27.08.2006 · Die Gehälter von Verkäufern in Managerpositionen sind in Deutschland weit höher als die Gagen, die in Osteuropa bezahlt werden. In den dortigen Ländern haben die Tschechen bei den Bonuszahlungen die Nase vorn.
Verkäufer in Managerpositionen erhalten in Deutschland wesentlich höhere Gehälter als in den Ländern Osteuropas. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Hay Group, die die Gehälter in Deutschland mit denen in den osteuropäischen Ländern Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei und Rumänien verglichen hat. So bekommt ein sogenannter Key Account Manager, der zuständig ist für die Betreuung von Großkunden, mit einer Berufserfahrung zwischen fünf und acht Jahren in Deutschland im Durchschnitt ein Grundgehalt von 75.000 Euro im Jahr.
„Der polnische Kollege dagegen erhält ein durchschnittliches Jahresgehalt von 34.000 Euro“, sagt Hay-Vergütungsexperte Thomas Gruhle. In Ungarn könne ein Großkundenbetreuer mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 29.000 Euro rechnen. In Rumänien werde eine vergleichbare Tätigkeit im Durchschnitt mit 19.000 Euro im Jahr vergütet, in der Slowakei mit 17.000 Euro.
„Polnische Unternehmen honorieren am besten“
Auch bei den Verkaufsmanagern mit einer Berufserfahrung von mehr als zehn Jahren gibt es deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Deutschland und den Staaten Osteuropas. Deutsche Unternehmen zahlen ihren Führungskräften im Durchschnitt eine Grundvergütung von 95.000 Euro im Jahr. Dieses Gehalt liegt der Studie zufolge auf dem Niveau von Managerpositionen in anderen Funktionen wie etwa dem Controlling.
In Polen liegt die Vergütung der Verkaufsprofis deutlich niedriger: „Polnische Unternehmen honorieren die Leistungen ihrer Verkaufsmanager mit 59.000 Euro im Vergleich zu den übrigen osteuropäischen Ländern am besten“, sagt Vergütungsexperte Thomas Gruhle. In Ungarn bekommt ein Verkaufsmanager 48.000 Euro im Jahr. Sein Gehalt liegt damit über dem Durchschnitt der Vergütungen auf dem Gesamtmarkt. Rumänische Unternehmen zahlen ihren Verkaufsmanagern 35.000 Euro im Jahr, in der Slowakei können vergleichbare Führungskräfte mit einem Jahresgehalt von 26.000 Euro rechnen.
Knapp 32 Prozent Bonuszahlungen in Tschechien
Bei den Bonuszahlungen gibt es nominal keine deutlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern Osteuropas. Prozentual zum Grundgehalt bekommen jedoch die Tschechen mit knapp 32 Prozent die höchsten Boni, gefolgt von den Slowaken mit knapp 30 Prozent. Nominal die höchsten Bonuszahlungen innerhalb der osteuropäischen Staaten erhalten Key Account Manager in Polen. Sie bekommen im Durchschnitt 7000 Euro im Jahr. In Tschechien, Ungarn und der Slowakei werden 5000 Euro im Jahr als Boni gezahlt. In Rumänien gibt es im Durchschnitt 4000 Euro.
Bei den Verkaufsmanagern sind die Bonuszahlungen mit 15.000 Euro in Tschechien am höchsten. Polnische Verkaufsmanager können mit 14.000 Euro rechnen. Ungarische Unternehmen belohnen ihre Führungskräfte mit Bonuszahlungen in Höhe von 10.000 Euro, in der Slowakei werden im Durchschnitt 8000 Euro gezahlt und in Rumänien 6000 Euro.