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Champions-League-Finale Europäische Spitze

27.05.2009 ·  Duell der Giganten, Zweikampf der Gladiatoren, Treffen der Besten – das Champions-League-Finale zwischen Manchester United und dem FC Barcelona ist das Spiel der Spiele auf dem Planeten Fußball.

Von Roland Zorn
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Duell der Giganten, Zweikampf der Gladiatoren, Treffen der Besten – dieses 17. Finale der 1992 von der Europäischen Fußball-Union eingeführten Champions League zieht die Superlative nur so auf sich. Kenner und Fans sind sich von vornherein einig: Ähnlich verheißungsvoll wie die römische Begegnung zwischen Titelverteidiger Manchester United und dem FC Barcelona könnte derzeit kein anderes Endspiel auf dem Planeten Fußball sein. Cristiano Ronaldo (siehe: Cristiano Ronaldo: Der launische Gigolo) gegen Lionel Messi (siehe: Lionel Messi: Der argentinische Floh), diese Konfrontation der global bewunderten Superstars überstrahlt noch das kollektive Gegenüber zweier Weltklubs. United, die zwischen Offensive und Defensive optimal ausbalancierte Mannschaft mit dem stärksten Kader, gegen Barça, die katalanische Künstlerkolonie mit dem faszinierenden Kombinationswirbel – der Showdown der beiden Großmeister aus der Primera División und der Premier League, Europas führenden Ligen, verspricht ein exquisites Schauspiel vor einem Millionenpublikum.

Eine Woche nach dem doch recht grauen Endspiel um den Uefa-Pokal zwischen Schachtjar Donezk und Werder Bremen geht es nun um Glanz und Gloria und um die Antwort auf die spannende Frage: Wer spielt den besten Fußball der ganzen Welt? Denn zweifellos ist die Qualität der Trendsetter im internationalen Vereinsfußball eine Spur höher einzuschätzen als die mit noch mehr Emotionen und nationalem Pathos begleiteten Auftritte der erfolgreichsten Nationalmannschaften.

Und fraglos bilden Klubs wie Manchester United und der FC Barcelona, mögen sie auch englisch (Ferdinand, Carrick, Scholes, Rooney) oder spanisch (Puyol, Xavi, Iniesta) grundiert sein, die Weltmacht Fußball durch ihre Internationalität auf den wichtigsten Spielerpositionen ab. Es sind die beiden attraktivsten und spektakulärsten Vereinsnationalteams überhaupt, die im Stadio Olimpico den Champion aller Champions ausspielen.

Deutsche Konnotationen

Barcelona, Rom, Manchester United, das sind Orte und Vereinsnamen, die auch deutsche Konnotationen wecken. Zehn Jahre ist es her, dass am 26. Mai 1999 der FC Bayern München im Nou-Camp-Stadion des FC Barcelona während der Nachspielzeit eines denkwürdigen Champions-League-Finales den zum Greifen nahen Sieg über die damals schon von Sir Alex Ferguson betreuten „Red Devils“ verspielte und aus einem 1:0 ein 1:2 wurde; 19 Jahre sind vergangen, als die deutsche Nationalelf am 8. Juli 1990 im Stadio Olimpico ihren dritten und vorerst letzten Weltmeistertitel durch ein 1:0 über Argentinien eroberte.

Zu den europäischen Spitzen wie jetzt Manchester und Barcelona wollen auch die Münchner irgendwann wieder gehören – ein kühner Plan, dessen Realisierung seit dem einzigen Champions-League-Sieg der Bayern im Jahr 2001 von Mal zu Mal schwieriger anmutet. Und Weltmeister wären die Deutschen auch gern mal wieder. Eine andere Geschichte, eine andere Konkurrenz – wenn auch verbunden mit ähnlich vagen Gipfelperspektiven wie der steinige Weg zur Krönung im weltbesten Klubwettbewerb.

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