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Dank Wind und Sonne : Höchster Ökostrom-Anteil aller Zeiten

  • Aktualisiert am

Schöne Aussicht: ein Mitarbeiter auf einer Windkraftanlage von 150 Meter Gesamthöhe Bild: dpa

Der Strom kommt aus der Steckdose. Doch die Bezugsquellen sind immer öfter grün. Nie war der Ökostromanteil höher. Aber es gibt auch eine schlechte Botschaft.

          Erneuerbare Energien decken einen immer größeren Teil des deutschen Stromverbrauchs. Im ersten Halbjahr machte ihr Anteil bei 35 Prozent aus, das war so viel wie nie zuvor. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei genau einem Drittel. Die neuen Zahlen haben das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ermittelt. Den größten Beitrag leistete demnach die Windenergie an Land und auf See mit 48 Milliarden Kilowattstunden, Biomasse und Photovoltaik lagen beinahe gleichauf mit 23 und 22 Milliarden Kilowattstunden. Besonders stark fiel der Zuwachs mit fast 50 Prozent bei der Windkraft auf See auf knapp 9 Milliarden Kilowattstunden aus. Zuletzt waren einige Meereswindparks in Betrieb gegangen.

          Die Energiebranche betrachtet den Zuwachs mir einem lachenden und einem weinenden  Auge. Der gestiegene Beitrag der erneuerbaren Energien sei erfreulich, sagte der Chef des Energieverbands BDEW, Stefan Kapferer. Leider halte der notwendige Netzausbau nicht annähernd Schritt mit dem Zuwachs an regenerativen Anlagen. Durch politische Diskussionen sei zu viel Zeit verloren gegangen. Um die immensen Kosten für die Stabilisierung der Netze zu senken, die bei rund einer Milliarde Euro im Jahr liegen, müssten der Ausbau von Netz und Erneuerbaren stärker miteinander verzahnt werden. Auch in Zukunft werde man auf konventionelle Kraftwerke, als Garantie für die Versorgungssicherheit nicht verzichten können, sagte er. Darunter werden Kohle-, vor allem aber Gaskraftwerke verstanden. ZSW-Vorstand  Frithjof Staiß verlangte mehr Engagement für „Energieeffizienz als zentrale Säule“ der Energiewenden. Die Rechnung sei denkbar einfach: „Nicht benötigte Energie muss nicht erst erzeugt werden.“

          Aktuell stellen Braun- und Steinkohlekraftwerke sowie Gaskraftwerke - die oft Strom und Wärme erzeugen - mehr als die Hälfte der Stromversorgung sicher. Die aus Klimaschutzgründen vorteilhaftere Erzeugung aus Gas hatte zuletzt wieder einen steigenden Anteil. Der Anteil der Kernenergie an der deutschen Stromversorgung  geht indes planmäßig weiter zurück. 2022 sollen die letzten Kernkraftwerke außer Betrieb genommen werden.

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