Neuwagen, Gebrauchtwagen, Autoersatzteilen, Reifen oder Schrott zu handeln. Michael, der schon einmal in Athen war, hatte empfohlen, auf die aus Deutschland importierten Lastwagen zu achten, er selbst habe einen mit der Aufschrift „Harzer Blasenwurst. Mmh . . . zum Anbeißen“ gesehen.
Michael hatte gelacht und gesagt: „Was selbst der Ossi nicht mehr will, nimmt noch der Grieche.“ Und tatsächlich sieht man einige alte Laster, außerdem viele Taxis, was die Reiseleiterin bedauert, denn als die kürzlich gestreikt hätten, sei der Touristenbus viel schneller durchgekommen als heute. Dann aber hält er vor der Akropolis, und kurz ist es so, als wäre alles wie immer in Athen.
Hundertsechsundfünfzig Meter über den Dächern gibt es keine Krise, nur die Hitze und die Antike. Keuchend erklimmen die Touristen den Felsen, staunend blicken sie von oben auf die Stadt, die weit und grau daliegt. Niemand hier braucht den Euro, denn es gibt nichts zu kaufen, und das, was leer steht, steht schon sehr lange leer. Die Urlauber posieren vor dem Parthenon, wie schon Generationen vor ihnen posiert haben.
Ein Vater versucht vor einem Mauerrest, seine müde auf den Boden starrenden Kinder für mehr zu begeistern: „Hier sind original Piräus-Sandstein-Blöcke, dann gibt's die original Konglomerat-Blöcke, dann gibt's die mittelalterliche Stadtmauer, von der stammen diese Blöcke - also Steinblöcke aus verschiedenen Zeiten, ja?“ Die Kinder wollen aber nicht begeistert sein und zeigen nur kurz Freude, als der Wind eine große Staubwolke vor sich hertreibt und ein paar Menschen sich nach vorn gekrümmt ihre Kontaktlinsen aus den Augen reiben.
Sind die Demonstranten selbst eine Sehenswürdigkeit?
Die Gegenwart beginnt unterhalb der Akropolis, wo das Gyros-Haus „Smile“ mit dem Slogan „Because we respect your money“ für seine „Crisis Menus“ wirbt, Preis: 7,50 Euro. Auf dem Syntagma-Platz, fünfzehn Gehminuten entfernt, stehen die Urlauber zwischen den Resten der Rebellion. Wo sich Ende Juni Polizei und Regierungsgegner eine erbitterte Schlacht geliefert hatten, steht inzwischen ein kleines Autonomencamp: Zelte, Plakate, Infostände, ein Bücherschrank, langhaarige Männer auf Klappstühlen, sie halten die Hände vors Gesicht, wenn Touristen mit Kameras kommen.
Die Männer sind hier, weil ihr Kampf andauert gegen Papandreou, den sie für die Krise verantwortlich machen. Die Touristen sind hier, weil gleich gegenüber das Parlamentsgebäude steht, das der Reiseführer sehenswert nennt. Nun schauen sie auf die Plakate mit den griechischen Parolen, die sie nicht verstehen, und auf die Autonomen, die sie auch nicht verstehen. Sind die Demonstranten selbst eine Sehenswürdigkeit, oder stören sie nur den Blick darauf?
An einem Stand versucht eine junge Griechin, zwei deutsche Rentnerinnen mit Strohhüten zu einem Eintrag ins Buch für Solidaritätsbekundungen zu bewegen. Was auf dem Syntagma-Platz geschehe, sei mit der ägyptischen Revolution vergleichbar, erklärt sie mit wilden Gesten und brüchigem Englisch. Die Frauen gucken skeptisch. Die Griechin fragt nach jedem dritten Satz „Do you understand me?“, worauf die Rentnerinnen irgendwann nur noch höflich nicken, bis die Frau am Ende zufrieden „You are clever for germans“ sagt und eine Rentnerin tatsächlich „Viel Glück bei der Revolution“ ins Buch schreibt und dann noch die junge Frau fotografiert.
Die Krise kommt als Schnäppchen daher
Ein paar deutsche Kunstgeschichtsstudentinnen finden die Ferien im Café wieder. Am Rande des Syntagma-Platzes trinken sie Cappuccino, der schmeckt wie in Berlin oder New York, und beobachten einen Autonomen, der fünf Meter vor ihnen halbnackt den traurigen braunen Grasfleck vor seinem Iglu-Zelt mit einem Gartenschlauch wässert: Das wirke irgendwie friedlich, sagt eine, fast wie auf einem Festival. Die anderen nicken und legen die Hände um ihre Tassen, und dann geht es um einen Professor, der eklig sei.
Die Krise des Euro, die ihnen zu Hause so fern war, kommt den Deutschen auch in Athen vor allem als Schnäppchen näher und in Bildern von etwas, das noch neu und doch schon typisch griechisch ist: Tristesse, „Enoikiazetai“-Schilder in unzähligen Schaufenstern, ein halbes Land ist zu vermieten. Als um sechzehn Uhr die Wachablösung vor dem Parlamentsgebäude ansteht, sprinten die Touristen aus den Reisebussen achtlos über die Anti-Papandreou-Grafitti auf dem Boden, um ein gutes Foto von den Wachen im Stechschritt zu machen. Eine Viertelstunde darauf fahren die Busse wieder ab, auch der nach Tolo, der zweieinhalb Stunden später vor dem leeren Supermarkt hält.
Holger liegt um diese Zeit, es ist kurz vor sieben, noch auf seiner blauen Strandliege und löst Sudokus. Geli geht mit dem Hund spazieren. Michael, in dessen Stirn die Schwimmbrille rote Ringe gedrückt hat, blättert auf dem Display seiner Canon durch die Urlaubsfotos. Boote vor blauem Himmel, sein Hotel vor blauem Himmel, eine Menschenmenge. Er habe zuerst gedacht, es sei eine Hochzeit, sagt er, weil allen voran drei Mädchen in weißen Kleidern gelaufen seien, die Blütenblätter streuten. Danach erst habe er die Weinenden gesehen, den Leichenwagen, die Witwe.
Und was will uns jetzt die Autorin des Artikels sagen?
Andreas Breuer (IUSTINUS)
- 24.07.2011, 19:53 Uhr