16.02.2011 · Zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte aus der IT-Branche sind gegen die Nutzung sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz. Die meisten glauben, dass die Mitarbeiter dort Arbeitszeit vergeuden. Aber viele machen sich auch Sorgen um die Sicherheit.
Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Xing sorgen immer wieder für Kontroversen, wenn es um ihre Nutzung am Arbeitsplatz geht. Jetzt hat die Nationale Initiative für Informations- und Internetsicherheit Fach- und Führungskräfte aus der IT-Branche dazu befragt. Ergebnis der Studie: Zwei Drittel der Studienteilnehmer sprachen sich gegen die Nutzung sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz aus.
Ganz unterschiedlich waren die Begründungen dafür. Vierzig Prozent der Befragten fürchteten, dass die Netzwerke privat genutzt würden und wertvolle Arbeitszeit dafür verlorengehen könnte. 26 Prozent der Befragten sorgten sich dagegen eher um nicht kalkulierbare Risiken für die IT-Sicherheit des Unternehmens und sprachen sich dafür aus, die Dienste komplett zu sperren.
Zahlreiche Unternehmen haben Zugänge bereits gesperrt
34 Prozent der Befragten betonten dagegen positive Effekte des Netzwerkens, vor allem eine schnelle und unkomplizierte Art der Kommunikation. Mitarbeitern sollte die Nutzung erlaubt sein, da hier ein wertvoller Austausch von Informationen ermöglicht werde, wovon auch das Unternehmen profitieren könne, argumentierten sie.
Zahlreiche große Unternehmen in Deutschland haben jedoch bereits externe Social-Media-Angebote auf ihren Mitarbeiter-Computern gesperrt. Dazu gehören zum Beispiel VW, die Commerzbank oder Heidelbergcement (Unternehmen sperren Facebook aus).