Home
http://www.faz.net/-gyl-74w1k
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Urteil Schwangerschafts-Vertretung - und dann selbst schwanger?

Wenn eine Frau als Schwangerschaftsvertretung eingestellt wird - muss sie dann vorher sagen, dass sie selbst ein Kind erwartet? Nein, urteilt ein Kölner Gericht.

© dpa Vergrößern

Das Landesarbeitsgericht Köln hat die Rechte von schwangeren Frauen im Beruf gestärkt. Eine Frau, die befristet zur Vertretung einer schwangeren Mitarbeiterin eingestellt wird und selbst schwanger ist, müsse ihren Arbeitgeber erst nach Abschluss des Arbeitsvertrages über ihren Zustand informieren, entschied das Gericht in einem am Freitag veröffentlichten Urteil.

Die Richter orientierten sich am Antidiskriminierungsgesetz „AGG“, wonach eine Schwangerschaft grundsätzlich als Benachteiligung wegen des Geschlechts bewertet werde.

Mehr zum Thema

„Eine schwangere Frau braucht deshalb auch weder von sich aus noch auf entsprechende Fragen vor Abschluss des Arbeitsvertrages eine bestehende Schwangerschaft offenbaren“, heißt es in dem Urteil. Ein befristeter Vertrag stelle keine Ausnahme dar. Eine Anfechtung des Arbeitsvertrages durch den Arbeitgeber wegen angeblicher Täuschung erklärte das Gericht in dem zugrunde liegenden Fall für unwirksam.

Quelle: FAZ.net / dapd

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Der Fall Heinz Müller Spielergewerkschaft fordert Tarifverträge

Das Urteil eines Arbeitsgerichts auf Klage des Mainzer Torwart Heinz Müller sorgt für Unruhe im Profifußball: Ist ein zeitlich begrenzter Kontrakt rechtswidrig? Mehr Von Christoph Becker und Daniel Meuren, Mainz

25.03.2015, 17:12 Uhr | Sport
Bahnstreik Verhandlung vor dem Landesarbeitsgericht Hessen

Die Bahn versucht, den Streik gerichtlich zu stoppen. Doch das Amtsgerichts weist die Klage ab. Die Bahn klagt nun vor der nächsten Instanz, dem Landesarbeitsgericht in Hessen. GDL-Chef Claus Weseslky zeigte sich zuversichtlich, auch hier recht zu bekommen. Mehr

07.11.2014, 14:57 Uhr | Wirtschaft
Klage gegen Mainz 05 Sind befristete Verträge rechtswidrig?

Juristisches Ungemach für Mainz 05: Der frühere Torwart Heinz Müller hat mit seiner Klage auf unbefristete Beschäftigung beim Bundesligaklub Recht bekommen. Dem Gericht zufolge rechtfertigt die Besonderheit eines Profispielers nicht die Befristung. Mehr Von Daniel Meuren, Mainz

24.03.2015, 22:07 Uhr | Aktuell
Lichtdesign Wie es leuchtet

Museen, Einkaufszentren, Bürokomplexe: Mit ihrem internationalen Team rücken Volker von Kardorff und seine Frau Gabriele Räume und Gebäude auf der ganzen Welt ins rechte Licht. Mehr

07.02.2015, 09:28 Uhr | Stil
Kolumne Mein Urteil Darf ich meinem Chef nach der Kündigung Konkurrenz machen?

Ein Statiker wird unrechtmäßig gekündigt. Daraufhin zieht er nicht nur gegen die Kündigung vor Gericht, er nimmt auch schon während des laufenden Verfahrens Prüfaufträge der Konkurrenz an. Darf er das? Mehr Von Marcel Grobys

27.03.2015, 14:00 Uhr | Beruf-Chance
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 07.12.2012, 10:15 Uhr