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Energieversorger Branche unter Handlungsdruck

 ·  In allen früheren Wirtschaftskrisen hat sich die Versorgungswirtschaft stets als resistent erwiesen. Darauf vertrauen die großen Verbundkonzerne auch heute. Doch es gibt Warnzeichen.

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In allen früheren Wirtschaftskrisen hat sich die Versorgungswirtschaft stets als resistent erwiesen. Darauf vertrauen die großen Verbundkonzerne auch heute. Deutschlands größter Stromproduzent, die Essener RWE AG, erwartet 2009 trotz wachsender Sorgen bei den Industriekunden nur einen Absatzrückgang von 3 bis 5 Prozent. Es gibt in der Branche trotzdem negative Trends mit den Investitionen.

So verzögert sich der Bau einiger Kohlekraftwerke wegen zunehmender Ablehnung in der Bevölkerung. Der Leitungsbau bleibt wegen langwieriger Genehmigungsprozesse hinter den Plänen zurück. Der Ausbau der regenerativen Energie leidet unter der Bankenkrise. So haben sich in kurzer Zeit die finanziellen Rahmenbedingungen für riesige Windfarmen vor den norddeutschen Küsten enorm verschlechtert.

Die Banken fordern höhere Zinsen und Eigenkapitaleinlagen; zudem lehnen sie in den Milliarden-Programmen die Konsortialführung ab. Das wirft kleinere strategische und selbst große Finanzinvestoren aus dem Rennen. Die Marktführer Eon und RWE dagegen sind im Krisenumfeld regelrechte Konjunkturmotoren. Zwar hat Eon vor einigen Wochen ein Sparprogramm präzisiert. So soll das dreijährige Investitionsprogramm bis zum Jahr 2011 um 6 Milliarden auf 30 Milliarden Euro gestrafft werden. „Aber mit den noch immer jährlich 10 Milliarden Euro wickeln wir das größte Investitionsprogramm in unserer Geschichte ab“, erklärte Eon-Sprecher Jens Schreiber. Vertagte Vorhaben sollen noch einmal auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Aus der RWE-Konzernzentrale sind Sparüberlegungen bei dem mit 32 Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm bis zum Jahr 2012 kein Thema. „Wie geplant werden wir auch 2009 etwa 6,5 Milliarden Euro investieren“, versicherte RWE-Sprecher Volker Heck.

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