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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Repetitorien Nachhilfe für Hochschüler

 ·  Immer mehr Ingenieure und Ökonomen bereiten sich in privaten Repetitorien auf ihre Prüfungen vor. Professoren beklagen, dass es dort nur ums Bestehen und nicht ums Verstehen geht.

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Benjamin Trapp
Benjamin Trapp (bitw) - 25.02.2012 19:26 Uhr

Wer fragt, bekommt Antworten!

Die Aussage im letzten Absatz des Artikels kann ich nur unterstreichen.
Ich habe (ohne Ausnahme) immer gute Erfahrungen damit gemacht, bei meinen damaligen Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern einfach mal an der Tür zu klopfen und zu fragen. Oft hat man sich da richtig gefreut, dass mal jemand vorbei kommt (z.T. gab es auch einen Kaffee!). Und gelegentlich hörten die Herren gar nicht mehr auf zu reden und zu erklären. Also nur Mut. Dafür werden die (auch) bezahlt!

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Stefan Waldburg

Repetitorien in Aachen

"Dem Kern" habe ich vor rd. 25 Jahren mit großen Erfolg gelauscht. Ausgewählte Schlüsselworte eröffneten uns Welten. Plötzlich verstand man die Physik, die Mechanik und andere Fächer. Jahre später habe ich selbst erfolgreich Mathematik- und Physik-Nachhilfe an Bekannte geben können. Herr Dr. Kern, wenn Sie das hier lesen, ich danke Ihnen.

Kerns Angewohnheiten ("Herr-schaft-ten", begleitet vom Bleistiftklopfen auf dem Pult, wenn's unruhig war) und Kommentare ("Tun Sie dies (...) nicht in der Klausur. Tun Sie's doch, erhalten Sie volle null Punkte") waren bei uns Legende. Schön zu hören, daß es den alten Pfarrsaal in der Trichtergasse? anscheinend immer noch gibt :).

Abgesehen davon ist natürlich jeder ein anderer Lerntyp und muß für sich entscheiden, wie er sein Ziel erreicht. Trotz Reps ging es auch bei uns nicht ohne ausdauerndes Pauken ab. Neben dem schierem Verstehen der Materie ist das Aneignen eines Erfahrungsschatzes an gelösten Problemen unerlässlich.

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Ralf Finger
Ralf Finger (R.Finger) - 25.02.2012 15:29 Uhr

Professoren beklagen...

Ich gebe zu: Die folgenden Ausführungen sind zu pauschal und durchaus polemisch. Beides halte ich angesichts der Zustände an den "höchsten deutschen Bildungsinsitutionen" allerdings für sehr angemessen. "Professoren beklagen, daß es nicht ums Verstehen geht". - Wie schön! Sind dies die selben Professoren, die der Einführung der Bachelor-Bulimie-Studiengänge den Verwaltungen in den Universitäten und "Kultusministerien" nicht nur nichts entgegengesetzt, sondern teilweise gar devot zugearbeitet haben? Die der Lüge der Politik, "Bologna" erzwinge den "Bachelor"-Abschluß nichts entgegengesetzt haben? Warum überhaupt "verstehen"? Das Nichtverstehen wird doch frühzeitig antrainiert. Ganz wichtig, in einer "Wissensgesellschaft" nach 12 Jahren die "Reifeprüfung" abzulegen um mit 17,5, unter Aufsicht der Erziehungsberechtigten an der Universität eingeschrieben zu werden. Daß Verstehen Zeit benötigt, hat sich jedenfalls in Kultusministerien noch nicht herumgesprochen. Verstehen - wozu überhaupt?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2012 12:44 Uhr
Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 26.02.2012 12:44 Uhr

Professoren in Schutz nehmen

Bei der Durchführung der Reform haben zumindesten die Professoren die ich persönlich mitbekommen haben deutlich die reduzierung des Umfanges beklagt und dafür gesorgt, dass die Studenten freiwillig mehr Lernen durften.
.
Ich denke dass diese Form der Öffentlichkeit ein Hilfeschrei ist der verdeutlicht, dass die Professoren nicht die organisatorischen Möglichkeiten haben um gegen die Degradierung von Studieninhalten anzugehen.

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Ralph Burgwald

1000 Studenten pro Vorlesung?!

und ich dachte die Studienbediungung hätten sich mittlerweile verbessert. Da wäre es wohl besser, man würde die Vorlesung aufzeichnen und ins Netz stellen.Wenigstens könnte man dann zu Hause ohne die Geräusche der anderen 999 lernen und Pausen machen, wenn man etwas nicht versteht. Das sich die Professoren dann noch über die Repetitorien wundern, wundert mich.

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