10.03.2012 · Joachim Gauck konnte bisher tun und lassen, was er wollte. Diese unbeschwerte Zeit, in der er sich ohne Rücksicht in der Kunst der freien Rede über die Freiheit üben konnte, ist vorbei. Inzwischen wird jedes seiner Worte auf die Goldwaage gelegt. Bislang schlägt er sich gut.
Von Günter Bannas, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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Statt wüst zu vermuten sollte man mit Vertrauensvorschuss abwarten, was er zeigen wird. Vorurteile sind genau so böse wie üble Nachreden.
Dank für diese im faszinierenden Sprachstil der informierten
Diskretion formulierte Betrachtung.
Auf diese wichtigen Antworten und klugen Wertungen habe ich gewartet.
Die FAZ wieder einmal als Wegbereiter der politischen Kultur.
>Sollte der Pastor damals tatsächlich über Gebühr mit
der Stasi kooperiert haben,
Sind Sie noch recht bei Trost? Welche Unterstellung allein in diesem Konsitionalsatz.
Butter bei die Fisch! Welche stichfesten Hinweise für diese
Enormität hätten Sie?
Viele, sehr viele unbeantwortete Fragen
Gauck hat sich nie, soweit ich weiß, als "Bürgerrechtler" oder als "Oppositioneller" bezeichnet. Diese Etiketten haben ihm andere angehängt, in seiner Eitelkeit war er deswegen wohl geschmeichelt und hat nie widersprochen. Das wird jetzt hochgespielt, ist aber nebensächlich. Seine Haltung vor 1989 gegenüber der SED-Diktatur ist jedoch umstritten, dazu gibt es viele unbeantwortete Fragen. Sollte der Pastor damals tatsächlich über Gebühr mit der Stasi kooperiert haben, wäre das aus damaliger Sicht durchaus verständlich, denn nur die Stasi konnte ihm bei seinen familiären Problemen (Ausreise von drei erwachsenen Kinder und deren Wiedereinreise zu Papa Pastor nach Rostock) helfen oder konnte diese Hilfe verweigern. Die Kooperation aus solchen privaten Gründen ist, auch aus heutiger Sicht, verständlich. Zu entschuldigen ist sie trotzdem nicht. Jemand, der für das höchste Staatsamt kandidiert, sollte nicht angreifbar sein wegen einer irgendwie gearteten Kooperation mit dem SED-Regime.
VW-Bus plus Westreise-Freiheit für Herrn Gauck
Sorry, aber wer bei Herrn Wulff "Hauskredit" und
"Bobbycar" gesagt hat, sollte bei Herrn Gauck
"Westreise-Freiheit" und "VW-Bus" sagen. Erst recht
als Journalist... Laut Aussage des letzten Stasi-Chefs des Bezirks
Rostock, Oberst Artur Amthor, hat dessen Behörde in den späten
80ern eigens für Herrn Gauck einen VW-Bus zum "privaten
Gebrauch" importiert. Stimmt das? Hat Gauck dieses
"Geschenk" angenommen? Warum und wofür? Oder hat er
diesen Kleinbus bezahlt? Wieviel und bei wem? Herr Gauck genoß im
"Unrechtsstaat" DDR scheinbar durchaus
außergewöhnliche Privilegien. Auffällig - und
merkwürdig, daß sich keiner dafür zu interessieren
scheint.
Warum lese ich überall das Joachims-Evangelium statt kritischen
Journalismus? Oder gelten für Herrn Gauck andere
Maßstäbe als für Frau Klarsfeld? Deren Vergangenheit und
Kontakte zur DDR-Führung, inklusive einer Zuwendung von 2000 DM -
ja fein säuberlich nachrecherchiert wurden. PS.: Nichts gegen das
Evangelium - aber das gehört in die Bibel.
zu Frank Fischer
Gibt es denn über den VW-Bus und die Westreisen hinaus auch
konkrete Indizien für den Verdacht einer geheimen Kolaboration
zwischen Gaug und Stasi? Einfach nur Verdächtigungen
anzustoßen, ist immer einfach und eben nur an fremdem Zeuge
flicken. Verdachte zu streuen wirkt meist wie eine heimlich fressende
Säure und viel schlimmer als ein nachweisbarer Vorwurf eines Fehlverhaltens.
Woraus folgt denn, dass einige Westreisen (wieviel denn genau?) den
Vorwurf "Westreise-Freiheit" rechtfertigen ?!!
Noch ein Verdacht: Kann es sein, dass in den ersten Kommentaren
Anhänger der LINKEN sich ziemlich ähnlich auslassen ?
oder Altenheim-/Krankenhausseelsorger wäre m.E. eine löblichere Beschäftigung für ihn, um ihn vr seiner Selbstherrlichkeit zu bewahren. Ich hoffe auf die Vernunft der Bundesversammlung.
>Gauck hat so viele Ungereimtheiten auf dem Kerbholz<
Bitte geben Sie dazu ein Beispiel. Ich will doch hoffen, dass nicht
Üble Nachrede in Ihrer Gedankenwelt herumspukt.
In der Tat stand Gauck in der DDR.Zeit auf der Seite der
Unterdrückten, nicht auf der der Unterdrücker, weswegen ja
auch seine Kinder in der DDR keinen Studienplatz erhielten, daher zur
Übersiedlung in den Westen gezwungen waren und GEGEN DDR-Gesetz ihn
nicht einmal besuchen durften.
Erzwungene Ausreisen aus der DDR
>Drei erwachsene Kinder durften in den Westen ausreisen, sehr
ungewöhnlich.
Inwiefern? Das Regime war stets bestrebt, aufmüpfige Personen in
den Westen zu entsorgen. Vgl den Fall Roland Jahn, der in Handschellen
gegen seinen Willen in den Westen verfrachtet wurde. Hierhin gehört
auch die Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 und der Betrug, der
angezettelt wurde, um Freya Klier und Stefan Krawczyk, als man sie Ende
Januar 1988 aus Anlass der "wilden" Demonstrationen am Rande
der offizielle Rosa-Luxemburg-Demonstration vom 17.1.1988 zu einem
Ausreiseantrag zu veranlassen, den sie ohne diesen Betrug niemals
gestellt hätten. Siehe Kliers Buch *Abreißkalender*.
>Woher haben Sie denn die Weisheit, dass die Kinder "gegen
DDR-Gesetz ihn nicht einmal besuchen durften"???
Aus der Ihnen zu empfehlenden Replik des Bürgerrechtlers Wolfgang
Ullmann 2000 auf die abwegigen Denunziationen Gaucks durch Diestel.
Moment, Frau Popp
Drei erwachsene Kinder durften in den Westen ausreisen, sehr ungewöhnlich. Die Ausgereisten durften aber sehr wohl wieder einreisen, noch ungewöhnlicher! Woher haben Sie denn die Weisheit, dass die Kinder "gegen DDR-Gesetz ihn nicht einmal besuchen durften"??? Die vierte Tochter durfte vor der Maueröffnung auch noch in den Westen ausreisen. Und wo war Pastor Gauck am Tag der Maueröffnung? In Berlin-West zur Geburtstagsfeier seines Onkels. Wieder mit Ausreisegenehmigung!
Die merkelsche Ablehnung gehört in der Tat zu den spannendsten Facetten dieser Kandidatur und Herr Bannas hat die Gründe umfassend erörtert. Es könnte allerdings noch einen weiteren geben, denn mit jeder Anklage, die Gauck in Richtung DDR schleudert, fällt immer mehr auf, dass Frau Merkel dies nie getan hat. Sie kam so schnell im Westen an, dass sie dort beinahe unterzutauchen schien. Wenn ihr ihre Herkunft unangenehm war, womöglich aus rein polittaktischen Beweggründen, kann man verstehen, dass sie die Vergangenheit nicht täglich neu aufgewärmt sehen möchte.
Ginge es nach der Moral der Linken, nicht nur der Mitglieder der Partei gleichen Namens, gäbe es überhaupt keinen Bundespräsidenten. Gemessen an den eigenen Moralansprüchen könnte keiner dieser Damen und Herren kandidieren. Besonders die sogenannten "Antizionisten" die den Auszug dieser Partei aus dem Bundestag anläßlich der Rede von Shimon Peres am 10. Jan. 2010 goutierten und auch heute noch begrüßen. Es gibt nicht verlogeneres als die "antifaschistische" Staatsdoktrin der ehemaligen DDR für die sich heute protestantische Pastoren einsetzen.
herr gauk ist -
ein opportunist.
als Ex-Stasijäger muss Gauck enormes Wissen haben, sowohl über
seine eigene Vergangenheit als auch über Merkels. Schon komisch,
dass Kohl,Muttis Sponsor, ausgerechnet Gauck mit der Aufarbeitung der
Stasiakten beauftragte. Gerade Ossis(ich auch) wissen,dass jemand, der
in der DDR Privilegien en Gros geniessen durfte Gegenleistungen an
Honecker und Mielke abliefern musste. Und dann auch noch der
Freiheitskämpfer? Irgendwie sehe ich, dass sowohl Gauch Angst vor
Mutti hat als Mutti vor diesem auch. Was wissen sie über sich
gegenseitig.
Gauck hat so viele Ungereimtheiten auf dem Kerbholz, und wenn man sieht,
weil gerade die Springer Presse ihn anpreist, als wenn ein
Gemüsehändler nen faulen Apfel als Frischobst verkaufen will.
Gauck ist wie ein Fisch, bei dem ich mir unsicher bin, ob dieser vom
Kopfe oder vom Schwanze her stinkt, vielleicht auch von beiden Seiten,
weiß man es?
Lastminute-Bürgerrechtler wird ihn noch einzige Zeit verfolgen, die Fragen zu unwahren Aussagen zu Stasi-Beschäftigten 1997 vor dem Bundestag werden kreisen und der Spiegel von 1991 zur langen, mehrmaligen unbeaufsichtigten Durchsicht der eigenen Akte ist noch lange nicht überall im Altpapier.
Exodus-Moses-Rolle für Gauck-Merkel in der Systemkrise
Angela Merkel hatte wohl begriffen, was sie an dem ev. Theologen
gewonnen hatte, als sie sagte: „Ich bin sicher, dieser Mann kann
uns wichtige Impulse geben für die Herausforderung unserer Zeit und
der Zukunft, die Globalisierung, die europäische und internationale
Staatsschuldenkrise, ....“.
Jeder Systemdenker weiß, dass die 'Herausforderung unserer Zeit'
in einem Übergangsprojekt in eine 'nachhaltige Industriekultur'
besteht und dass dazu ein Exodus aus der nicht-nachhaltigen Crashordnung
des 2%Wachstumszwang-Regimes der KAPITALSTOCK-Maximierer gestartet
werden muß.
Diese doppelte Exodusstart-/Übergangs-Aufgabe ist eine biblische zu
nennen, weil nur hier das evolutionäre Prozessmodell vorliegt, u.a.
mit dem Exodus aus Ägypten, mit dem Glauben an die Existenz der
göttliche Reichsoption und mit dem Gnadenakt, durch den das
Emergent-Kreativ-Rettende sich uns offenbare, und dass auch der
'schöpferischen Zerstörer' noch erscheine.
Auf Gauck-Merkel wartet die Exodusstart-Moses-Rolle.
Der Gauck-Coup allein wird die FDP nicht retten
Dass die CDU es jetzt so darstellt, als sei es Frau Merkel gewesen, die
Gaucks Kandidatur erst möglich gemacht habe, zeigt nur, wie dreist
und verlogen diese Partei (geworden) ist. Ob die Wähler der CDU
dieses Märchen tatsächlich abnehmen?
Nein, in Wahrheit war es die viel gescholtene FDP, die den in der
Bevölkerung beliebten Gauck durchgesetzt hat, Philipp Rösler
hat dafür sogar die Koalition aufs Spiel gesetzt. Ich denke, dass
die Wähler Röslers Mut auch durchaus anerkennen. Nur
wünschte man sich, dass die FDP diesen Mut auch auf anderen
(wichtigeren) Feldern zeigen würde.
Warum hat die als Steuersenkungspartei angetretene FDP beispielsweise
nicht die Kraft, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen? Die
ersatzlose Streichung des Solis (für die die schwarz-gelbe
Bundesregierung nicht einmal der Zustimmung des Bundesrats
bedürfte), wäre ein kraftvolles Signal, mit dem die FDP
durchaus punkten könnte. Der Gauck-Coup allein wird die FDP
jedenfalls nicht retten.
das Exoduspotenzial aus der 2%Wachstumszwang-Tyrannei sucht seinen Moses
Angela Merkel hatte wohl begriffen, was sie an dem ev. Theologen
gewonnen hatte, als sie sagte: „Ich bin sicher, dieser Mann kann
uns wichtige Impulse geben für die Herausforderung unserer Zeit und
der Zukunft, die Globalisierung, die europäische und internationale
Staatsschuldenkrise, ....“.
Jeder Systemdenker weiß, dass die 'Herausforderung unserer Zeit'
in einem Übergangsprojekt in eine 'nachhaltige Industriekultur'
besteht und dass dazu ein Exodus aus der nicht-nachhaltigen Crashordnung
des 2%Wachstumszwang-Regimes der KAPITALSTOCK-Maximierer gestartet
werden muß.
Diese doppelte Exodusstart-/Übergangs-Aufgabe ist eine biblische zu
nennen, weil nur hier das evolutionäre Prozessmodell vorliegt, u.a.
mit dem Exodus aus Ägypten, mit dem Glauben an die Existenz der
göttliche Reichsoption und mit dem Gnadenakt, durch den das
Emergent-Kreativ-Rettende sich uns offenbare, und dass auch der
'schöpferischen Zerstörer' noch erscheine.
Auf Gauck-Merkel wartet die Exodusstart-Moses-Rolle.
Dieses Bilder- und Posier-Pathos
nervt allmählich in gehörigem Ausmass.
Kann der Kanditat auch anders als: hier stehe ich, blicke auf zum Herrn,
von welchem mir (ganz gewiss) Hilfe zuteil wird ....
Herr Gauck und das Mitgefühl - EHEC/HUS und der 33. Evangelische Kirchentag.
Im Rahmen einer Bibelarbeit auf dem 33. Deutschen Evangelischen
Kirchentag vom 1.-5. Juni 2011 in Dresden sprach der frühere
Pfarrer und wohl künftige Bundespräsident Herr Gauck davon,
dass "wir in Deutschland manchmal geradezu angstsüchtig" seien.
Als Beispiel nannte der den Umgang mit ua. EHEC.
Zu diesem Zeitpunkt grassierte in Deutschland die EHEC/HUS-Epidemie mit
tausenden Erkrankungen, zahlreichen Todesopfern und vielen um ihr Leben
ringenden Menschen.
(Zum Thema Herr Gauck und die Wahrheit ist vielleicht mein Beitrag
"Ich beklage die Geschichtsvergessenheit der 15.
Bundesversammlung" vom 26.2.2012 von Interesse)
Als Bundespräsident nicht mehr frei?
Der Artikel berichtet von unbeschwerter Zeit. Damit ist die Zeit nach
der Wende gemeint. Denn in der menschenverachtenden DDR konnten -
abgesehen von ruhigen Wassern auf dem Land - nur hohe Parteikader gut
leben. Das taten sie auch, unter geheimer Stasi-Überwachung.
Wer in dieser schrecklichen Parteidiktatur risikiert hat, sich seine Art
Freiheit zu schaffen und anzuecken, verdient hohe Anerkennung. Es gab
nur wenige Mutige, die das getan haben.
Dieses Überlebenstraining hat Gauck gutgetan, hat seinen Blick
für Wesentliches und Unmenschliches geschärft. Damit
verfügt er über einen wahren Trumpf, gut einsetzbar in seinem
neuen Wirkungskreis.
Er braucht heute, Gott sei Dank, keine Angst mehr haben, wenn er etwas
offen sagt. Selbst kleine Ungeschicklichkeiten werden ihm verziehen
werden. Denn er scheint mir ein Mensch der Freiheit und der Offenheit,
ein nunmehr wieder vorhandenes BP-Merkmal.
Und er wird auch dort, wo es vielleicht weh tut, sich äußern,
frei und überzeugend. Prima!
Es gab nur wenige Mutige, die das getan haben,
Gauck wurde dann, als die Rufe "Wir sind das Volk" zu
"Wir sind ein Volk" wurden, auch "mutig".
Wichtig ist für Sie, nach dem Brief von Gerhard Rein suchen:
"Joachim Gauck hat sich im Oktober 1989 in Rostock dem „Neuen
Forum“ angeschlossen.
Vorher ist ein politisches Engagement gegen den repressiven Staat nicht auszumachen"
Sie haben ein Bild von Gauck, welches Ihrer Erwartung entspricht und von
der Springer-Presse gemalt wurde, mit der Realität hatte es nichts
zu tun.
Freiheit ist für Gauck "Abwesenheit von DDR", wenn Ihnen
das als Kernaussage eines BP reicht......
Den Kamf gegen Antisemitismus als "linke Ersatzreligion" zu relativieren, ist keine Ungeschicktheit!
"[...]Blick für Wesentliches und Unmenschliches[...]" ?
Hieße das nicht, sich gegen Faschismus auszusprechen?
Hieße das nicht, sich für einen Sozialstaat mit gerechter
Lohnverteilung und menschlichen Arbeitsverhältnissen, auszusprechen?
Hieße das nicht, endlich Mal über fatale Immigrationspolitik
und multikulturelle Ziele in Deutschland zu sprechen?
Stattdessen schwadroniert Herr Gauck lieber über inhaltlose
Begriffe, die schön klingen; aber keine Aussage haben!
Das ist weder prima noch frei oder mutig.
Es wäre schön, wenn Gauck selbst etwas zu seiner Rolle um die Wendezeit sagen würde ...
und sich letzten Endes nicht als "Wendehals" präsentiert, was viele, auch im Westen (!), schon von ihm denken. Er hätte dann - mit Wulff vergleichbar - jegliche moralische Vorbildfunktion verloren.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.03.2012 19:48 UhrDer GAU(ck)
Als Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde (BStU) hatte Gauck 1997 eine
vorsätzliche falsche Auskunft über die Beschäftigung von
ehemaligen Stasi-Angehörigen gegeben. „Beim
Bundesbeauftragten wurden am 1. Januar 1997 noch 15 ehemalige
hauptamtliche Mitarbeiter des MfS als Angestellte bzw. als Arbeiter
beschäftigt“, ließ Gauck die Bundesregierung wissen.
Ein vertrauliches „Gutachten über die Beschäftigung
ehemaliger MfS-Angehöriger bei der BStU“, dass 2007 im
Auftrag des Kulturstaatsministers Bernd Neumann (CDU) verfasst wurde,
kommt zu einem anderen Urteil. „Diese Auskunft war falsch“,
schrieben die damaligen Gutachter Hans Kleine und Klaus Schroeder.
Unerwähnt ließ Gauck 1997 in seiner Antwort an die
Bundesregierung mindestens 46 zu dieser Zeit beschäftigte ehemalige
Wach- und Personenschützer des MfS, drei frühere Mitglieder
des MfS-Wachregiments sowie 16 ehemalige Hauptamtliche. Gauck selbst hat
sich zu den Vorgängen nie geäußert und im Jahr 2011
waren bei der sog. Gauck-Behörde immer
Alle Achtung Frau Holtmann
Wenn Sie dies bei ihren Beiträgen zum Thema Wulff auch so
gehandhabt hätten: "...nur angreifen dürften, wenn wir
ihm Fehlverhalten ganz konkret nachweisen können. Mit pauschalen
Verurteilungen... kann ich wenig anfangen."
In ihren Beiträgen zum Thema Wulff haben sie Wulff durch
Andeutungen in die Nähe der Korruption gerückt, ohne auch nur
den geringsten Anhaltspunkt dafür zu haben
Sehr geehrter Herr Stauf,
ich meine, dass wir Herrn Gauck nur angreifen dürften, wenn wir ihm Fehlverhalten ganz konkret nachweisen können. Mit pauschalen Verurteilungen ("Wendehals der letzten Stunde") kann ich wenig anfangen. Vielleicht bin ich naiv: Aber schon die Tatsache, dass er nicht Mitglied der FDJ war und die damit verbundenen Nachteile in Kauf genommen hat, zeigt mir, dass Herrn Gauck durch solche Vorwürfe Unrecht getan wird.
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