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Studentenjobs Immer noch Aushilfskraft

 ·  Studenten sammeln auf Aushilfsstellen wichtige Berufserfahrungen. Nach dem Abschluss überbrücken sie dort die Zeit der Bewerbung. Manche bleiben aber zu lange - und gefährden ihre Karriere.

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Wolfgang Wagner, M.A.

Ich glaube mit einer solchen Frage

möchte Ihr Gesprächspartner erkennen, ob die Bewerbung außerhalb der Uni nur die zweite Wahl ist. Aus meiner Erfahrung machen Bewerber viel zu wenig bewußt, dass der Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch Erkenntnisse hinsichtlich der persönlichen Motivation des Bewerbers gewinnen möchte. Geldverdienen ist keine Motivation, sondern eine Notwendigkeit. Als fatal erlebe ich immer wieder, dass Bewerber hinter Fragen zu häufig eine Falle vermuten.

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Roland Wittig
Roland Wittig (rwittig) - 03.06.2012 12:11 Uhr

Nach dem Abschluss überbrücken sie dort die Zeit der Bewerbung?

Irgendwie verstehe ich solche Sätze nicht. Beworben hatte ich mich schon lange bevor ich das Studium beendete, und gearbeitet hatte ich schon, bevor die Uni-Bürokratie mit der Ausfertigung meines Diploms fertig war. Als HiWi habe ich gearbeitet um, na raten sie alle mal! Um Geld zu verdienen! ein schändliches Motiv, ist mir schon klar. ;-)

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Stephan Mörs

Koordination bewusst in die Hand nehmen

Ich kann meinem Vorredner nur Recht geben. Ich bin Student, manage meine Studium aber mittlerweile so, dass ich zum einen mit Freude mein Fach studiere und zum anderen im Controlling und der IT-Abteilung eines mittelständischen Unternehmens arbeite. An eine gewissen Punkt meines Studentendaseins habe ich mich gefragt, wieso wir nur im Hörsaal sitzen und sechs oder mehr Wochen für Hausarbeiten aufbringen, die keinerlei wissenschaftlichen Wert haben. Ich habe mein Studium kurzer Hand umstrukturiert und bin auf Jobsuche gegangen. Ein mittelständisches Unternehmen hat es gewagt mich (noch ohne Abschluss) einzustellen und mir gleich von Anfang an umfassende Weisungsbefugnis gegeben. Ich genieße meine Tätigkeit. Klar ist Beruf und Studium zusammen hart, aber man lernt ungemein sich zu disziplinieren. Zugegeben, es bedarf aber auch eines Arbeitgebers. Das wichtigste aber ist eigenes Engagement.

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Wolfgang Wagner, M.A.

Das eigene Profil erkennen

In meiner langjährigen Beratungspraxis, in der ich Absolventen auf Vorstellungsgespräche vorbereite, stelle ich immer wieder fest, dass viele Absolventen überhaupt kein Bewusstsein für ihre Leistungsfähigkeit und das eigene Profil haben. Deshalb ist es für diesen Personenkreis dann auch doppelt schwierig, Können zu beschreiben und Arbeitgebernutzen zu argumentieren. Es fehlt häufig auch der Biss der Absolventen zu sagen: Jetzt habe ich so viele Jahre in meine Ausbildung investiert und da möchte ich auch für mich persönlich erreichen, das da mehr als ein Routinejob herauskommt. Zugestandener Maßen muss man sich diese Haltung bewusst erarbeiten. Dazu gehört auch, sich frühzeitig von der Scheinsammel-Mentalität der Massen-Universität zu verabschieden und man sollte akzeptieren, dass die Professoren in Fragen der beruflichen Perspektive keine Expertise besitzen und daher der Frage der Verwertbarkeit des angesammelten Wissens gezielt ausweichen.

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