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Unwort 2012 Migrationshintergrund? Nein, Danke!

 ·  Die Redaktion von Beruf und Chance hat ihre Kandidaten für das Unwort 2012 vorgestellt und die User haben abgestimmt. Das Ergebnis ist eindeutig - und viele weitere Unwörter sind hinzu gekommen.

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Ich kann mich mit dem "Unwort"

Unwahrheit einfach nicht abfinden. Vielleicht bin ich altmodisch aber ich nenne das schlicht und ergreifend lügen. Entweder ist es Teil des Neusprech oder man darf es nicht mehr sagen da man sonst von solch einem unseligen, asozialen und degenerierten (Abmahn)anwalt ein nettes Schreiben erhält....

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Alexander Eicke

Ich hab auf der FAZ auch eine Umfrage unter Redakteuren und Lesern gemacht

100.000 Personen fanden das "Migrationshintergrund" doch ein gutes Wort ist und den Sachverhalt nüchtern und klar nennt. So wie aus dem Kruppel ein Behinderter wurde und am Ende selbst das eine Beleidigung geworden ist, kann man nicht immer weiter ausweichen.
"Migrationshintergrund" sei nur da zu kritisieren, wo es als verharmlosender Euphemismus benutzt wird um Kriminalität verschiedener Einwanderer- /Ausländergruppen zu kaschieren. Was haben Europäer mit Orientalen zu tun?! Das sind zwei völlig unterschiedliche Kulturräume. Letztens beklagte sich eine Polin, dass polnische Schüler trotz besserer Noten als MiHiGrus mit den Orientalen in einen Topf geworfen würden. Recht hat sie.
Vielleicht sollte man MiHiGru durch Europäer, Orientalen, Asiaten (Ostasiaten), Latinos und Afrikaner ersetzen. Ganz wertfrei. Wenn die Realität (Achtung, die ist politisch unkorrekt) dann für einzelne Gruppen negative Häufungen zeigt, sind wenigstens nicht Gruppen ohne Vorfälle gleichgesetzt.

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Florian Adler

Unwort Vorschlag 2013: Schummeln

Benennen, was es ist. Für das gedankenlos inflationär und vorsätzlich verharmlosend eingesetzte »Schummeln«, hier alternative Angebote aus Textor „Sag es treffender“, ein Wörterbuch für alle, die täglich diktieren und schreiben:

1) betrügen, täuschen, trügen, hintergehen, beschwindeln, veruntreuen, unterschlagen, hinterziehen, verdunkeln, übervorteilen, benachteiligen, beschummeln, bemogeln, begaunern, betuppen, übers Ohr hauen, falschspielen, mogeln, muscheln, im Trüben fischen, prellen, beirren, verwirren, weismachen, unterschieben, anführen, anschmieren, zum Narren halten, foppen, hochnehmen, hinters Licht führen, andrehen, neppen, wuchern, ablisten

2) sich den Anschein geben, tun als ob, vortäuschen, vormachen, vorspiegeln, blenden, irreführen, hintergehen, sein Spiel treiben, sich verstellen, auf die falsche Fährte locken, hochstapeln, sich ausgeben als, eine Doppelrolle spielen, Sand in die Augen streuen, übertölpeln, hereinlegen, einseifen, ein X für ein U vormachen

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Michael Scheffler

Also finden 4800 Claqueure das Wort Migrationshintergrund

doppelpusungut? Wen juckt es?

Wir können auch gern zu den alten Begriffen wie Gastarbeiter und Asylant zurückkommen. Das würde der größte Teil der Deutschen wahrschenlich doppelplusgut finden, weil es die realen Verhältnisse besser abbilden würde, ohne ein Deldenk zu begehen bzw. um Doppeldenk zu vermeiden.

Die Menschen sind es nämlich leid, ständig Quaksprech zu betreiben, weil sie gerne wieder reden möchten, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 22:37 Uhr
fred meier
fred meier (Sikasuu) - 08.01.2013 22:37 Uhr

Jau, wir hier im Pott sind da ährlich! Kannse man glauben.

Weisse, der Lewandowsky da drüben, ja der da mit dem weisen Schild, dat iss gar keiner von hier. Dat is auch einer mit son Migrationshintergrund odda so. Nen richtiger Pollak.
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Dem seine Omma, davon der Vatta, der soll aus Masuren hat die Olle mal gesacht. Die Omma hat auch imma son Kopftuch im Gatten, wenn se inne Kartoffen gebuddelt hat.
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Jez muss ich abba rübba zu dem. Der hat nur Sprechstunde bis 11:00. Dann is die Praxis erst widda um 3:00 auf.
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Mach gut Ali, grüß den Sivio und sag dem Olek er soll sich mal wieder beim Preisskat kommen
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Gruss
Sikasuu
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Ps. Das zum Thema Migrationshintergrund. Stört wenigstens hier im Alltag gar nicht. Es lebt sich seit 18xy ganz gut damit!

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Klaus Letis

Ist schon klar, wer da fleißig abgestimmt hat

Derjenige, der den ganzen Tag mit Löschen von Cockies und Drücken des "Abstimm"-Knopfes beschäftigt war. Und das sind nicht diejenigen, die Arbeiten.

Migrationshintergrund bedeutet meist Ärger.
Streiterrein über den Islam, Zwangsehen, Israel, etc
Dann Sprachschwierigkeiten ("Häää..")
Dann Ärger in der Kantine.

Von daher sagt der Begriff sehr viel.

Politische Korrektheit bildet nicht die reale Situation ab.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 08.01.2013 13:47 Uhr

Migrationshintergrund? Kann man sehr weit sehen.

Alles eine Frage der Definition.
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Bei etwas größer gefasstem Zeithorizont bleibt dann nur noch der Neandertaler als bodenständiger Einheimischer über.
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So kommt es mir manchmal auf vor, wenn ich Leuten, die mit diesem Begriff umgehen, zu höre.
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Meint
Sikasuu

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Stephan Müller

Hier bereits das Unwort des Jahres 2013: "Beitragsservice" (der neue Rundfunkbeitrag ehemals GEZ)

Das war einfach.

Danke

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Hans Maier

Glaubwürdigkeit

ist für mich das Wort des Jahres. Als fleißiger Leser habe ich von dieser Umfrage nichts mitbekommen und bezweifle deswegen deren Repräsentativität.
Da nirgends soviel manipuliert wird wie bei "Meinungsumfragen" ist dies für mich das Unwort des Jahres. Das Unwort von 25Jahren ist "Generationengerechtigkeit".

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Björn Schumacher

"Unwort"-Rankings sind eine Zumutung für die freiheitliche Demokratie!

Die politisch Korrekten können es einfach nicht lassen. Alle Jahre wieder nerven sie uns mit ihren "Unwort"-Rankings. Der Zweck dieser volkspädagogischen Aktionen liegt auf der Hand. Zunächst soll der für eine freiheitliche Demokratie unverzichtbare freie Gebrauch der Sprache eingeschränkt werden, alsdann das mit den skandalisierten Begriffen verknüpfte Denken. "Migrationshintergrund" (etwas genauer wäre: Immigrationshintergrund) ist ein Musterbeispiel dafür, da dieser Begriff ungeachtet seiner analytischen Unschärfe die Debatten über die weithin unbegrenzte, unkontrollierte Zuwanderung aus muslimischen Ländern befeuert. "Diskrimierend" nennt sich dergleichen im Jargon der egalitaristischen, kulturrelativistischen Political Correctness. Wehrt Euch gegen diese Zumutungen, Ihr Bürger, und geht endlich "auf die Barrikaden" (Arnulf Baring)!

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Rolf Jonasson

Thema verfehlt ist alles, was mir hier einfällt. Sicher, die vorgeschlagenen Begriffe haben ....

.. einen hohen Nerv-Faktor und viele Kommentatoren mögen sie nicht mehr hören. Für mich aber ist das eigentliche Unwort des Jahrzehnts, mindestens, der Begriff "Rettungsschirm", meinethalben auch die "Rettung" überhaupt. Dieses verlogene, verniedlichende Wortungetüm wurde schon bei der Banken-"Rettung" dazu missbraucht, uns die unfassbaren Folgen der irrwitzigen Banken-Zockerei schön zu reden: Der Steuerzahler zahlte, ohne dass sich für die Zocker nennenswerte Folgen einstellten. Und nun die Euro-Rettung, inklusive Griechenland u.a.: Dem Bürger wird suggeriert, mit seinem Geld (dass er natürlich gar nicht bezahlen muss, denn es sind ja nur Bürgschaften) werde in einem Akt großartiger Solidarität das jeweilige Land "gerettet" oder gar die fabelhafte, friedenstiftende Gemeinschaftswährung namens Euro. In Wahrheit wird niemand gerettet, sondern es werden Billionen riskiert, um ein bis ins Mark marodes EU-System künstlich am Leben zu erhalten und noch auszubauen. Widerlicher geht es nicht!

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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