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Vergütung aktuell : Spitzengehälter in Frankfurt am Main und München

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Die Höhe der Vergütung in mittleren Unternehmen hängt von der Region ab. Während die höchsten Gehälter in Frankfurt am Main und München gezahlt werden, liegen ostdeutsche Städte wie Schwerin und Dresden deutlich unter dem Gehaltsdurchschnitt.

          Verdient ein Ingenieur in München mehr als in Rostock? In welchen Städten Deutschlands werden die höchsten Gehälter gezahlt? Gibt es deutliche regionale Unterschiede? Das fragt sich sicher so mancher Arbeitnehmer beim Blick auf seinen Gehaltszettel. Die Vergütungsberatung Personalmarkt hat mehr als 100.000 Gehaltsinformationen von mehr als 100 Berufen ausgewertet. Berücksichtigt hat sie dabei nur Berufe, die in allen Regionen Deutschlands in mittelgroßen Unternehmen vorkommen.

          Das Ergebnis ist eindeutig: Ja, es gibt regionale Unterschiede (siehe Grafik). Die höchsten Gehälter werden in Frankfurt am Main und in München gezahlt. Das Gehaltsniveau in der hessischen Finanzmetropole liegt der Studie zufolge um 18 Prozentpunkte, in der bayerischen Hauptstadt um 17 Prozentpunkte über dem deutschen Durchschnitt. Auf dem dritten Platz im Regionenvergleich landeten Düsseldorf und Stuttgart gleichauf mit jeweils 14 Prozentpunkten über dem Durchschnitt.

          Deutliches Ost-West-Gefälle

          Schwerin hingegen landete beim Regionenvergleich auf dem letzten Platz. In der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern liegt das Gehaltsniveau um 25 Prozentpunkte unter dem deutschen Durchschnitt. Auch in den ostdeutschen Großstädten Leipzig und Dresden wird deutlich unterdurchschnittlich verdient.

          Aus der Studie geht hervor, daß es beim Gehaltsniveau ein deutliches West-Ost-Gefälle gibt. Dennoch sind die regionalen Gehaltsunterschiede in den vergangenen Jahren der Studie zufolge geringer geworden. Aufgeholt hat vor allem der Osten Deutschlands.

          Wesentliche Ursache dafür ist die immer stärker werdende Angleichung der tariflichen Löhne und Gehälter in den neuen Bundesländern an das Westniveau. „Auch im außertariflichen Bereich hat sich der Gehaltsabstand zwischen West und Ost in den letzten Jahren deutlich verringert“, sagt Tim Böger, Geschäftsführer der Vergütungsberatung Personalmarkt. Obwohl das Gehaltsniveau in Ostdeutschland grundsätzlich gestiegen sei, profitierten nicht alle Regionen gleichermaßen davon.

          Gehaltsniveau ist gestiegen

          Auch bei der Angleichung werde ein Nord-Süd-Gefälle deutlich. „Vor allem die Städte Dresden und Leipzig konnten in den vergangenen Jahren aufholen“, sagt Böger. Das Gehaltsniveau sei seit dem Jahr 2002 um rund zehn Prozentpunkte gestiegen. Der Grund: „In beiden Regionen haben sich kleine, aber wachsende Industriezentren, wie der Automobilbau in Leipzig oder die Halbleiterindustrie in Dresden, herausgebildet - mit positivem Einfluß auf die Vergütung.“

          Leicht gestiegen ist das Gehaltsniveau auch in Berlin. Allerdings verdienen die Berliner im regionalen Vergleich immer noch unterdurchschnittlich. „Auch wenn Berlin als Hauptstadt nach und nach Zentrale aller wesentlichen Regierungs- und Verwaltungsfunktionen wird, der Gehaltszuwachs bleibt weit hinter der positiven Entwicklung Leipzigs und Dresdens zurück“, sagt Böger.

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