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Mohammed im Bärenkleid Islamisten bedrohen „South Park“

22.04.2010 ·  Schon oft haben sich die Macher der Fernsehserie „South Park“ über Religion lustig gemacht. Nun bedroht eine islamistische Gruppe die beiden Erfinder Matt Stone und Trey Parker. Sie zeigten Mohammed im Bärenkostüm.

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Eine islamistische Gruppe hat den Schöpfern der amerikanischen Zeichentrickserie „South Park“, Trey Parker und Matt Stone, mit dem Tod gedroht, weil in ihrer Serie Mohammed in einem Bären-Kostüm dargestellt wurde. „Wir müssen Matt und Trey warnen, dass das, was sie machen, dumm ist und sie wahrscheinlich enden werden wie Theo van Gogh“, heißt es auf der Webseite „RevolutionMuslim.com“.

Der holländische Filmemacher Theo van Gogh war im November 2004 in Amsterdam von einem Islamisten auf offener Straße beschossen und dann erstochen worden. Van Gogh hatte in seinem Film „Submission“ die Misshandlung islamischer Frauen kritisiert.

Der Autor von „RevolutionMuslim.com“, Abu Talhah Al Amrikee, will seinen Beitrag jedoch nicht als Drohung, sondern als Warnung verstanden wissen. Es sei ein Hinweis auf eine Realität, die den „South Park“-Machern wahrscheinlich widerfahren werde. Er gibt in seinem Beitrag jedoch auch die Adresse des Senders Comedy Central in New York an, der „South Park“ ausstrahlt, und diejenige des Büros von Trey Parker und Matt Stone in Kalifornien. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP antwortete Al Amrikee auf die Frage, ob sich die „South Park“-Produzenten bedroht fühlen sollten, sie „sollten sich von dem, was sie getan haben, bedroht fühlen“.

Verletzte Muslime sollen Briefe schreiben

Er sei enttäuscht, dass sich die öffentliche Aufmerksamkeit nun auf potentielle Gefahren für die Produzenten konzentriere. Der Frage, ob seine Gruppe den Dschihad unterstütze, wich Al Amrikee aus. Doch lobte er den Al-Qaida-Anführer Usama Bin Ladin: „Wir schauen zu ihm auf und bewundern ihn für die Opfer, die er für die Religion gebracht hat.“ Der Sender und die Produzenten wollten die Drohung nicht kommentieren.

Nach Angaben des Nachrichtensenders CNN, der den Internetbeitrag aufgriff, ist die in New York ansässige islamistische Webseite bekannt für Einträge, die Bin Ladin und den Dschihad preisen. Im Gespräch mit CNN sagte ein Sprecher der Gruppe „Revolution Muslim“ man wolle lediglich, dass Muslime, die ihre Gefühle verletzt sähen, in Briefen bei den Schöpfern der Serie protestierten. Die Serie „South Park“ hat wiederholt Kritik von Religionsgemeinschaft erfahren. Vor vier Jahren gab es in Neuseeland Proteste von Christen und Muslimen gegen eine Folge, die ihrer Ansicht nach die Jungfrau Maria beleidigt hatte. 2006 hatte Comedy Central den „South Park“-Produzenten verboten, ein Bild Mohammeds zu zeigen, mit dem diese den international geschürten Aufruhr um die dänischen Mohammed-Karikaturen kommentieren wollten.

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Von Jürgen Kaube

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