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Deutsche Salafisten Ulmer Druckerei gibt Koran-Auftrag zurück

 ·  Das Ulmer Unternehmen Ebner & Spiegel wird nun doch nicht im Auftrag von Salafisten zehntausende Exemplare des Korans drucken. Diese Entscheidung sei Folge der massiven öffentlichen Kritik, sagte ein Sprecher der Druckerei.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)

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Thorsten Haupts
Thorsten Haupts (ThorHa) - 17.04.2012 10:39 Uhr

Unsere Angst vor uns selbst und der Meinungsfreiheit

führt zu mehr als seltsamen Stilblüten. Ein wichtiger text der Weltliteratur, die Grundlage einer Weltreligion soll nicht gedruckt und verteilt werden dürfen? Mit Verlaub - sind wir eigentlich noch ganz dicht? Handelte es sich um einen Aufruf zur Errichtung eines Gottesstaates, hätte man ein Verteiilungs- und Druckverbot ja wenigstens diskutieren können. Aber ein Abbruch des Druckes des Koran selbst? Wann verbieten wir Thora, Bibel und die Upanishaden? Sind wir eigentlich noch eine freie Gesellschaft? Oder haben wir soviel Angst vor uns selbst und unseren Mitbürgern, dass wir uns noch nicht einmal einen religiösen text zumuten können? Ich beginne mich zu fürchten. Vor der Selbstverzwergung aus Angst vor einem Scheinriesen.

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Klaus-Henning Bähr

Schwabenstreich

Nein, die Sache ist nicht nur peinlich! Schlimm genug, dass die Druckerei von Bürgern dieses Landes so unter Druck gesetzt wird, dass sie lieber die rechtlichen Folgen eines Vertragsbruchs riskiert, als sich der Empörung des antimuslimischen Zeitgeistes zu widersetzen. Was die Eiferer offenbar übersehen, ist der Flurschaden an unserer politischen Kultur, den sie mit ihrem "Druck" auf die Druckerei angerichtet haben. Statt sich der Herausforderung des islamischen Extremismus mit Mitteln der geistigen Auseinandersetzung zu stellen, wie es sich in einer guten Demokratie gehört, haben sie demonstriert, wie man diese Mühe mit Methoden umgehen kann, wie sie in den von ihnen kritisierten islamischen Gesellschaften leider verbreitet sind. Wenn es nach diesen Leuten geht, haben wir hier demnächst ähnliche Zustände, nur unter anderem Vorzeichen.

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Lukas Branach

Moderne Bücherverbrennung

Ob den Druck mit Heztkampagnen verhindern oder Bücher verbrennen: da sehe ich keinen Unterschied. In meiner Stadt sehe ich täglich Jehova-Leute mit ihrem Leuchtturm. Wenn man zur Bank will, muß man an ihnen vorbei. Oder ich werde von radikal-christlichen Mormonen angesprochen (mehrmals im Jahr). Diese aggressive Missionierung ist offenbar kein Thema in Deutschland. Habe zumindest von keinerlei Protesten gehört.

Jetzt soll aber die einmalige(!) Verteil-Aktion des Korans plötzlich so gefährlich sein? Ist der Deutsche hier plötzlich unmündig? Niemand wird dazu gezwungen einen Koran mitzunehmen. Diese Aufpasser-Mentalität einiger Institutionen ist nur noch lächerlich. Diese Manipulation der Meinungsfreiheit wird langsam zur eigentlichen Gefahr!

Wenn das so weitergeht, wird noch Jeder, der mal im Koran schmökert oder Israel kritisiert zum "Terrorismus-Helfer" erklärt, inklusive Ausreiseverbot.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.04.2012 19:14 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Aufpasser-Mentalität

Richtig Herr Branach, dieses Fehlen von Augenmass in Deutschland ist beaengstigend. Ob Euro, Steuerstreit mit den Schweizern oder jetzt die Hexenjagd auf Korantexte und Salafisten - die Eiferer wetzen ihre verbalen Messer - allen voran gewisse Medien.

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peter myer

peinlich.

der koran ist - sowenig ich mit ihm anfangen kann- ein normales druckerzeugnis und wenn es verteilt werden soll, wen stört es.

lächerliche aktion.

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 16.04.2012 15:58 Uhr

Auf, in den Kampf, gegen die Muselmanen?

Früher ist man zu Pferd, mit Schwert oder Lanze in der Hand, ins Feld gezogen, Andersgläubige zu bekämpfen.
Das würde heute keiner mehr tun.
Im Gegenteil. Wir reißen uns ein Bein aus, wenn es darum geht, Menschen mit Migrationshintergrund eine Chance in unserem Land einzuräumen (25.000 € für einen Fahrradfahrkurs moslem. Frauen ....). Was sind wir nicht für tolerante Gutmenschen, die sich um andere Menschen kümmern.
Andere ja, Andersgläubige nur noch bedingt!
Wovor hat man in Dtl. Angst? Dass jeder, der sich einen Koran in die Hand drücken lässt, danach in den heiligen Krieg zieht. Dass wir christliche Glockentürme in moslemische Minarette umwandeln?
Wo ist die einst wehrhafte dt. Demokratie geblieben, dass die vor dem Druck des Bibeläquivalenz "Koran" in die Knie geht.
.
Und wenn schon 300.000 Exemplare gedruckt und ausgeliefert sind, was soll dann die jetzige Reaktion?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.04.2012 10:12 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Wer ist hier auf dem falschen Dampfer?

Faschisten, Salafisten, ... wer kommt sonst noch auf Ihren Index der Hexenverbrennung, Kai Knossolla??
Art 4 Grundgesetz bindet dessen Ausuebung nicht an Zustimmungen Anderer. Hier tut sich die boese Frucht der Gesinnungsethik auf. Das Verteilen weltanschaulicher Texte soll zulaessig sein, aber die Grundrechtstraeger selbst sollen auf den Pruefstand (wessen?)? Vereinigungen koennen nur durch Ausspruch des Bundesverfassungsgerichts verboten werden. Etc, etc.

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Closed via SSO

Bei allem Respekt vor den warnenden Zeigefingern der Verfassungsorgane. Hier handelt es sich

um den "Druck der Strasse", der durch tendenziöse Berichterstattung einerseits und ebenso tendenziöse Warnungen der Sicherheitsorgane bis hin zu deren GEWERKSCHAFT ausgelöst wurde.
Der Staat vor allem hat neutral zu bleiben! Straftäter sind hart zu verfolgen, sich anbahnende Straftaten sind zu verhindern. Aber in religiösen Belangen, und das ist eine Mission nunmal, hat sich der Staat herauszuhalten.
Die Verteilung der Bibel in jedem Hotelzimmer in Deutschland wird ja auch toleriert!
Wir als moderne, säkulare Zivilgesellschaft sollten ertragen, dass es religiöse Eiferer gibt. Wir können unsere Kinder gegen deren Indoktrination härten. Aber wir müssen es ertragen, wir sind eine bunte, tolerante Gesellschaft. Und wir sind stolz darauf!
Wo wären wir, wenn wir nicht diverse religiöse Strömungen aller Religionen zuließen?
Solange die profanen Gesetze des Staates eingehalten werden, hat sich dieser rauszuhalten.
Und der Druckerei sei gesagt: Wer Aufträge annimt, führt sie auch durch!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.04.2012 11:22 Uhr
Closed via SSO

@Detlef Weise: Setzen wir hier das Zeichen erneut...

In Wikipedia steht über den prußischen Polizei-Leutnant Wilhelm Krützfeld folgendes Zitat aus der polizeiinternen Ehrung geschrieben:
"Er war weder ein Verfolgter des Naziregimes noch ein Widerstandskämpfer, er war weder Sozialdemokrat noch Kommunist, er war weder ein klassischer Held noch ein Märtyrer. Vielleicht macht ihn gerade das so bedeutend. Wilhelm Krützfeld war, das zeigen Zeitzeugen und Indizien deutlich, ein (preußischer) Polizeibeamter, der sich dem Staate als einem Ordnungssystem zur Mehrung von Toleranz und menschlichem Wohlergehen verpflichtet fühlte. Ein Mann mit gesundem Menschenverstand und Zivilcourage, der es durch „großen Fleiß und Pflichttreue“ vom Polizeiobermeister zum „Schutzpolizeiinspektor im Revierdienst“ (später „Revier-Oberleutnant“) und Reviervorsteher brachte.“

Lassen wir wieder den "gesunden Menschenverstand" in unsrem Land zur Geltung kommen, damit wäre schon ganz viel geholfen.

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bernd stegmann

Ich bin klar gegen den Islam, aber wenn man den Islam von politischer Seite hier in

Deutschland implantieren will, verstehe ich die Aufregung in Bezug auf die auf ewig gültige, unkritisierbare, unabänderliche Basisliteratur des Islam, dem Koran nicht.
Allerdings soll es sich bei den verteilten Exemplaren um "geschönte" Ausgaben für Ungläubige handeln, in denen die nicht ganz so schönen Passagen fehlen bzw. abgeändert wurden (diese gewalttätigen Aufrufe bis zum Töten von ungläubigen).
Ich bin gegen den Islam, den er ist quasi basisrassistisch, indem er die Menschheit wertend und rigoros in Gläubige und wertlose Ungläubige einteilt, zudem gibt es noch die Feinheit "Lebensunwerte" ( ein Herr Westerwelle oder Herr Wowereit z.B.).
Der Islam ist unvereinbar mit den universellen Menschenrechten, daher haben islamische Staaten für sich und ihre Gläubigen die Kairoer Erklärung der Menschenrechte verfasst (dort stehen diese unter dem Vorbehalt der Scharia, die Türkei hat auch unterzeichnet).
Unzählige Gewaltaufrufe gegen Ungläubige, also Verstoß gegen unser Strafgesetzbuch ....

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.04.2012 08:21 Uhr
Closed via SSO

Wieso pochen Sie als Christ so auf das Alte Testament? Das ist ja gerade der "Pfiff",

dass das Christentum das Archaische des Alten Testaments überwunden hat. Kernbegriff: Liebe! Liebet Euren Nächsten wie Euch selbst! Liebet Eure Feinde! DAS sind die kernsätze des Christentums. Ob sie gelebt werden, das ist Menschending.
Und die Juden haben nach Christus einen ähnlichen Liebesbegriff in ihre Tora aufgenommen.
Einzig der Koran ist noch im "Geist " des alten testaments gefangen, der von Feinden, Rache und Gottes Zorn spricht.
Und daher ist er eben nicht zeitgemäß, was übrigens schon der moslemische Gelehrte Averroes im Spanien der Inquisition schriftlich niedergelgt hat UND er deshalb von seinen muslimischen Glaubensgenossen UND den Christen verfolgt worden ist.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 16.04.2012 19:24 Uhr

@ H. Fernandez: Äpfel und Birnen

Das alte Testament betrachtet niemand als Gesetzbuch, am wenigsten die Christen. Für die ist das neue Testament relevant, und auch das nicht auf die Weise, wie der Koran für die Moslems (als Gesetz, das der Staat zu übernehmen hat).

Ja, es gibt ähnliche Ideologien wie der Islamismus, der (Inter-)Nationalsozialismus zum Beispiel. Aus der Existenz anderer totalitärer Ideologien lassen sich keine Rechte ableiten.

Meinungs- und Religionsfreiheit sind selbstverständlich. Doch nur im Rahmen der Menschenrechte und der freiheitlichen Ordnung.

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Matías Fernández

"Ich bin gegen den Islam,

den er ist quasi basisrassistisch, indem er die Menschheit wertend und rigoros in Gläubige und wertlose Ungläubige einteilt." Haben Sie schon in "unserer" Bibel geblättert? Kennen Sie z.B. das alte Testament? (um nur ein Beispiel zu nennen, es gibt unzählige andere, auch "moderne" und laizistische)

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Von Günther Nonnenmacher

Die Bundesregierung sollte sich klar darüber sein, was genau es bedeutet, wenn sie zur Krisenbewältigung „mehr Europa“ fordert. Mehr 1 7

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