27.05.2009 · Escada steht vor entscheidenden Tagen. Konzernchef Bruno Sälzer lässt im Interview keinen Zweifel - ohne großen Verzicht der Anleihe-Inhaber ist das Unternehmen nicht zu retten. Nach dem Notverkauf dreier Marken sind diese demnächst am Zug.
Der Luxusmodekonzern Escada steht in seinem Existenzkampf vor entscheidenden Tagen. Nach der Trennung von den Marken Laurèl, Cavita und Apriori ist ein großes Liquiditätsleck gestopft, das Grundkapital aber zu mehr als der Hälfte aufgezehrt.
Der Vorstandsvorsitzende Bruno Sälzer lässt im Interview keinen Zweifel: Alles muss klappen, sonst droht die Insolvenz. Doch von einem maroden Unternehmen mit Marken von gestern will er nichts hören.
Escada habe Stil, Eleganz und sei auf der ganzen Welt bekannt. Das Interesse an der Mode des Hauses sei gestiegen. Und das liege ganz bestimmt nicht daran, die Kundinnen denken, es könnte das letzte Escada-Kleid sein, sondern nur daran, dass ihnen die unglaublich schönen Kleid mit toller Verarbeitung gefielen.