24.06.2010 · „Freiwillige Vereinbarungen für mehr Frauenförderung in der Wirtschaft haben wenig gebracht.“ So lautet der Befund von Hamburgs Justizsenator nach dem Frühjahrstreffen der Justizminister. Aus immer mehr Bundesländern gibt es nun Forderungen nach einer Quote. Bayern ist eine treibende Kraft.
Die Justizminister verschärfen den Druck auf die Unternehmen, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. „Freiwillige Vereinbarungen für mehr Frauenförderung in der Wirtschaft haben wenig gebracht“, sagte der turnusmäßige Vorsitzende der Justizministerkonferenz, der Hamburger Justizsenator Till Steffen (Bündnisgrüne), am Donnerstag nach dem Frühjahrstreffen der Minister in Hamburg. Steffen gilt zusammen mit der bayerischen Justizministerin Beate Merk (CSU) als treibende Kraft hinter diesem Beschluss.
Merk hatte sich schon vorher für eine gesetzlich verankerte Frauenquote ausgesprochen. „Wir wollen, dass Frauen auch in den Führungsetagen ihrem Anteil an der Bevölkerung entsprechend beteiligt werden“, sagte Steffen weiter. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Hamburg, Bayern, Hessen und Sachsen-Anhalt soll nun die Voraussetzungen für eine solche Regelung prüfen.
Arbeitsgruppe soll Vorschläge ausarbeiten
Die Minister rügten, dass weniger als ein Prozent der Vorstände in den 100 größten Unternehmen Frauen seien. Zudem verlangten sie eine weitere Entflechtung von Vorständen und Aufsichtsräten – zum Beispiel, indem eine Person nur in einem Kontrollgremium den Vorsitz innehaben dürfe.
Eine Arbeitsgruppe der Bundesländer zur Verantwortung von Managern, der Merk vorsitzt, soll hierzu „grundlegende“ Vorschläge ausarbeiten. Darüber hinaus plädierte die bayerische Justizministerin dafür, das Ziel einer „nachhaltigen“ Unternehmensführung im Aktiengesetz festzuschreiben.
gut besser quote
Michael Hackl (hackl_m)
- 24.06.2010, 20:45 Uhr
Durchquotieren!
Christian Tauber (CJTauber)
- 24.06.2010, 21:25 Uhr
Vor zwei Tagen
Torsten Klier (TorstenKlier)
- 24.06.2010, 23:34 Uhr
Quotenfrauen
Norbert G. Kaess (GeJN)
- 24.06.2010, 23:36 Uhr
Grundgesetzwidrig
Torlin Monger (TMonger)
- 25.06.2010, 00:22 Uhr