In Deutschland sind die Zeiten des frühen Vorruhestands vorbei. Ältere haben zugleich immer bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Analyse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie stellt fest, die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer habe sich in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt mehr als verdoppelt. „Diese Steigerung ist deutlich höher als in anderen OECD-Ländern“, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie.
Demnach lag die Beschäftigungsquote der Personen zwischen 50 und 64 Jahren 2011 bei 68,2 Prozent - damit war sie um 18,2 Prozentpunkte höher als 2001 und 11,9 Punkte höher als 2005. Die Quote übertrifft zudem um 6,9 Prozentpunkte den Durchschnitt der OECD-Länder. Von den 60 bis 64 Jahre alten Personen waren in Deutschland 2011 noch 44,2 Prozent erwerbstätig (2001: 21,4 Prozent). Im Alter zwischen 65 und 69 Jahren waren es immerhin noch 10,1 Prozent (2001: 5,4 Prozent).
Verminderte Gefahr von Altersarmut
Wer lange - womöglich bis zum Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze - arbeitet und Rentenbeiträge zahlt, verdient nicht nur seinen Lebensunterhalt, sondern vermindert auch die Gefahr von Altersarmut. Um besonders Geringverdiener davor zu schützen, erwägt die Bundesregierung Änderungen im Rentenrecht.
Heute geht es indes den meisten Rentnern finanziell gut. Nach dem Fünften Alterssicherungsbericht der Bundesregierung, dessen Entwurf jetzt vorliegt, müssen derzeit nur 2,5 Prozent der Personen über 65 Jahre von der staatlichen Grundsicherung leben. Ehepaare und Alleinstehende verfügen im Ruhestand im Durchschnitt über ein Haushaltseinkommen von monatlich 1818 Euro netto. Dabei gibt es aber Unterschiede: Alleinstehende Frauen haben durchschnittlich 1292 Euro zu Verfügung, Männer 1560 Euro und Ehepaare 2433 Euro. Gut abgesichert sind vor allem Rentner in Westdeutschland. Für Ehepaare in den alten Ländern summieren sich die privaten Zusatzrenten im Schnitt auf immerhin 557 Euro, für Alleinstehende auf 371 Euro im Monat.
Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes waren 15,8 Prozent der deutschen Bevölkerung, rund 12,8 Millionen Menschen, armutsgefährdet. Damit blieb die Quote 2010 auf ähnlichem Niveau wie 2009 (15,6 Prozent) und 2008 (15,5 Prozent). Eine Person gilt als armutsgefährdet, wenn sie nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen weniger als 952 Euro im Monat zur Verfügung hatte. Bei Menschen über 65 lag die Quote mit 14,2 Prozent unter dem Durchschnitt. Alleinerziehende Eltern und ihre Kinder waren mit einer Quote von 37,1 Prozent die am stärksten gefährdete Gruppe.
Ok, wenn`s Spaß macht. Doch viele Rentner müssen einfach nach
oft nach 40 Jahren
Lothar Wölfel (LWoelfel)
- 18.10.2012, 18:31 Uhr
Solange Bedarf besteht, ...
Michael Meier (never1)
- 18.10.2012, 15:36 Uhr
Rentner in Arbeit oder verkrümmeln sich zuhause aus
Unfähigkeit soziale Kontakte zu pflegen
günther reichert (g.reichert)
- 18.10.2012, 13:38 Uhr
Rentner in Arbeit
Michael Puschendorf (micha_p)
- 18.10.2012, 11:37 Uhr
