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Studie Deutsche Aufsichtsräte verdienen überdurchschnittlich

Wie viel sind den deutschen Dax-Konzernen ihre Aufsichtsräte wert? Viel, sagt eine aktuelle Studie. Mehr jedenfalls als es im europäischen Durchschnitt üblich ist.

© F.A.Z. Vergrößern

Aufsichtsräte in deutschen Dax-Unternehmen bekommen deutlich mehr Geld als im europäischen Durchschnitt üblich ist. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Hay Group. Dafür wurden Daten von 390 Unternehmen aus zwölf europäischen Ländern ausgewertet.Nur in der Schweiz erhalten einfache Aufsichtsratsmitglieder eine noch höhere Vergütung als in Deutschland. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird allerdings auch in Frankreich, Großbritannien und Italien besser entlohnt als hierzulande.

249.000 Euro war den Dax-Konzernen im vergangenen Jahr im Durchschnitt die Leistung ihres Aufsichtsratsvorsitzenden wert, 115.000 Euro erhielt im Mittel ein einfaches Aufsichtsratsmitglied. In Europa zahlten Unternehmen ihren Aufsichtsratsvorsitzenden durchschnittlich 214.800 Euro im Jahr, den einfachen Aufsichtsräten 75.200 Euro.

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Spitzenreiter bei der Entlohnung der Kontrolleure ist die Schweiz mit 1.077.100 Euro Durchschnittsvergütung für den Verwaltungsratsvorsitzenden und durchschnittlich 251.200 Euro für einfache Verwaltungsratsmitglieder. Ganz hinten auf der Liste findet sich dagegen Österreich: Hier bekam ein Aufsichtsratsvorsitzender im vergangenen Jahr im Mittel lediglich 51.600 Euro und das einfach Aufsichtsratsmitglied erhielt 20.500 Euro.

Die Studie zeigt außerdem, dass die Aufsichtsräte in Deutschland nach wie vor von Männern dominiert sind. Nur 13 Prozent der deutschen Aufsichtsratsmitglieder sind demnach weiblich. Das ist verglichen mit Rest-Europa unterdurchschnittlich. Allerdings sind generell in ganz Europa mehr Frauen in den Aufsichtsräten vertreten als noch im Vorjahr. Nur noch in einem Land - Italien - sind mehr als 90 Prozent der Aufseher männlich. In Deutschland könnte sich die Lage in diesem Jahr weiter zugunsten der Frauen verändern: Hierzulande werden viele Posten frei.

Quelle: FAZ.net

 
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Veröffentlicht: 25.01.2013, 06:00 Uhr