Herr Haasen, die Allianz bietet Vorstandsassistenten seit 2009 ein spezielles Personalprogramm. In sechs bis acht Jahren soll es so ins Senior-Management gehen. Wie funktioniert das?
Schon während der Zeit als Assistent werden die Kollegen an die späteren Aufgaben herangeführt. Der Vorstand fungiert dabei als Mentor. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Maßnahmen im Programm selbst. Direkt nach der Assistenzzeit übernehmen sie die erste Führungsaufgabe und entwickeln sich über die Führungshierarchien. Es geht schnell nach oben.
Und das schaffen wirklich alle?
Bis auf wenige Ausnahmen sind bislang alle Assistenten auf diesem Weg geblieben.
Welchen Vorteil hat die Allianz von diesem Karriereversprechen?
Früher waren die Assistenten nach ihrer Zeit mit dem Vorstand mehr oder weniger sich selbst überlassen. Es fehlte ohne den Programmcharakter der feste Plan. Wir haben damals viele gute Leute verloren. Mit unserem Programm wollen wir sie an die Allianz binden, indem wir ihnen eine berechenbare Perspektive bieten.
Sie suchen „die Besten der Besten“. Was verstehen Sie darunter?
Wir suchen zukünftige Führungskräfte und Manager, gereifte Persönlichkeiten, jedoch keine arroganten Besserwisser. Bewerber sollten mindestens ein Diplom oder einen Master haben. Ein MBA oder eine Promotion ist natürlich ein Plus, aber uns geht es auch um die Führungskompetenzen. Wir haben zum Beispiel sehr gute Erfahrungen mit ehemaligen Bundeswehroffizieren gemacht.
