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Vergütung Geringes Gehaltsplus für Kaufleute

06.12.2009 ·  Die Gehälter von Kaufleuten in Führungs- und Fachpositionen sind im Jahr 2009 weniger stark gestiegen als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Managementberatung Kienbaum. Am besten verdienen Kaufleute in den Führungsetagen von Chemie- oder Mineralöunternehmen.

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Die Gehälter von Kaufleuten in Führungs- und Fachpositionen sind im Jahr 2009 weniger stark gestiegen als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Managementberatung Kienbaum, die 6251 Positionen von 688 Unternehmen auf ihre Vergütung hin untersucht hat. Von 2008 auf 2009 gab es durchschnittlich drei Prozent mehr Gehalt für Führungskräfte im kaufmännischen Bereich. Im Jahr zuvor war die Vergütung noch um 4,2 Prozent gestiegen. Für 2010 planen die befragten Unternehmen Gehaltssteigerungen in Höhe von lediglich 0,9 Prozent für Führungskräfte und 1,9 Prozent für Fachkräfte.

Kaufmännische Gesamtleiter sind mit Jahresgesamtbezügen in Höhe von 153.000 Euro die am besten vergüteten Führungskräfte in kaufmännischen Funktionen (siehe Grafik). Ebenfalls auf den vorderen Rängen liegen Vertriebsleiter mit 144.000 Euro sowie Leiter der Unternehmensplanung und -entwicklung mit 137.000 Euro. Durchschnittlich betragen die Jahresgesamtbezüge einer Führungskraft in kaufmännischer Funktion 111.000 Euro und die einer Fachkraft 62.000 Euro. Bei den Fachkräften sind Key-Account-Manager mit 85.000 Euro, Spezialisten im Bereich Unternehmensentwicklung und Strategie mit 80.000 Euro sowie Produktmanager mit 75.000 Euro die Top-Verdiener.

Chemieunternehmen zahlen gut

Im Branchenvergleich am meisten verdienen kaufmännische Führungskräfte, die in Unternehmen der Chemie- oder Mineralölverarbeitung beschäftigt sind: Sie erzielen durchschnittliche Jahresgesamtbezüge in Höhe von 172.000 Euro. Mit 131.000 Euro bezahlen Hersteller von Geräten der Elektrizitätserzeugung und -verteilung ebenfalls sehr gut.

Die niedrigsten Jahresgesamtbezüge erhalten Führungskräfte in Verbänden, Instituten, gemeinnützigen Organisationen und Krankenhäusern mit 79.000 Euro. Bei der Betrachtung der Jahresgesamtbezüge nach Wirtschaftszweigen werden Führungs- und Fachpositionen in produzierenden Unternehmen besser vergütet als in Handels- und Dienstleistungsunternehmen.

Frauen verdienen schlechter als ihre männlichen Kollegen

Lediglich jede fünfte Führungskraft ist weiblich. Höher fällt die Quote jedoch bei Fachpositionen in den kaufmännischen Bereichen: Hier stellen Frauen fast die Hälfte aller Mitarbeiter. Der Frauenanteil über alle Führungs- und Fachpositionen liegt bei 28 Prozent und damit ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Die Vergütung fällt im Vergleich zu den männlichen Kollegen noch immer geringer aus: Die Vergütungsdifferenz liegt für weibliche Führungskräfte bei minus 22 Prozent und für weibliche Fachkräfte bei minus 17 Prozent.

Auch im kaufmännischen Bereich ist variable Vergütung stark verbreitet: 86 Prozent der Führungskräfte und 76 Prozent der Fachkräfte werden variabel vergütet. 99 Prozent der Leiter des Bereichs Steuern und 97 Prozent der Leiter von Unternehmensplanung und -entwicklung kommen in den Genuss dieser Vergütungskomponente.

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