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FAZ.NET-Chronologie Erdbeben, Tsunami, Atomalarm: Über tausend Tote befürchtet

Nach dem Erdbeben der Stärke 8,9 hat ein gewaltiger Tsunami Japan getroffen. Mehrere Nachbeben erschüttern die Region. Die Zahl der Todesopfer steigt ständig. Der Evakuierungsbereich um das Atomkraftwerk Fukushima wird ausgeweitet. Die FAZ.NET-Chronologie einer Katastrophe.

© dapd Vergrößern Japan am Freitag: das schlimmste Erdbeben seit Beginn der Aufzeichnungen erschüttert das Land

(Alle Uhrzeiten: mitteleuropäische Zeit MEZ / Japan: MEZ + 8 Stunden)

23.02 Uhr Japans Premierminister Naoto Kan weitete den Evakuierungsbereich aus. Er forderte die Menschen in einem Radius von zehn Kilometern um das Kraftwerk auf, sich in Sicherheit zu bringen.

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liveticker autos © Vergrößern Zerstörte Autos in Mito

22.54 Uhr Im Atomkraftwerk Fukushima Nr. 1 ist einem Medienbericht zufolge ein Grad an Radioaktivität gemessen worden, der tausend Mal über dem Normalwert liegt. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, eine Sicherheitskommission habe dies im Kontrollraum Nr. 1 gemessen.

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22.49 Uhr In der Umgebung des japanischen Atomkraftwerks steigt die Radioaktivität, wie die Behörden mitteilten. Die Evakuierungen wurden ausgeweitet.
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22.41 Uhr Japan hat sich entschlossen, in dem vom Erdbeben beschädigten Reaktor Fukushima-Daiichi Druck abzulassen. Der kontrolliert freigesetzte Dampf werde gefiltert, um Radioaktivität in der Anlage zu halten, teilten japanische Behörden mit. Nach Experteneinschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist es unwahrscheinlich, dass in solch einer Situation keinerlei Radioaktivität freigesetzt wird.

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21.56 Uhr In Fukushima wächst die Angst vor einem atomaren Zwischenfall. Weil die Kühlung der Brennstäbe ausgefallen war, könnte der Druck das 2,1-fache dessen überstiegen haben, wofür das Turbinengebäude ausgelegt ist, teilte das japanische Handelsministerium mit. Dadurch droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze. Die Betreiberfirma Tepco erwägt, den Druck abzulassen, weiß aber nicht, wie stark die radioaktive Strahlung im Inneren ist.

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21.45 Uhr Tsunami-Wellen haben an der kalifornischen Küste Schäden angerichtet. Der nordkalifornische Ort Crescent City wurde von über zwei Meter hohen Wellen getroffen. „Über 30 Boote im Hafen wurden beschädigt, Anlegestellen sind zu Bruch gegangen“, meldete ein Sprecher der örtlichen Katastrophenbehörde.

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21.37 Uhr Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA ist wegen der Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi in voller Alarmbereitschaft. Man beobachte die Situation genau, teilte die UN-Behörde in Wien mit.

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21.14 Uhr Japan bittet nach dem Jahrhundert-Erdbeben um ausländische Katastrophenhilfe. Mehr als 68 Such- und Rettungsteams aus 45 Ländern haben ihre Hilfe angeboten.
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20.38 Uhr Mehr als acht Millionen Haushalte in Japan haben weder Strom noch Telefon, in hunderttausenden weiteren fielen auch Gas und Wasser aus, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo

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20.06 Uhr Der Norden Japans ist von einem weiteren schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Beben habe eine Stärke von 6,6 gehabt, meldete der Fernsehsender NHK.

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19.42 Uhr Nach den Worten des japanischen Industrie- und Handelsministers ist ein geringfügiger Austritt radioaktiven Materials aus der Atomanlage in der Provinz Fukushima nicht ausgeschlossen. Es werde erwogen, radioaktiven Dampf abzulassen, um den Druck in einem Reaktor zu senken, berichteten japanische Nachrichtenagenturen am Freitag unter Berufung auf den Minister Banri Kaieda.

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19.34 Uhr Ein Erdbeben der Stärke 4,5 hat Teile Nicaraguas erschüttert. Nach Angaben des nationalen Instituts für Erdstudien (Ineter) wurden zunächst keine Schäden verzeichnet. Das Zentrum des Erdstoßes lag im Pazifik vor der Küste des mittelamerikanischen Landes.

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19.28 Uhr Die japanische Regierung hat vor weiteren Tsunamis in der Nacht zu Samstag gewarnt. Das meldete der Fernsehsender NHK.

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