23.11.2005 · Der Ingenieurmangel in der deutschen Wirtschaft nimmt trotz steigender Arbeitslosigkeit unter älteren Fachkräften zu. Gegenwärtig sind 15.000 Ingenieurstellen bundesweit unbesetzt, gleichzeitig aber 26.000 Ingenieure über 50 Jahre ohne Beschäftigung.
Der Ingenieurmangel in der deutschen Wirtschaft nimmt trotz steigender Arbeitslosigkeit unter älteren Fachkräften zu. Gegenwärtig sind 15.000 Ingenieurstellen bundesweit unbesetzt, gleichzeitig aber 26.000 Ingenieure über 50 Jahre ohne Beschäftigung.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Einen entsprechenden Vorab-Bericht der „Wirtschaftswoche“ bestätigte ein Vereinssprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Demnach ist nur jeder fünfte in den Unternehmen beschäftigte Ingenieur über 50 Jahre. Neun von zehn der befragten Personal-Entscheider stellten im vergangenen Jahr keinen Ingenieur über 50 ein. Vier von zehn Personal-Entscheidern wollten das trotz des steigenden Fachkräftemangels auch künftig nicht tun. Die Unternehmen gingen davon aus, daß ältere Ingenieure nicht mehr über aktuelles Fachwissen verfügten. Nur jeder zehnte Ingenieur ist eine Frau.
Am stärksten ist der Ingenieurmangel im Maschinenbau. 54 Prozent der Maschinenbau-Firmen suchen Ingenieure, gefolgt von 33 Prozent der Unternehmen der Elektrotechnik. Absolventen dieser Studienrichtungen seien damit am gefragtesten. Als Hauptgründe, warum freie Stellen nicht besetzt werden könnten, nannten die 500 befragten Unternehmen mangelnde Branchenkenntnisse, unpassendes Fachwissen und mangelnde Berufserfahrung, zu wenig Praxisbezug und veraltete Fachkenntnisse.