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Vergütung Hinter den Top–Bankern klafft eine Gehaltslücke

17.12.2009 ·  Während sich so mancher Top-Manager einer Bank über Millionenbezüge freuen kann, fallen die Vergütungen auf der zweiten und dritten Führungsebene deutlich geringer aus. Das geht aus einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum hervor.

Von Julia Löhr
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Während sich so mancher Top-Manager einer Bank über Millionenbezüge freuen kann, fallen die Vergütungen auf der zweiten und dritten Führungsebene deutlich geringer aus. Im Durchschnitt erhalten Führungskräfte auf der Ebene unterhalb des Vorstands aktuell Gesamtbezüge von durchschnittlich 132.000 Euro im Jahr. Eine Hierarchiestufe niedriger sind es 98.000 Euro. Das hat die Managementberatung Kienbaum im Rahmen einer neuen Studie ausgerechnet.

Im Vergleich zur vorherigen Auswertung im Jahr 2007 entspricht dies einer Steigerung um 6,5 Prozent auf der zweiten Führungsebene und um 7,7 Prozent auf der dritten Führungsebene. Kienbaum zufolge hat die Finanzkrise die Banken nicht davon abgehalten, auch in jüngster Zeit Gehaltserhöhungen zu gewähren: Zwischen Juli 2008 und Juli 2009 seien die Grundgehälter der Führungskräfte im Schnitt um 2,7 Prozent gestiegen. Für die Studie wurden rund 1700 Positionen in 100 Banken ausgewertet.

Am spendabelsten zeigen sich die privaten Geschäftsbanken

Wer wie viel verdient, hängt maßgeblich davon ab, für welches Institut er arbeitet. Am spendabelsten zeigen sich die privaten Geschäftsbanken. Dort summieren sich die Gesamtbezüge für die zweite Führungsriege auf durchschnittlich 202.000 Euro, für die dritte Ebene auf 136.000 Euro, heißt es in der Studie. Am wenigsten zahlen Genossenschaftsbanken ihren Führungskräften: Dort sind es im Schnitt 96.000 Euro für leitende Angestellte, die direkt unter dem Vorstand angesiedelt sind, und eine Ebene niedriger 78.000 Euro.

So unterschiedlich die Gesamtbezüge, so verschieden sind auch die Vergütungssysteme. In privaten Geschäftsbanken sind variable Vergütungsbestandteile wie Boni für Führungskräfte Standard – dort gibt es kaum jemanden, der ein reines Festgehalt bezieht. Im Schnitt machen Prämien dort 29 Prozent der Gesamtbezüge aus.

In öffentlich-rechtlichen Banken dagegen beziehen lediglich drei Viertel der Führungskräfte variable Zahlungen, und diese machten lediglich 14 Prozent der Gesamtbezüge aus. Ähnliche Unterschiede beobachtet Kienbaum auch, was die Dienstwagenpolitik der Banken angeht. Während mehr als zwei Drittel der privaten Geschäftsbanken ihren Führungskräften ein Fahrzeug stellen, ist dies bei Genossenschaftsbanken nur selten der Fall.

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Jahrgang 1976, Redakteurin in der Wirtschaft.

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