Home
http://www.faz.net/-gyl-74buf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Statistisches Bundesamt 3,7 Millionen würden gern mehr arbeiten

Nach einer Erhebung wollen 3,7 Millionen Deutsche mehr arbeiten. Fast eine Million Erwerbstätige gaben an, dass sie gerne weniger Zeit am Arbeitsplatz verbringen würden. Daraus ergibt sich ein ungenutztes Potential von knapp 31,6 Millionen Stunden pro Woche.

© dpa Vergrößern Die Sache mit der optimalen Arbeitszeit: Die einen würden gerne länger, die anderen kürzer

3,7 Millionen Männer und Frauen würden gerne mehr arbeiten. Dem stehen fast eine Million Erwerbstätige zwischen 15 und 74 Jahren gegenüber, die weniger arbeiten wollen. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistische Bundesamt in seiner am Dienstag veröffentlichten Erhebung. „Damit wollten unterm Strich deutlich mehr Erwerbstätige länger als kürzer arbeiten“, heißt es darin.

Unterbeschäftigte würden demnach ihre Wochenarbeitszeit im Schnitt gern um 11,5 Stunden erhöhen, Überbeschäftigte dagegen um 11,7 Stunden reduzieren. Daraus ergebe sich ein ungenutztes Arbeitspotential von knapp 31,6 Millionen Stunden pro Woche. „Dieses ungenutzte Potential entspräche - rein rechnerisch - rund 790.000 Vollzeitstellen von jeweils 40 Wochenstunden oder 2,2 Prozent der gewöhnlich pro Woche geleisteten Arbeitsstunden“, so die Statistiker.

Mehr zum Thema

Von den 3,7 Millionen, die gern mehr arbeiten wollen, sind knapp zwei Millionen in Teilzeit tätig, die restlichen 1,7 Millionen dagegen in Vollzeit mit mindestens 32 Wochenstunden. Während die Teilzeitbeschäftigten ihre Wochenarbeitszeit gern um durchschnittlich 15,5 Stunden erhöhen wollen, können sich die in Vollzeit eine um 6,9 Stunden verlängerte Arbeitszeit vorstellen. „Unterbeschäftigung bei einer Vollzeittätigkeit ist - anders als die Unterbeschäftigung der Teilzeittätigen - eine Männerdomäne“, so die Statistiker.

Von den 1,7 Millionen sind knapp 1,3 Millionen männlich, während 1,4 Millionen der knapp 2,0 Millionen Unterbeschäftigten in Teilzeit weiblich sind. Überbeschäftigte sind überwiegend Vollzeit tätig und wollen ihre Wochenarbeitszeit im Schnitt um 12,1 Stunden verringern. Erwerbstätige, die bereits eine Teilzeittätigkeit ausüben und dennoch überbeschäftigt sind, würden eine um 7,8 Stunden reduzierte Arbeitszeit bevorzugen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Aufschwung am Arbeitsmarkt Nicht nur Billigjobs

Es gibt viele neue Stellen am deutschen Arbeitsmarkt. Allerdings gibt es unter Experten sehr unterschiedliche Ansichten über deren Qualität. Manche bemängeln, es seien viele atypische darunter. Mehr Von Sven Astheimer

27.11.2014, 06:00 Uhr | Beruf-Chance
Deutschlands Arbeitsmarkt Herbstaufschwung lässt Beschäftigung sprudeln

Der deutsche Arbeitsmarkt erweist sich weiter sehr robust: Seit Jahresbeginn haben mehr als eine Million Menschen Arbeit gefunden. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Mehr

27.11.2014, 09:36 Uhr | Wirtschaft
Arbeitsmarkt Volkswirte: Nur 2,72 Millionen ohne Arbeit

Die Konjunkturaussichten sind trüb sind, doch der Arbeitsmarkt zeigt sich in guter Verfassung. Volkswirte gehen für den November von lediglich rund 2,72 Millionen Erwerbslosen aus. Viele Betriebe suchen Fachkräfte. Mehr

27.11.2014, 05:17 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 13.11.2012, 16:06 Uhr

Stellensuche
Was
Wo