11.01.2011 · Kurz nachdem seine Tochter Sophie auf die Welt gekommen war, nahm Patrick Bugner drei Monate Elternteilzeit. Seine Frau ging weiter arbeiten, er kümmerte sich um das Kind. Er wollte es gut und auch richtig machen. Jetzt kehrt er ins Büro zurück.
Von Melanie MühlPatrick Bugner trägt eine blaue Umhängetasche mit Sternenmuster. Er schiebt den Kinderwagen in einem Tempo vor sich her, in dem andere Menschen joggen. „Tut mir leid“, sagt er „wir waren ein wenig grantig“. Mit „wir“ meint Patrick Bugner nicht sich, sondern seine Tochter Sophie, neun Monate alt, blond, klein, zart mit sehr großen dunklen Augen. Die Augen hat sie von ihm. Sie hat eine helle Mütze auf, ihre Hände stecken in Handschuhen. Sie sieht zufrieden aus. Sie weint nicht, sie gibt auch keine Geräusche von sich, sie schaut einen nur fragend an.
Anfang Oktober begann Patrick Bugners Elternzeit, das ist zwei Wochen her. Er ist jetzt drei Monate lang Vollzeit-Vater und diese Zeit mit Sophie will er nutzen und nicht möglichst schnell hinter sich bringen, wie es manche Väter tun, die lieber Golf spielen als zum Babyschwimmen zu gehen. Dazu gehört für Patrick Bugner zum Beispiel mit Sophie die Vater-Kind-Gruppe zu besuchen, die, wie der Name sagt, nur für Väter und nicht für Mütter ist. Die Gruppe trifft sich jeden Montag Nachmittag in Frankfurt-Bornheim zum Spielen und Reden. Patrick Bugner und Sophie besuchen sie heute zum ersten Mal. „Ich bin gespannt“, sagt er.
Außer Patrick Bugner und Sophie ist erst ein Vater mit seinem Kind da, die beiden schmusen auf einer Turnmatte. Väter, die nicht auf dem Fußboden herumkrabbeln, können an einem Tisch oder auf einem Sofa sitzen. „Zieh doch deine Schuhe aus, das machen wir hier alle“, sagt der Gruppenleiter, ein sanfter, schlaksiger Mann. Patrick Bugner lässt seine Schuhe an. Er ist zurückhaltend und beobachtet neue Situationen, bevor er sich auf sie einlässt. Später zieht er seine Schuhe doch aus. Er setzt Sophie auf den Boden und sagt: „Schau, was die hier für tolle Sachen haben!“ Sophie ist auch zurückhaltend, es dauert eine Weile, bis sie spielt, statt nach ihrem Vater zu gucken. Patrick Bugner sagt: „Das Vorsichtige hat sie von mir und meiner Frau. Wir sind beide so“.
Nach und nach kommen mehr Väter und Kinder. Am Ende sind es acht Väter und acht Kinder. Die Kinder sind zwischen fünf Monate und drei Jahre alt, die Väter haben ihre Thermoskannen, Pampers und Hipp-Gläser in praktischen Taschen mit Klettverschluss verstaut, die offenbar ihre Frauen gekauft haben, da sie rosa sind, rot oder lila. Eine Vater trägt Socken, auf denen R und L steht. Bald sitzen die Väter im Halbkreis, trinken Kaffee und sprechen über ihre Kinder. Wie gut oder schlecht sie schlafen, ob sie oft krank sind oder selten und was man am besten tut, wenn das Kind nachts seinen Schnuller ausspuckt.
Ein Kinderzimmer gibt es nicht
Niemand erzählt von seinem Beruf. Die Männer führen exakt dieselbe Art von Gesprächen, die Frauen führen, wenn sie mit ihren Kindern Spielgruppen besuchen, als wären sie mit der Vaterzeit Mütter geworden. Patrick Bugner sagt: „Es beruhigt, dass sich andere dieselben Gedanken machen“. Ein Vater fragt: „Kann Sophie eigentlich schon laufen?“ „Wir laufen an der Hand“, sagt Bugner „sitzen können wir aber noch nicht“.
Als Patrick Bugner Kind war, hätten Begriffe wie Baby-Yoga oder Baby-Musizieren nach einem Scherz geklungen. Mit seinem Vater ging Patrick Bugner draußen spielen, sie streiften durch den Wald, wanderten, bauten Lager an einem Fluss. Da der Vater geschäftlich viel reiste, nahm er seinen Sohn mit, wenn es irgendwie ging. Patrick Bugners Vater war während dessen Kindheit nicht abwesend, er war aber auch nicht so anwesend wie er selbst.
Patrick Bugner lebt mit seiner Frau und seiner Tochter im Frankfurter Nordend. Die Wohnung liegt im dritten Stock, sie ist ruhig, hat einen dunklen Flur und ein helles, gemütliches Wohnzimmer. Patrick Bugner und Eva Jedrysek sind seit drei Jahren ein Paar und werden heiraten. Sie mögen die Malerei der Impressionisten, was die Nachdrucke an den Wänden verraten. Sophies Spielsachen sind im Wohnzimmer untergebracht, da sie kein Kinderzimmer hat, das soll einmal das Ankleidezimmer werden, irgendwann. Ihr Gitterbett steht im Moment noch im Schlafzimmer. „Wir können uns nicht von ihr trennen“, sagt Patrick Bugner.
Die Mutter weiß, was sie will
Er ist neununddreißig Jahre, um den Mund hat er einen jungenhaften Zug. Sein dunkles Haar lichtet sich an den Rändern und zwischen seine Brauen hat sich eine Zornesfalte gegraben, die ihm allerdings keinen bösen Gesichtsausdruck verleiht. Im Gegenteil, er sieht aus wie jemand, den man im Zug bitten würde, einen Blick aufs Notebook zu werfen, während man im Speisewagen isst. Patrick Bugner hat Wirtschaftsinformatik studiert und arbeitet bei einer IT-Firma, für die er in Deutschland und im Ausland unterwegs ist. Er leitet Projekte und hat Personalverantwortung.
Seine Frau ist ein Jahr jünger als er und stammt aus Polen, deshalb wächst Sophie zweisprachig auf. Sie ist eine ruhige, distanzierte Frau mit einem blonden Bob, die weiß, was sie will und dies auch sagt. Vor vier Wochen endete ihre sechsmonatige Elternzeit, seitdem arbeitet sie wieder in der Verwaltung der Commerzbank. Vier Tage die Woche, mittwochs hat sie frei, damit ihr Mann nicht länger als zwei Tage hintereinander mit Sophie allein ist.
Auf der Suche nach Wickelplätzen
Abends, wenn Eva Jedrysek nach Hause kommt, kocht sie für die Familie, weshalb sie auch die Einkaufslisten schreibt. Sie kocht so viel, dass Patrick Bugner und Sophie am nächsten Mittag noch davon essen können. Sie koche eben gern. Mag sein, dass sie auf diese Weise versucht, anwesend zu sein, auch wenn sie gar nicht anwesend ist. Patrick Bugner sagt: „Sie will das so. Ich verlang' es nicht“. „Ich vertraue meinem Mann. Wenn ich im Büro bin, bin ich im Büro und zerbreche mir nicht den Kopf“, sagt Eva Jedrysek. „Mein Mann macht das sehr gut.“ Sie steht auf und streicht Sophie über den Kopf.
Patrick Bugner war bei Sophies Geburt dabei. „Das war uns wichtig“, sagt er. Es ist heute so normal, dass der Mann und nicht die beste Freundin die Hand der werdenden Mutter hält, dass niemand mehr zu hinterfragen scheint, ob das einer Liebesbeziehung unter Umständen auch schaden, statt nutzen könnte. In seine neue Rolle wollte Patrick Bugner langsam hineinfinden. Ihm bleiben drei Monate, ein Vater zu werden, der weiß, welche Wege und S-Bahn-Stationen kinderwagenfreundlich sind, wo man sein Kind wickelt unterwegs und welche Spielplätze am besten sind. „So hatte ich es geplant“, sagt er.
Seine Arbeit vermisst er nicht
In der ersten Woche der Elternzeit bekam Sophie Fieber. Erst lag die Temperatur bei 38 Grad, sie stieg auf 39, auf 40. Patrick Bugner und Eva Jedrysek fuhren ins Krankenhaus. Der Arzt legte Sophie an den Tropf. Die Eltern schliefen vier Nächte abwechselnd auf einem Feldbett neben ihr. „Da war mir klar, dass ich das Planen vergessen kann“, sagt Patrick Bugner. Seither lässt er jeden Tag auf sich zukommen. Um sieben steht die Familie auf, gegen acht verlässt Eva Jedrysek das Haus. Patrick Bugner hat Sophie auf dem Arm, sie stehen in der Tür und winken der Mutter nach. „Sophie weint beim Abschied nicht“, sagt er. „Sie weiß ja, dass sie wiederkommt“. Eva Jedrysek sagt: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer ist, zu gehen.“
Um zehn Uhr bekommt Sophie ihr zweites Frühstück, Apfel und Bananenbrei, selbstgemacht. Patrick Bugner will sie an feste Essenszeiten gewöhnen. Sie isst ohne Widerstände. Manchmal gluckst sie, außer einzelnen Wörtern spricht sie noch nicht. „Wir haben Glück mit ihr“, sagt Patrick Bugner. Später gibt es Gemüsesuppe, gegen die sie sich wehrt, dann schläft Sophie. Währenddessen könnte Patrick Bugner Emails lesen oder ein Buch. Manchmal tut er das. „Meistens erledige ich aber den Haushalt“, sagt er.
Er dachte, er hätte mehr Zeit für sich und dass es weniger anstrengend ist, sich jeden Tag um ein Kind zu kümmern. Das Gute an den ausgefüllten Tagen ist, dass er sich nicht langweilt. Abends sei er körperlich ein bisschen erschöpft, aber die Zeit mit Sophie verlaufe bisher fast problemlos. Selten nerve sie ihn. Und seine Arbeit? „Die vermisse ich nicht“, sagt er. Da sind vier Wochen vergangen.
Wenn sie fällt, dann fällt sie
Auf dem Fensterbrett steht ein Babyphon. Bei jedem Geräusch horcht Patrick Bugner auf. Irgendwann wacht Sophie auf und als Patrick Bugner die Tür öffnet, steht sie im Bett und lächelt. „Sie erkennt mich. Das ist ein schönes Gefühl“, sagt er. Am Nachmittag ruft seine Frau an. „Ja, sie hat gegessen, im zweiten Anlauf“, sagt Patrick Bugner. „Ansonsten ist alles gut gelaufen. Bei dir auch?“ „Ja, mach ich“, sagt er noch und legt auf.
In den vergangenen Wochen hat Patrick Bugner begriffen, dass ein Kind permanent da ist. Das klingt banal, ist es aber nicht. Patrick Bugner muss ständig einen Blick auf Sophie werfen. Wenn sie auf den Glastisch klopft, schaut er sie streng an und sagt: „Junge Dame. . .“ Obwohl er sanfter ist als seine Frau, ist er Sophie gegenüber weniger nachsichtig. Sieht er, dass sie sich irgendwo hochgezogen hat und zu fallen droht, versucht er, sie aufzufangen. Einmal hat er zu seiner Frau gesagt, „wenn sie fällt, dann fällt sie“. „Du würdest sie doch nicht fallen lassen?“, hat seine Frau gefragt. „Nein, natürlich nicht“ hat er geantwortet.
Sein Auftauchen irritierte die Kollegen
Sobald Patrick Bugner den Raum verlässt, krabbelt Sophie ihm nach. Sie weint selten. Tut sie es, drückt er sie an seine Brust, hält ihren Kopf, der in seinen Händen winzig wirkt und flüstert ihr ins Ohr. In der siebten Woche sagt Patrick Bugner: „Nach sieben Wochen wird einem klar, dass es vielleicht gar kein längerer Urlaub ist“. Der Gedanke, dass es überhaupt ein Urlaub sein könnte, zeigt vielleicht, dass das Ende von Anfang an im Blick ist, was auf der Hand liegt, da es etwas Beruhigendes hat. Erkundigt man sich in Frankfurter Pekip-Gruppen nach Vätern in Elternzeit, hört man immer wieder, dass Väter, die sechs Monate Elternzeit nehmen, weniger werden, und jene, die zur selben Zeit wie ihre Frauen zu Hause bleiben, mehr.
Nur Vater und Hausmann zu sein, kann sich Patrick Bugner nicht vorstellen. „Man braucht auch Selbstbestätigung“. Etwas, dass man erschafft, ein Umfeld, in dem man sich behauptet. Bislang war das sein Leben, er mochte es. An diesem Tag trägt er Anzug, Hemd und Krawatte, er sitzt in einem Café und macht einen frohen Eindruck. „Ich war im Büro“, sagt er. Für das nächste Jahr plant seine Firma ein wichtiges Projekt, bei dem er dabei sein möchte. Er denkt an die Zeit nach der Elternzeit. Die Kollegen waren irritiert, als er auftauchte. Patrick Bugner ist nicht aus der Elternzeit ins Büro geflüchtet, dennoch scheint es ihn gefreut zu haben, dass etwas geschah, was den Gang zur Arbeit erforderte und erklärte.
Erst Zwerg, dann Drache
Die Temperaturen liegen jetzt beinahe täglich um den Gefrierpunkt. Es ist Dezember geworden. Sophie versteht nicht, wenn Patrick Bugner ihr erklärt, dass es im Winter ausgeschlossen ist, auf Sommerspielplätzen herumzutollen. „Sophie muss einmal am Tag raus“. Neulich hat er einen Winterspielplatz entdeckt, in einer Baptistenkirche, die zwei-, dreimal pro Woche leergeräumt und mit Spielsachen vollgestellt wird.
In drei Wochen arbeitet Patrick Bugner wieder, dann wird Sophie um neun in die Krippe gebracht und um vier abgeholt, woran sie sich langsam gewöhnen muss. Damit das gelingt, geht Patrick Bugner nun häufig mit ihr dorthin. Die Krippe, die lauter Commerzbank-Kinder besuchen, ist ein freundlicher Ort, überall hängt Selbstgemaltes und Gebasteltes. Sophie gehört zu den „Zwergen“, da sie erst ein Jahr alt ist, später wechselt sie zu den „Drachen“. Als Sophie das erste Mal hier war, stolperte ein Kind über sie. „Sie hat sich sehr erschrocken“, sagt Patrick Bugner.
Die Welt der vorbildlichen neuen Väter
Sophies Betreuerin sagt: „Heute wagen wir einen Trennungsversuch“. Patrick Bugner muss Sophie dafür eine Weile allein lassen, was er ablehnt. „Wegen des Vorfalls bleibe ich heute lieber noch einmal dabei“, sagt er. Er darf nicht mit ihr spielen oder auf sie zugehen, beides würde den Eingewöhnungsprozess stören. Er beobachtet sie vom anderen Ende des Raums aus. Sonderlich wohl fühlt er sich dabei nicht. Sophie ist ein anhängliches Kind. Sie lässt sich zwar von ihrer Betreuerin zu den anderen Kindern tragen, krabbelt jedoch bald zurück. Sie verhält sich in der Krippe nicht anders als zu Hause oder in der Vater-Kind-Gruppe.
Dass Patrick Bugner für drei Monate die Rolle mit seiner Frau getauscht hat, ist für ihn selbstverständlich. Für seine Frau ist es das auch. Sie sagt: „Er soll seine Tochter intensiv erleben“. Patrick Bugner überlegt nicht, ob es auch einen anderen Weg hätte geben können, als sich kompromisslos auf die Welt der vorbildlichen „neuen Väter“ einzulassen, die man in Familienzeitschriften wie „Nido“ besichtigen kann und die anscheinend fraglos ihre neue Rolle angenommen haben.
Ein Mann sein, aber kein Macho
Patrick Bugner fühlt sich nicht unmännlich, wenn er im Väterhalbkreis sitzt, über Schnuller spricht oder Sophie im Baby-björn vor seine Brust schnallt. Er findet es nicht merkwürdig, eine Tasche mit Sternen zu tragen. Als er neulich sein Auto aus der Werkstatt holte, musste er Sophie in einem Besprechungszimmer wickeln, weil es in der Autowerkstatt keinen Wickeltisch gab. „Meine Kollegen könnten mich ruhig so sehen“, sagt er. Männer haben es nicht ganz leicht heute, denn die Erwartungshaltung an sie ist größer geworden und unmöglich zu erfüllen. Sie sollen Geld verdienen und viel Zeit für ihre Familie haben, sie sollen zum Baby-Yoga gehen, einen Baum fällen und Gedichte rezitieren können. Sie sollen Männer sein, aber keine Machos.
Patrick Bugner ist ein Perfektionist, er möchte nicht nur alles richtig, sondern auch recht machen. Er sagt: „Meine Frau erwartet das.“ „Und die Gesellschaft erwartet das auch.“ Genau genommen hatte Patrick Bugner gar keine Wahl, trotzdem wirkt er nicht, als hätte er sich mit seinem Schicksal arrangiert. Er wirkt wie ein stolzer Vater. „Es ist schön, Sophie aufwachsen zu sehen“, sagt er.
Ausgeschlossen fühlt er sich nicht
In den letzten drei Monaten ist Sophie vier Zentimeter gewachsen und ein Kilo schwerer geworden. Ihre Bauklötze nimmt sie nicht wie früher nur aus der Kiste heraus, sie räumt sie auch wieder in sie zurück. Unter dem Wohnzimmertisch kann Sophie nicht mehr stehen, ohne sich den Kopf zu stoßen. Patrick Bugner hat ihr beigebracht, dass es besser ist, die Couch mit den Füßen voran zu verlassen und nicht mit dem Kopf. Er weiß, dass sie Clementinen lieber isst als Brot.
Wenn sie müde wird, zwickt sie ihn leicht in die Hand. Sie lässt sich von ihm genauso gern ins Bett bringen, wie von seiner Frau, worauf Patrick Bugner stolz ist, selbst wenn er es ungern zugibt. Sind sie zu dritt, fühlt er sich nicht ausgeschlossen, denn seine Frau und Sophie bilden keine verschworene Einheit.
Er möchte Sophie aufwachsen sehen
Die Elternzeit hat aus Patrick Bugner einen Vater gemacht, der besser versteht, was ein Kind bedeutet. Sie hat ihm gleichzeitig gezeigt, dass die „Nido“-Welt am besten funktioniert, indem er sich in sie hineinstürzt, anstatt an ihr zu rütteln. Er weiß, dass die Vaterrolle allein ihn auf Dauer nicht zufrieden machen würde. Deshalb wird er sich von nun an bestimmt manchmal fragen, ob auch seine Frau die Selbstbestätigung vermissen würde, bliebe sie ganz daheim.
Mit der Vaterzeit verhält es sich im Grunde wie mit einem Geländewagen, den man kurz in der Wildnis testet, bevor man ihn wieder zurück auf die Straße steuert. Dass sie überhaupt möglich ist und Väter wie Patrick Bugner diese Möglichkeit wahrnehmen, ist wichtig. Es wäre nur naiv zu glauben, die Vätermonate änderten irgendetwas am klassischen Rollenverständnis, aber das ist auch gar nicht ihre Aufgabe. Patrick Bugner hat sich vorgenommen, in Zukunft nicht allzu oft zu reisen, damit er Sophie aufwachsen sieht. Sein Arbeitgeber ermöglicht es ihm, ab und an von zu Hause zu arbeiten, was er nun häufiger tun wird. Falls sich Sophie nicht an die Krippe und die fremden Kinder gewöhnen sollte, würde vermutlich seine Frau ihre Arbeit aufgeben.
genau so
Sebastian Schubert (seschu)
- 11.01.2011, 08:51 Uhr
ein echter Mann sein
Dirk Berends (Berends)
- 11.01.2011, 10:49 Uhr
Mehr Männer sollten Vater sein
Heinz Skrabania (hebbie)
- 11.01.2011, 11:32 Uhr
Dieser Artikel sollte in Indischen Zeitungen gedruckt werden :-)
Claudia Samuel (ClaudiaSamuel)
- 11.01.2011, 11:41 Uhr
Wo ist das Problem?
Thomas Edernach (theder)
- 11.01.2011, 14:32 Uhr