Nach dem Fährunglück vor Sansibar ist die Zahl der Toten auf mindestens 78 gestiegen. Wie die Behörden am Montag mitteilten, wurden zudem noch immer 66 Menschen vermisst. Allerdings geht die Polizei nicht mehr davon aus, dass noch Überlebende gefunden werden, weshalb mit insgesamt 144 Todesopfern gerechnet werden muss. Der Vizepräsident des Archipels Sansibar, Seif Ali Idi, teilte mit, dass 145 Passagiere der „MV Skagit“, die am vergangenen Mittwoch auf dem Weg von Tansania nach Sansibar bei schwerer See gesunken war, gerettet werden konnten.
Tauchern gelang es bisher aber nicht, zum Wrack des gesunkenen Schiffes vordringen. Die zuletzt geborgenen Leichen seien von Fischern gefunden worden, sagte Idi. Unterdessen wurde am Montag der Rücktritt des zuständigen Ministers für Wassertransporte, Hamad Masoud Hamad, bekanntgegeben. Die Untersuchung des Unglücks ist noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben des Polizeikomissars von Sansibar, Musa Ali Musa, befragte die Polizei den Besitzer des Bootes, den Kapitän sowie einen Mitarbeiter der Bootsgesellschaft.
