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Donnerstag, 09. Februar 2012
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Vergütung aktuell Geld ist nicht die treibende Kraft für Mitarbeiter-Motivation

12.03.2006 ·  Was motiviert Mitarbeiter, ihre Kraft und Kreativität in ihre Arbeit zu stecken? Für deutsche Arbeitnehmer zählen zunächst Karrieremöglichkeiten. Hochmotivierte Arbeitnehmer streben nach Verantwortung.

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Was motiviert Mitarbeiter, ihre Kraft und Kreativität in ihre Arbeit zu stecken? Die Unternehmensberatung Towers Perrin hat weltweit rund 86.000 Mitarbeiter mittelgroßer bis großer Unternehmen verschiedener Branchen befragt, welche Aspekte für sie bei der Auswahl eines Arbeitgebers wichtig sind, was sie an einen Arbeitgeber bindet und welche Faktoren über ihre berufliche Motivation entscheiden.

Die Studie zeigt: Geld ist nicht die treibende Kraft, sich für ein Unternehmen zu engagieren. Die monetäre Vergütung landete bei den deutschen Arbeitnehmern nicht einmal auf einem der ersten zehn Plätze. Für deutsche Arbeitnehmer zählen eher Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. Hochmotivierte Arbeitnehmer streben nach Verantwortung und Möglichkeiten, Arbeitsprozesse aktiv beeinflussen zu können. Sie fordern klare Zielvorgaben, an denen ihre Leistung gemessen werden kann.

Der stärkste Motivationsturbo ist jedoch das Interesse der Unternehmensführung an ihren Mitarbeitern. Die Arbeitnehmer beobachten genau, wie ihr Unternehmen mit seinen Mitarbeitern umgeht. Werden erfolgreiche Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden, so wirkt sich das positiv auf die anderen aus. „Jeder möchte gerne mit den Besten arbeiten, und außerdem wird durch Talentmanagement-Programme eine Kultur der Wertschätzung und Leistungsanerkennung kommuniziert und gelebt“, sagt Towers-Perrin-Beraterin Harriet Sebald. „Es ist davon auszugehen, daß engagierte Mitarbeiter sich durch hohe Kundenorientierung und Produktivität auszeichnen“, sagt Sebald.

Hochmotivierte Mitarbeiter sind rar

Das Mitarbeiterverhalten hat laut Studie einen unmittelbaren Einfluß auf den Umgang mit Kunden und auf den Geschäftserfolg. Umgekehrt sind hochengagierte Mitarbeiter davon überzeugt, einen großen Einfluß auf die Geschäftsaktivitäten ihrer Unternehmen zu haben: 84 Prozent von ihnen glauben, ihre Tätigkeit habe direkte Auswirkungen auf die Produktqualität. Unter den nichtengagierten Arbeitnehmern sind es nur 31 Prozent.

Die Studie zeigt aber auch, daß hochmotivierte Mitarbeiter rar sind. Weltweit sind es der Studie zufolge 14 Prozent, in Europa sogar nur elf Prozent. Deutschland schneidet damit im europäischen Vergleich mit 15 Prozent überdurchschnittlich gut ab. Ein besonders großer Anteil hochmotivierter Mitarbeiter findet sich in Deutschland im Handel (23 Prozent), am kleinsten ist der Anteil im öffentlichen Sektor (12 Prozent). Weltweit betrachtet, gibt es der Studie zufolge besonders viele Hochengagierte in Lateinamerika (36 Prozent) und besonders wenige in Asien (6 Prozent).

„Das Mitarbeiterengagement ist also nicht notwendigerweise mit der ökonomischen Situation eines Wirtschaftsraums verknüpft“, sagt Beraterin Sebald. Sie weist jedoch darauf hin, daß die Befragten schon aus kulturellen Gründen unterschiedlich geantwortet haben. „Mitarbeiter aus dem asiatischen Kulturraum zeigen sich bei ihren Antworten eher zurückhaltend.“ Lateinamerikaner hingegen antworteten tendentiell euphorischer.

Quelle: keli., F.A.Z., 11.03.2006, Nr. 60 / Seite 55
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