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Weiterbildung : Rekordgeschäfte mit elektronischem Lernen

Weg aus dem Hörsaal, rein ins Netz: E-Learning wird immer beliebter. Bild: Patrick Fox / ddp

Elektronisches Lernen liegt voll im Trend. Denn die Budgets der Unternehmen für Weiterbildung steigen wieder. Und Tabletcomputer machen den Nutzern das Lernen unterwegs leichter.

          Elektronisches Lernen liegt in Deutschland weiter stark im Trend. Die E-Learning-Branche hat im vergangenen Jahr erstmals einen Umsatz von mehr als einer halben Milliarde Euro erzielt. Das geht aus dem jüngsten Branchenmonitor des auf technologische Entwicklungen spezialisierten Essener MMB-Instituts hervor. Insgesamt haben demnach die deutschen E-Learning-Unternehmen 2011 rund 509 Millionen Euro umgesetzt - knapp 22 Prozent mehr als im Vorjahr. „Damit schlägt das Umsatzwachstum der E-Learning-Branche alle bisherigen Rekorde“, konstatieren die Forscher.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das kräftige Geschäftsplus begründete MMB-Geschäftsführer Lutz Michel mit ökonomischen und technologischen Entwicklungen. „Nach der Wirtschaftskrise sind die Budgets in den Unternehmen für Weiterbildung wieder üppiger“, sagte er der F.A.Z. Dazu komme, dass vor allem größere Firmen elektronisches Lernen zunehmend als Selbstverständlichkeit betrachten. Außerdem trage die massiv wachsende Verbreitung mobiler Technik in Form von Tabletcomputern dazu bei, dass die Besitzer jederzeit und an jedem Ort lernen könnten.

          Bislang ist der Markt geprägt von mittelständischen bis kleinen Anbietern und von Start-up-Unternehmen. Schätzungen gehen von 250 Branchenvertretern mit rund 7700 festangestellten und freien Mitarbeitern aus. Der laut MMB-Ranking größte Anbieter, die Dortmunder Comcave AG, erzielte im vergangenen Jahr einen E-Learning-Umsatz von 15,3 Millionen Euro. Es folgen Bassier, Bergmann & Kindler sowie die IMC AG mit 12,8 beziehungsweise 9,5 Millionen Euro.

          Den fünften Platz belegt die Freiburger Verlagsgruppe Haufe, die erstmals in der Studie vertreten ist - ein Unternehmen, das laut MMB seine Wurzeln im klassischen Präsenz-Bildungsgeschäft hat und die Konkurrenzsituation verschärfen könnte. „Hier deutet sich möglicherweise ein Trend an, der für die etablierten E-Learning-Dienstleister durchaus eine Herausforderung werden kann“, heißt es im Branchenmonitor.

          Quelle: F.A.Z.

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