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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Universitäten Exzellent bis zur Selbstaufgabe

 ·  Nach einem teils grotesken Antragsmarathon wird demnächst wieder darüber befunden, welche Universitäten besonders förderungswürdig sind: Zum dritten Mal fällt kommende Woche die Entscheidung im Exzellenzwettbewerb.

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Henk Hulst
Henk Hulst (HenkHulst) - 10.06.2012 10:19 Uhr

Politische Kosmetik

Die Exzellenzinitiative ist nur ein peinliches Unternehmen, mit dem politisch Verantwortliche versuchen, die erschreckende Situation der universitären Forschung und Lehre zu verdecken (z.B. prekäre Beschäftigungsverhältnisse von Wissenschaftlern). Von den administrativen Prozessen und Bewilligungsprozedere abgesehen, kann man sich auch vor Augen führen, dass am Ende etwa 40 Vorhaben mit 2,7 Mrd. € bis 2017 gefördert werden sollen. Das Budget der Harvard Universität beträgt 32 Mrd. $ jährlich bei 20 tsd Studierenden!
Da diese Finanzausstattung auf einem Finanzierungssystem beruht, das nicht unbedingt nachahmenswert ist, kann man auch anführen, dass das Jahresbudget der Universität Kopenhagen 1 Mrd. € beträgt (40.000 Stud.). Die Uni Frankfurt kommt bei gleichen Studierendenzahlen z.B. auf 500 Mio. €.
Es gibt eben Länder, wo Forschung und Bildung noch mehr zählen. Zum Glück verfügt D über reichlich Öl und Gas um das zu kompensieren.

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Robert Wisbauer

Fragwürdiges Verfahren

Zu Recht weist der Beitrag auf die Fragwürdigkeit und mögliche negative Auswirkungen des ganzen Exzellenz-Spektakels hin. Wissenschaftlern werden Geldscheine vor die Nase gehalten, um sie in Forschungsrichtungen zu dirigieren, die jemand gerade für allein seligmachend hält. Wer eigentlich? Solide Wissenschaft führt von selbst zu interessanten Projekten und Fragestellungen, und die Arbeit daran sollte angemessen gefördert werden. Wie ist der Wert von Projekten einzuschätzen, die eines Geldversprechens bedürfen, um in die Welt gesetzt zu werden? Diese in einem Pseudo-Wettbewerb gegeneinander auszuspielen ist ein Missbrauch von akademischen Institutionen und Forschern. Es werden Kolonien von Gutachtern herangezogen, um die Vorhaben in mehr oder weniger exzellente auzufteilen. Wer aber macht sich Gedanken über die Qualität des Begutachtungsprozesses? Erst kürzlich habe ich eine inakzeptable DFG-Begutachtung in einem offenen Brief an deren Präsidenten beanstandet (s. meine home page).

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alois schneider
alois schneider (formal) - 09.06.2012 13:18 Uhr

Bewilligungsausschuß und 200 Gutachter

Bildungs-Chaos in Reinstform!
Pseudo-Veranstaltung um den wirklichen Mangel zu verdecken: Geld!
Kein Geld für Bücher, Professoren, für die brökelnden Uni-Fassaden.
Deutschland hat kein Geld für Bildung, Strassen, eigentlich für gar nichts mehr.
Trotz höchster Steuereinnahmen der Geschichte, trotz höchster Schuldenaufnahme.
die Kosten der Masseneinwanderung und der EU-Schuldenkrise lassen uns keine Luft mehr.
Doch niemand traut sich, endlich mit dem ruinösen Wahnsinn Schluß zu machen.
Deshalb Pseudo-Veranstaltungen, Pseudo-Diskussionen, Pseudo-Lösungen.
Wie lange wird die Scheinwelt noch halten ?

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Jahrgang 1962, politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

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