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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Zuwanderung Die Spanier sind da

 ·  Sie wollen der Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat entfliehen und packen ihre Koffer: Junge Spanier werden von deutschen Arbeitgebern im ganzen Land umworben. Aber Berlin kann zur Falle werden.

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Miguel Westphal

Mehr deutsche Einwanderer in Spanien als spanische Einwanderer in Deutschland

Unabhängig von der Diskussion, ob sich nun Spanier gut integrieren oder nicht - woran ich keine Zweifel habe - darf man aber ruhig noch mal daran erinnern, dass in Spanien immer noch fast doppelt so viele deutsche Einwanderer leben als spanische Einwanderer bzw. ihre Nachkommen in Deutschland. Mir ist aber natürlich sehr wohl bewusst, dass die Gründe für die jeweilige Einwanderung zum großen Teil nicht vergleichbar sind.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 03:55 Uhr
Karl-Heinz Steinhoff
Karl-Heinz Steinhoff (KHZS) - 18.02.2013 03:55 Uhr

Auf die "Alten" verzichten?

Machen wir das gerne? Eigentlich nicht, wir wollen doch lieber, dass unsere Alten, ihr angespartes Geld hier ausgeben, als im Ausland, oder nicht? :)

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heide schweizer
heide schweizer (HHJL) - 16.02.2013 19:35 Uhr

deutsche Einwanderer

Stimmt, aber es handelt sich zumeist um "Alte", auf die wir in Deutschland gerne verzichten.

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Claudia Otlo

Hat Deutschland wirklich etwas gelernt?

"Ein brisantes Thema, schließlich sind die Folgen fehlgeschlagener Integration aus der Anwerbewelle im vergangenen Jahrhundert noch heute spürbar. Doch diesmal ist vieles anders, sagen Wissenschaftler."

Parallel gibt es einen Artikel über "Armutseinwanderung" in der FAZ, der beschreibt, daß Deutschland allein in 2011 an die 150.000 Einwanderer aus Rumänien und Bulgarien bekam. Überwiegend ungebildet, unversichert, ohne jegliche Aussicht auf Job. Einwanderung in das Sozialsystem.
Mir scheint es eher, daß D mit den Südeuropäern "Glück" hat, und nicht das D wirklich nun etwas richtig bei der Einwanderung macht. Es kann immer noch jeder (Europäer) kommen, glücklicherweise sind mittlerweilen auch ein paar mit Bildung dabei - unter einer gezielten Einwanderungspolitik ist jedoch etwas anderes zu verstehen.

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Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 15.02.2013 22:00 Uhr

Die paar Spanier oder Griechen die hierher kommen,

sind es jetzt 9000 oder doch schon 10000 im Jahr, um hier zu arbeiten und dann nach einigen Jahren wieder in ihre schöne, warme Heimat zurückzukehren, sollten herzlich willkommen sein, lohnen aber die ganze Aufregung nicht.
Ganz anders sieht es bei den jährlich fast 150.000 Einwanderern aus den Elendsquartieren der Roma in Rumänien und Bulgarien aus. Häufig kranke Menschen, ohne Schulbildung für die es auch hier keine Arbeit gibt. Welche Probleme da auf uns zukommen hätte man schon vor Jahren in der Umgebung grosser Städte in Spanien und Italien studieren können.
Ein vorausschauende Einwanderungspolitik weiss zu unterscheiden nach Herkunft und Fähigkeiten und vermeidet die Einwanderung krimineller Grossclans, die bereits in ihren Heimatländern isoliert waren oder eben von Elendsflüchtlingen, deren Integration schon in ihren Heimatländern nicht gelungen ist.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 15.02.2013 21:57 Uhr

... der fröhliche Helote ...

... fällt das niemandem auf? Beides Beispiele für Pflegeberufe. Warum bekomme ich keine Pflegekräfte? Weil jeder anständige deutsche Hartz IV-Empfänger weiss, dass er bei entsprechender Famlienstruktur mehr verdient, als in diesem anstrengenden Beruf. der bei der jetztigen Personalstruktur in den nächsten 10 Jahren (insbesondere für Männer) praktisch keine Aufstiegsmöglichkeiten bereithält, dafür aber Rückenschmerzen garantiert.

Die Spanier wissen das noch nicht. Deshalb würde ich anregen: Hartz IV-Schulungen für junge Spanier; die wissen nicht, was viele andere wissen, dass nämlich arbeitssuchende EU-Ausländer grundsätzlich die gleichen Sozialansprüche wie Deutsche haben. Also macht euch auf den Weg, denn soviel Kohle gibt es nirgendwo...

Lustig auch, dass in Spanien alle tolle Funktionstitel haben (Präsident/Direktor von irgendwas), aber ein Gehalt, bei dem die Mehrzahl von Leistungsempfängern hierzulande müde gähnt...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 17:54 Uhr
Stefan Rubens

So ist es

"Fachkräftmangel" entsteht da, wo für schwere (nicht nur körperlich) Arbeit ein Entgelt bezahlt wird, daß eher als Almosen bezeichnet werden kann. Der Vergleich mit kinderreichen Hartz IV Empfängern, die einfache Rechenaufgaben beherrschen, ist da gut gwählt. Auffällig ist auch, daß beim Berufsbild "Beamter" nicht unter Fachkräftemangel gelitten wird. Sofern dies überhaupt als Beruf bezeichnet werden kann.

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Florian Adler

Schavans rühmliche Hinterlassenschaft von 2,2 Millionen Menschen

In der beruflichen Bildung, wo das BMBF bei der Regelung der Ausbildung in den Betrieben als einem der letztverbliebenen Bildungsbereiche zuständig geblieben ist, ist Schavan in 7 Jahren - außer in jedem Jahr aufs Neue den «Ausbildungspakt» zu rühmen - wenig eingefallen. In 2012 hatten 60 Tsd. Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen und landeten in der Warteschleife. Angestaut haben sich in diesem Übergangsbereich mittlerweile knapp 300 Tsd. junge Leute. Jeder 3. Jugendliche im Übergangsbereich mündet auch noch nach 2 Jahren nicht in eine Berufsausbildung ein. Auf 2,2 Mio. Menschen im Alter von 20 - 34 Jahren hat sich bis zum Jahr 2011 die Zahl derjenigen erhöht, die keinen Berufsabschluss haben, das sind rund 15% dieser Altersgruppe. Die Quote der Ausbildungsbetriebe lag 2011 mit 22,5% auf dem tiefsten Stand seit 1999. Kein Wunder, dass mit solch einer Bilanz «der angesehensten Bildungspolitikerin des Landes» jetzt im Chor das Loblied auf den Import von Fachkräften gesungen wird.

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jens kaiser

@Barisg

Keine Sorge, ich wohne nicht in Deutschland. Meine Rente muessen Sie also sicher nicht bezahlen :-). Aber statt zu jammern, wie schwer Sie es doch mit Migrationshintergrund in Deutschland haben, wuerde mich doch einmal interessieren, was Sie denn dazu meinen, dass z.B 82% aller libanesischen Staatsbuerger in Deutschland Hartz 4 beziehen. Und wenn ich mir die Quote bei Tuerken, Bulgaren oder Kosovaren anschauen wuerde, was fuer ein Ergebnis zeigte sich da wohl?

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Chris Heidrich

Mit 24 Jahren ...

... ist dieser Spanier schon Fachkraft ? Frage mich, was der in seinem kurzen Berufsleben gemacht hat, um alle Deutschen Bewerber auszustechen ...

Hier geht es doch schlicht und ergreifend um Lohndrückerei: Die Flüchtlinge arbeiten für jedes Gehalt, weil zu Hause die Familie in Schulden ertrinkt oder schlicht und ergreifend nichts zu essen hat. Die nehmen doch jeden Job, zu jedem Geld an ...
Und wenn es nicht mehr gefällt: Wir haben ja auch noch Hartz IV zu verteilen

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Lothar Wölfel

Was ist mit dem deutschen Bildungssystem?

2008 verließen 7,5 Prozent des Altersjahrgangs in Deutschland die Schule ohne Abschluss. Von den bisher zugewanderten ausländischen Jugendlichen schafften mehr als 15 Prozent keinen Abschluss. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen ohne Abschluss sind Förderschüler, rund ein Viertel der Schulverlierer gingen auf eine Hauptschule.

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Viktor Schulin

Integration oder Eingewöhnung

Die Integrationsfrage erscheint mir in diesem Zusammenhang überflüssig. In meiner Nachbarschaft sind beispielsweise zwei junge Familien aus Spanien zugezogen. Bis auf die natürlich noch zu perfektionierenden Deutschkenntnisse scheint mir und Ihnen ´Integration´ aber eher in der Eingewöhnung an lokale Besonderheiten zu bestehen, nicht in der schwierigen Überwindung hoher kultureller Hürden. Es handelt sich um akademisch ausgebildete Mittelstandsangehörige mit europäischer Kultur im besten Sinn. Man muss hier kein Problem herbeireden.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 18:01 Uhr
Viktor Schulin

Sehr anstrengend

Verehrter Herr Mense, die allgemeine "Hermeneutik des Verdachts" (Ricoeur), die um sich gegriffen hat und von der leider auch ihr Posting zeugt, empfinde ich mittlerweile als sehr anstrengend.
Ich sprach von neuen Nachbarn und Mitbürgern, ich habe keine kulturgeschichtliche Diskussion über Angkor Wat oder die Ming Dynastie zu führen versucht oder die Kreuzzüge, und den Faschismus aus der europäischen Geschichte zu leugnen getrachtet.

Daher bedeutet "im besten europäischen Sinne" hier natürlich, dass diese Menschen eben genau dies mitbringen: Den bürgerlichen Wertekonsens über Individuum und Gesellschaft, über Rechte und Pflichten, Liberalität und Selbstkontrolle und all die Manieren und Gewohnheiten, die dazu gehören. Die Eigenschaften also, die das europäische Bürgertum seit dem 19. Jahrhundert im Normallfall verbinden, unabhängig von nationalen kulturellen Besonderheiten. Und weil das so ist, sind sie von vornherein willkommene Nachbarn und Mitbürger und nicht íntegrationsbedürftig.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 15.02.2013 17:38 Uhr

Grundsätzlich falsch

Wenn Ihnen Militärgeschichte nicht gefällt, dann lesen Sie doch einfach Wissenschaftsgeschichte, oder Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Philosophiegeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Technikgeschichte, Kulturgeschichte u.s.w. Wir müssen nicht überheblich werden und ja, wir hatten finstere Zeiten, wie jede Kultur. Aber wir können uns mit gutem Recht etwas auf sie einbilden. Fragen Sie dazu vielleicht mal Leute im Orient oder in Asien!

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Joachim Mense
Joachim Mense (JMense) - 15.02.2013 16:47 Uhr

Grundsätzlich richtig

Man kann Ihnen grundsätzlich nur recht geben mit Ihrem Fazit "Man muss hier kein Problem herbeireden". Doch Ihre Behauptung "europäischer Kultur im besten Sinn" erscheint mir durchtränkt von großer Hybris. Allein die neuere deutsche Geschichte zeigt Phasen der völligen Kulturlosigkeit, und wer europäische Geschichte liest, liest vor allem Militärgeschichte. Schiebt man dies einmal großzügig bei Seite, dann haben auch der Orient, auch Asien und so weiter eine staunenswürdige Kulturhistorie aufzuweisen. Wir sollten uns also nicht allzu viel einbilden auf unsere Wurzeln. Und noch ein weiterer Aspekt: Schauen wir bei "gemeinsamer" Kultur nur auf Zentral- und Westeuropa oder auch nach Osteuropa? Und wie weit reicht dann der Blick?

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Ferdinand Bohn

Und wo sollen diese Menschen wohnen?

Die Arbeitsplätze sind vorwiegend in den Ballungsgebieten. Und dort sind die Mieten hoch.
Die Zuwanderung wird die Mieten weiter in die Höhe treiben. Zudem wird der Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze verschärft. Und es werden nicht nur Zuwanderer kommen, die die gefragten Berufe haben. Und was macht man dann mit diesen Menschen? Die Probleme sind vorprogrammiert.

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Tobias Brueggendick

Und wieder falsche Verwendung des Begriffes Fachkräftemangel I

Die Art und Weise wie der Begriff Fachkräftemangel verwendet wird, ist nicht korrekt. Viele Artikel wollen ausdrücken, dass Fachkräfte knapp wären. Wenn aber etwas knapp ist, dann verteuert sich dieses Objekt. Wo sind denn die Lohnerhöhungen bei den ganzen Fachkräfte. Wo haben in den letzten Jahren die Unternehmen mehr Geld ausgegeben, damit sie eine Fachkraft erhalten? Wenn man sich an die Statistiken anguckt an die man frei ran kommt und auch noch die eigenen Eindrücke sowie die von Bekannten vergleicht gibt es dass nicht. Dies bedeutet das hier ein Baustein, und in meinen Augen ein sehr wichtiger, für eine wirkliche Verknappung der Fachkräfte fehlt. Dadurch dass wir jetzt Ausländer holen, die man leichter manipulieren kann weil diese Arbeit suchen, sinkt sogar der Lohn eher. Man kann also mitnichten von einer Verknappung reden, eher von einer herbeigeredeten Verknappung.

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Alex Gerritsen

Integration ist das Zauberwort

Viele ausländische Bewerber kommen aus einer schwierigen Situation heraus nach Deutschland und versuchen wirtschaftlich Fuß zu fassen. Dabei geht es nicht immer ausschließlich um monetäre Anreize, die man als Unternehmen setzen kann, um diese hochqualifizierten Zuwanderer für eine langfristige Beschäftigung in Deutschland zu begeistern. Um eine reibungslose Integration zu gewährleisten, muss man als Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten bieten: Die Integration der Familie und das Aufzeigen von Möglichkeiten wie Schulen, Sprachkursen, Kinderbetreuung, kulturelle Ereignisse sowie Sportangebote sind von essentieller Bedeutung.

Gerade in Südeuropa gibt es sehr gute Hochschulen mit exzellentem Ruf und hochwertiger Ausbildung, die eine Vielzahl an Top-Absolventen hervorbringen. Werden diese Ressourcen genutzt und gelingt eine gute Integration der Arbeitnehmer aus dem Ausland, kann Deutschland dem Fachkräftemangel in den nächsten Jahren ein wenig zuversichtlicher entgegen treten.

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udo fischer
udo fischer (udo44) - 15.02.2013 11:03 Uhr

Die Fehler wiederholen sich.

Ab 1960 bis 1970 wurden ebenfalls auf Wunsch der Industrie Gastarbeiter angeworben. An diesen Folgen leiden wir noch heute. Jetzt wird die nächste Gastarbeiterwelle hochgejubelt und mit diesen Anwerbungen der Arbeitsmarkt reguliert. Anstatt in einem funktionierenden Arbeitsmarkt, die fehlenden Arbeitskräfte durch höhere übertarifliche Löhne anzulocken, werden durch die Politik wieder billige Arbeitskräfte nach D gerufen. Damit wird der freie Arbeitsmarkt durch sozialistische Planwirtschaft ersetzt.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 20:48 Uhr
Carlo Streif

Die Probleme

mit "muslimischen Zuwanderern" (speziell in einigen Großstädten) fallen Ihnen nur deshalb so auf, weil viel mehr Gastarbeiter aus der Türkei kamen als aus Italien und weil die Medien gerne von hier die Negativbeispiele bringen statt die 80 % ganz normal hier arbeitenden Leute. Vom Bildungs- und Berufsspektrum unterscheiden sich türkischstämmige u italienischstämmige Einwanderer(nachkommen) praktisch nicht (sagen die Statistiken). Beide holen auch gerne Verwandte aus dem Heimatland nach.
Und wenn sie von Nachrichtensendungen im Fernsehen reden: Schon mal von Hülya Özkan gehört? Die ist beim ZDF in der Nachrichtenredaktion und Türkin. Ich kenne auch eine Menge Radio- und Printjournalisten mit türkischen Namen. In Niedersachsen haben wir eine Gesundheitsministerin mit türkischem Namen, die ihre Sache sehr gut macht.

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Joachim Mense
Joachim Mense (JMense) - 15.02.2013 14:14 Uhr

Viele Ressentiments

Ach Herr Fischer, Ihr Kommentar besteht nur aus ängstlichen Ressentiments. Erstens leiden "wir" nicht an den Folgen irgendeiner "Welle", sondern möglicherweise nur Sie. Zweitens würde ich bei zehn bis hundert Spaniern, welche den Schritt in unser Land bisher wagten, nicht gerade von einer "Welle" sprechen. Drittens geht es eben nicht um billige Arbeitskräfte, sondern um FacharbeiterInnen. Sonst würde man nicht auf Nachqualifikation, Probezeiten, Sprachkenntnisse dringen. Viertens wird da nirgendwo "planwirtschaftlich" gehandelt, sondern man wirbt und bewirbt sich, ganz wie auf dem sonstigen Arbeitsmarkt auch. Und erlauben Sie mir noch einen Nachsatz: Wer möchte, dass deutsche Produkte frei handelbar, also in das Ausland verkaufbar sind, sollte auch die Freizügigkeit im Arbeitsmarkt akzeptieren.

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Ronald Gruenebaum

Bitte erläutern

Dann erklären Sie doch mal bitte, welche Probleme wir in Deutschland mit Gastarbeitern aus Italien, Spanien oder Griechenland hatten. Die sind heute alle voll integriert und ihre Kinder moderieren sogar die Tagesthemen der ARD!

Es gibt erhebliche Probleme mit muslimischen Zuwanderern, die sogar in der 3. Generation noch nicht angekommen sind. Das ist aber kein Grund für die latente Fremdenfeindlichkeit in Ihrem Beitrag. Und wo ist der Beweis, dass diese EU-Mitbürger mit Billiglöhnen abgespeist werden?

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 15.02.2013 10:16 Uhr

Integration

"...schließlich sind die Folgen fehlgeschlagener Integration aus der Anwerbewelle im vergangenen Jahrhundert noch heute spürbar."

Im letzten Jh. gab es Gastarbeiterwellen aus Italien, Spanien, Portugal, Griechenland. Mein Eindruck ist, daß die Integration derer, die hier geblieben sind, durchaus erfolgreich war.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 16:12 Uhr
Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 15.02.2013 16:12 Uhr

Leider musste meine Mutter

und ich aktuell ich die Rente von Ihnen mitbezahlen Herr Kaiser. Ich wünschte, ich könnte es mir aussuchen.

Und besonders schlimm ist es, wenn man auch noch Besserverdienender und Akademiker mit Migrationshintergrund ist.

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jens kaiser

Richtig, Sie haben aber bei der Aufzaehlung die Tuerkei "vergessen"

und den Balkan. Im Zuge des Libanonkrieges auch Libanesen. Wuerden Sie bei diesen Gruppen immer noch von erfolgreicher Integration sprechen? Oder von erfolgreicher Integration in die Sozialsysteme?!

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Closed via SSO

Diese Zuwanderer brauchen wir. Von ihnen können sich viele faule und unflexible Deutsche eine

Scheibe abschneiden. So nimmt man seine Zukunft selbst in die Hand.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 11:40 Uhr
Henk Hulst
Henk Hulst (HenkHulst) - 15.02.2013 11:40 Uhr

Ausland

Man kann lange über individuelle Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme im Ausland diskutieren. Allerdings hat sich gezeigt, dass in der Regel jene Berufe gute Chancen haben, die auch in Deutschland nachgefragt werden. Z.B. medizinische und technische Berufe, teilweise das Handwerk, obwohl es in den 90ern Ärzte- und Ingenieurs"schwemme" gab (Zyklen haben die Angewohnheit, wieder zu kommen). Inwieweit es realistisch ist, dass Millionen von deutschen Arbeitslosen im Ausland unterkommen können, ist aber eine andere Frage.
Ich möchte aber zum Thema Strukturproblem noch hinzufügen, dass der skandinavische Arbeitsmarkt z.B. erheblich aufnahmefähiger ist, für alle Ausbildungsgruppen. Das ist in erster Linie politisch begründet, und hier kann noch viel dazu gelernt werden.

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Closed via SSO

Mag sein, Herr Hulst, aber interessanterweise sprechen Sie nur vom Inland und erwähnen gar nicht

erst die Möglichkeit, es den Spaniern gleich zu tun und auszuwandern. Das ist es, was ich gemeint habe. Wer die ortsnahe Versorgung mit Arbeitsplätzen selbst in aussichtslosen Branchen erwartet, sieht das natürlich nicht.

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Henk Hulst
Henk Hulst (HenkHulst) - 15.02.2013 10:18 Uhr

Naja

Es gibt Sektoren wie den Pflegebereich, wo Kapazitäten vorhanden sind. Einfach ist es für niemanden, wie schon das Beispiel der Psychologien zeigt. Das ändert aber auch nichts am Strukturproblem des deutschen Arbeitsmarktes, der die ca. 13 Mio. Nicht- oder Unterbeschäftigten in keiner Weise aufnehmen kann.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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