27.01.2012 · Beckmann lädt gleich fünf Stars aus der Crew von „Zettl“ ein, und erstaunlicherweise kommen sie auch alle. Dabei gibt es doch nicht mehr zu holen als 75 Minuten Dauerwerbesendung für den eigenen Film.
Von Andreas PlatthausRichtlinien für Lesermeinungen
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Das Januar-BILD-Girl
ist weder die Skandalnudel Heidi Klum, noch die anderen barbusigen
Nackedeis der heutigen Titelseite. Es ist zweifellos die First Lady
unseres Landes. Was Bettina Wulff alles aushalten musste und
ausgestanden hat, ist anerkennenswert und im hohen Maße
respektabel. Hochachtungsvoll.
Und noch eine Bemerkung zu den aktuellen Talkshows auf nahezu allen
Kanälen.
"Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig
ab!" (Weisheit der Dakota Indianer)
Eine solche Dauerwerbesendung auf Kosten der Gebühren sollte mit Freikarten für den Film ausgeglichen werden um den Schaden zu begrenzen und die Gemüter zu beruhigen.
Dauerwerbesendung für den eigenen Film
Ich liege auf der Couch und schaue zu. Ich merke es schon länger, ein drückendes Gefühl in der Hosengegend. Ach, es ist nur das Portemonnaie. Komische Gedanken, nein, nein, das kann nicht sein!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.01.2012 15:16 UhrImmer Geld dabei
Laufen Sie zu Hause mit dem Portemonnaie in der Tasche herum? Legen sich gar damit auf eine Couch? Haben Sie einen Münzfernseher?
Thema gut gewählt um abzulenken
Schade, daß hier alle von der Thematik ESM ablenken und diejenigen hofieren, welche das Thema zulasten der Diskriminierung von Wulff. Nur Gregor Gysi hat bei Anne Will versucht zumindest soweit die Augen zu öffnen, daß er nicht selbst dabei in die Schußlinie gerät. Doch zu wenig für das Volk, doch das hatten wir ja schon einmal ...
Das Erstaunliche an den Öffentlich-Rechtlichen ist doch: Jede Form von PR, Product Placement, 'Schleichwerbung' wird von ihnen verteufelt. Da sonnt man sich im Lichte der eigenen weißen Weste, aalt sich im Heiligenschein des Vorbild-Seins... Aber wenn es um die Ware Kultur geht, zumal um die Promotion von Büchern, CDs, Filmen - da fallen alle Hemmungen und die eigene Selbstverpflichtung ist ausgeschaltet. Das gilt ganz besonders für Talk Sendungen, in denen jeder Gast irgendwas in die Kamera hält oder sein Liedchen trällert oder von seinen neuen Projekten (die übrigens da und da anlaufen) schwafeln darf. Wieso unterscheiden ARD, ZDF, 3sat, Phoenix etc. da so gekonnt und machen den Zuschauer glauben, das Reden über eine neue Küchenmaschine der Marke X wäre mit mehr wirtschaftlichen Interessen aufgeladen als das Reden über den neuen Bestseller der Person Y??
"rief seine Gäste dabei auf wie Schulkinder",
neben den platten Protagonisten, wirkte Beckmann bei seiner
Veranstaltung platt, wie in anderen von ihm moderierten Sendungen auch:
Es ist dieses vom Zettel ablesen, gepaart mit einer oberlehrerhaften Besserwisserattitüde.
S.
Beckmanns Attitüde
Beckmann gäbe einen ganz passablen Wulff-Darsteller ab, insoweit war die Besetzung der Runde doch recht stimmig - äusserst mittelmäßig eben!
Andreas Platthaus Jahrgang 1966, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Bilder und Zeiten“.
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