Home
http://www.faz.net/-gyl-73te6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Frauen und Karriere

Studie Tausche Traumjob gegen hohes Gehalt

Manager würden auf 30 Prozent ihres Gehalts verzichten, wenn man ihnen im Gegenzug optimale Arbeitsbedingungen anböte. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Beratungsgesellschaft PwC und der London School of Economics.

© dpa Vergrößern Lieber ein bisschen weniger Geld, dafür bessere Arbeitsbedingungen - so denken offenbar viele Führungskräfte.

Führungskräfte würden für einen Traumjob mit optimalen Arbeitsbedingungen 30 Prozent ihres Gehalts aufgeben. Das besagt eine neue Vergütungsstudie, die die Beratungsgesellschaft PwC zusammen mit der  London School of Economics veröffentlicht hat. Für die Untersuchung befragten sie mehr als 1100 Manager auf der ganzen Welt. Ein weiteres Ergebnis: Viele Führungskräfte würden eine niedrigere, dafür aber weniger komplexe und entsprechend besser kalkulierbare Vergütung bevorzugen. Insbesondere rückwirkend ausgezahlte Boni sind wenig attraktiv: Die Mehrheit bewertet einen Bonus mit einem Abschlag von bis zu 50 Prozent, wenn dieser später ausbezahlt wird.

Bislang ging die gängige Schule davon aus, dass hohe erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten und damit dem Wohle der Aktionäre dienen. Diese Annahme wird allerdings durch die Studienergebnisse in Zweifel gezogen: „Manager agieren nicht notwendigerweise wie Unternehmer“, sagt Konrad Deiters, Leiter des Bereichs Human Resources bei PwC. Viele Führungskräfte seien hinsichtlich des eigenen Gehalts eher risikoscheu und sünden sowohl langfristig angelegten Prämiensystemen und aufgeschobenen Boni skeptisch gegenüber. 

Risikoscheue Manager

Zwei Drittel der Befragten favorisieren ein Vergütungssystem, das auf beeinflussbaren internen Unternehmenszielen beruht. Insgesamt bevorzugt die Hälfte der Manager eine niedrigere, dafür aber sichere Vergütung gegenüber höheren Einkommenschancen mit größerem Risiko.

Von großer Bedeutung für die individuelle Zufriedenheit mit der Vergütung ist zudem die Stellung innerhalb der Vergütungspyramide: Jedem zweiten befragten Manager ist es wichtig, mehr als seine Kollegen in vergleichbaren Funktionen zu verdienen. Die absolute Höhe der Vergütung ist demgegenüber nur für 35 Prozent der Führungskräfte entscheidend. Diese Aussage gilt der Studie zufolge vor allem für Befragte aus Europa. Manager aus den ‚Emerging Economies’ legen demnach weitaus weniger Wert darauf, dass sie mehr verdienen als andere.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.net

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Beliebteste Arbeitgeber Die üblichen Verdächtigen

Der Stern von Daimler strahlt noch immer so hell, dass Führungskräfte ihm gerne folgen: Der Autobauer ist der liebste Arbeitgeber deutscher Manager. Eine andere Branche hingegen verliert weiter an Zuspruch. Mehr

24.04.2015, 13:00 Uhr | Beruf-Chance
Facebook, Twitter und Co Neue Berufe: Social Media Manager

Führungskräfte in der Wirtschaft haben im digitalen Zeitalter ein Problem: Sie müssen sich im Internet gut positionieren, haben aber keine Zeit für Facebook, Twitter und Co. Das erledigen heute Profis für sie - die Social Media Manager. Mehr

10.02.2015, 11:15 Uhr | Beruf-Chance
Aufsichtsratsvergütung Piëch hat wieder was zu lachen

Der Aufsichtsratschef von VW verdient so viel wie nie zuvor. Andere bekommen nur einen Bruchteil seiner Bezüge – und treiben die mit einem Trick zumindest etwas in die Höhe. Mehr Von Julia Löhr

21.04.2015, 15:50 Uhr | Wirtschaft
London Light on Earth

London in der Nacht aus dem Weltraum gesehen. Mehr

16.12.2014, 17:08 Uhr | Gesellschaft
Berufsanfänger Direkteinstieg in die Komfortzone

Unverbindliches Reinschnuppern: Mehr als die Hälfte aller Absolventen ziehen ein Traineeship oder gar ein Praktikum einer direkten Anstellung in einem Unternehmen vor. Wieso denn bloß? Mehr

14.04.2015, 14:00 Uhr | Beruf-Chance
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 23.10.2012, 14:46 Uhr