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FAZ.NET-Sprinter : Diesel-Fahrer sind auch Wähler

Ob in Frankfurt gerade eine Messe stattfindet, lässt sich oft schon am Verkehr in der Mainmetropole erkennen. Bild: dpa

Für Besitzer von Diesel-Autos kommen die Landtagswahlen in Hessen und Bayern zur rechten Zeit – endlich scheint eine Hardware-Nachrüstung für Diesel möglich. Bei der CSU in München schrillen dennoch alle Alarmglocken.

          Wenn in Frankfurt eine große Messe beginnt, merken die meisten Einheimischen und Pendler das als erstes auf der Straße und in den S-Bahnen – es wird voller, noch voller. Und so verstopfen an diesem Dienstag, wenn die Automechanika beginnt, auch die Autos der Messegäste die Straßen. Noch mehr Autos bedeuten auch noch mehr Abgase und die sind ja nicht nur in Hessen gerade ein heikles Thema. 2019 kommen Fahrverbote in Frankfurt und die Bürger fühlen sich von Autoherstellern und Politikern alleine gelassen.

          Das Kfz-Gewerbe fordert vor seinem Branchentreffen „bundesweit einheitliche Vorgabe für Diesel-Nachrüstsets“. Dem kann man sich nur anschließen. Auf 2200 bis 2500 Euro schätzt der Verbandschef die Kosten pro Pkw. Das hört sich bezahlbar an. Auch die Politik scheint das Thema endlich ernst zu nehmen. So zeichnet sich in der zerstrittenen Bundesregierung ein Kompromiss beim Thema Hardware-Nachrüstung ab. Nach dem Urteil zu Diesel-Fahrverboten in Frankfurt sei man prinzipiell offen für Umbauten an älteren Autos, sagte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Nur gut, dass in Bayern und Hessen bald gewählt wird. Auch Diesel-Fahrer gehen wählen.

          An die anstehende Wahl in Bayern haben die CSU-Parteifreunde Horst Seehofer bei seinem Besuch in der alten Heimat sicherlich auch erinnert. Der Bundesinnenminister erweckt den fatalen Eindruck, sich erst jetzt ein Bild von den ausländerfeindlichen Angriffen in Chemnitz zu machen, kommentiert F.A.Z.-Innenpolitikchef Jasper von Altenbockum. Spätestens nach dem Maaßen-Interview hätten im Innenministerium aber alle Alarmglocken läuten müssen. Seehofer macht nicht gerade eine glaubwürdige Figur. Wahlkampfhilfe für Bayern sieht anders aus. Maaßen selbst soll seine Aussagen zur Echtheit des Videos in seinem Schreiben an Seehofer relativiert haben.

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          Und sonst?
          Ist an diesem Dienstag der 17. Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center. Kein rundes Jubiläum, aber vielleicht ein Moment sich zu erinnern: Wo war ich eigentlich, als ich zum ersten Mal von den Anschlägen gehört habe? 2753 Menschen starben an diesem Tag, 1111 von ihnen sind bis heute nicht identifiziert. Ein Moment zum Innehalten.

          Die Nacht in Kürze:

          Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Röttgen meint, dass Deutschland einen Militäreinsatz in Syrien erwägen solle. Unterdessen warnt der türkische Präsident die Welt vor den Folgen einer syrischer Offensive auf Idlib.

          Die amerikanische Regierung kündigt an, einen zweiten Gipfel mit Nordkorea vorzubereiten. Trumps nationaler Sicherheitsberater erklärt jedoch, dass Nordkorea zunächst „Schritte zur Denuklearisierung unternehmen“ müsse.

          Die EU-Asylbehörde könnte künftig die Mitgliedsländer dabei unterstützen, Asylanträge schneller zu bearbeiten – und somit auch das Bamf deutlich entlasten.

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          Cai Tore Philippsen

          Leitender Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET

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