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Trainee-Gehälter : Konzerne zahlen am meisten

In der Medienbranche werden die niedrigsten Trainee-Gehälter gezahlt Bild: F.A.Z.

Trainee-Programme sind beliebt - vor allem in der Medienbranche. Dort sind die Gehälter aber am niedrigsten. Am höchsten sind sie in der Elektrobranche.

          Trainee-Programme werden immer beliebter: Inzwischen können sich 94 Prozent der Hochschulabsolventen einen Einstieg in das Berufsleben als Trainee vorstellen. Das zeigt eine Studie, die die Haniel-Gruppe zusammen mit der Managementberatung Kienbaum Anfang des Jahres veröffentlicht hat. Die Autoren der Untersuchung haben außerdem herausgefunden, dass die Unternehmen ihre Programme mittlerweile so gestalten, dass sie die Erwartungen der Trainees weitgehend erfüllten. Diese legten vor allem Wert auf gezielte Entwicklungsmaßnahmen, vielfältige Inhalte und eine persönliche Betreuung. Zunehmend förderten die Unternehmen außerdem den Austausch der Trainees untereinander und böten immer öfter Feedbackgespräche an.

          Lisa     Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          Nach einer Studie des Staufenbiel-Instituts sind die Möglichkeiten zum Berufseinstieg über ein Trainee-Programm je nach Studienrichtung recht unterschiedlich. Am häufigsten sind Programme für Wirtschaftswissenschaftler - mehr als 56 Prozent der Unternehmen bieten sie an. Vier von zehn der befragten Arbeitgebern haben Trainee-Programme für Ingenieure und Naturwissenschaftler im Angebot. Seltener sind Programme für Juristen (35 Prozent) und Informatiker (36 Prozent). Die Programme dauern oft 18 Monate, manchmal auch 24 Monate. Drei bis fünf Stationen werden dabei durchlaufen.

          Befristete Arbeitsverträge

          Viele Unternehmen, nach der Haniel-Studie 40 Prozent, befristen die Arbeitsverträge von Trainees. Auf der anderen Seite ist die Übernahmequote mit mehr als 90 Prozent sehr hoch. Die häufige Befristung widerspricht nach Ansicht von Haniel und Kienbaum den Zielen, die Arbeitgeber mit Trainee-Programmen verfolgten: talentierte Mitarbeiter mit hohem Entwicklungspotential zu finden, nicht selten mit der Aussicht auf eine Führungsposition. Vier Fünftel der von Staufenbiel befragten Unternehmen lassen auch Bachelor-Absolventen zu Trainee-Programmen zu, immerhin ein knappes Fünftel aber auch nicht.

          Nach Angaben des Personalvermittlers Alma Mater variieren die einzelnen Trainee-Gehälter von 6000 bis 60.000 Euro brutto im Jahr. Das Durchschnittsgehalt beträgt 37.600 Euro. Am besten verdienen mit gut 44.000 Euro Trainees in der Elektrobranche. Auch die Autozulieferer und die Banken sowie die Fahrzeug- und Maschinenbauer zahlen mit gut 43.000 Euro überdurchschnittlich. Viel niedriger sind die Gehälter im Groß- und Außenhandel (knapp 32.000 Euro) und im öffentlichen Dienst (gut 30.000 Euro). Noch geringer sind sie in der bei Studenten so beliebten Medienbranche; dort betragen sie knapp 26.000 Euro - gut 18.000 Euro weniger als in der bestbezahlten Branche. Die Studie zeigt auch, dass Trainees einige tausend Euro weniger verdienen als Absolventen, die direkt in ein Unternehmen einsteigen.

          Die meisten Trainee-Programme bieten Konzerne an. In nur acht Prozent der Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern kann man nach Alma Mater auf diese Weise in den Beruf einsteigen, im Vergleich zu 40 Prozent der Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern. In kleinen Unternehmen verdienen Trainees im Durchschnitt rund 23.500 Euro brutto, in den großen 42.500, also 19.000 Euro mehr. In Konzernen hätten die Programme eher den Charakter von Kaderschmieden, in kleinere Unternehmen dienten sie oft der Qualifizierung von Quereinsteigern und dauerten nicht selten nur drei bis sechs Monate, schreibt Alma Mater.

          Trainees verdienen nach Angaben der Personalvermittler am meisten, wenn sie ein Diplom oder einen Masterabschluss haben. Sie geben aber zu bedenken, dass Bachelors nur 1800 Euro weniger verdienten und zwei Jahre früher in den Beruf einsteigen könnten. „Das etwas geringere Gehalt gleicht sich durch einen möglichen schnelleren Berufseinstieg aus.“

          Quelle: F.A.Z.

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